27.04.2010, Backstage (Werk)

Sweden Rocks Europe with TREAT ..

Text: manfred | Fotos: manfred
Veröffentlicht am 08.05.2010

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Die „Sweden Rocks Europe“ Tour gastierte in München und da die 80er Veteranen von TREAT mit „Coup de Grace“ gerade ein Melodic Rock Album der Extraklasse abgeliefert haben und wir „Clash of the Elements“ der Poodles auch noch in guter Erinnerung haben, zog es uns trotz (oder gerade wegen) des Championsleague Halbfinales von Bayern München an diesem lauen Frühlingsabend ins Backstage nach München. Machten wir uns kurz vor Showbeginn noch Sorgen, dass nicht viele diesen Dienstag zum abrocken nutzen würden, erschienen dennoch so an die 350-400 AOR-Jünger, teilweise sogar mit auf toupierter Haarpracht und stilechter Leoparden-Leggings. Los ging es mit H.E.A.T. deren selbstbetiteltes Album 2008 in der einschlägigen Presse auch schon einige Wellen schlug. Der Sound war so wie bei allen drei Bands von Anfang an klar und transparent und die sympathischen Jungspunde sorgten ab der ersten Minute für Stimmung. Kein Wunder, bei solchen A.O.R. Granaten wie „There for you“, „Straight for your Heart“, oder „Keep on Dreaming“. Vor allem bei “Beg, Beg, Beg”, dem neuen Song von der letzten EP wurde - angeheizt von Fronter Kennedy Leckremo zum Ende des Sets noch ordentlich abgefeiert. Sehr positiv zu erwähnen ist auch die Fannähe der Band, die gleich nach dem Auftritt den Merchandise-Stand enterte, fleißig Autogramme gab und mit den Besuchern plauderte.

Nach einer kurzen Pause legten die POODLES mit den Opener ihres 2006 veröffentlichten Erstlingswerkes einen ordentlichen Einstand hin. „Echoes of the Past“ und „Metal will stand Tall“ brachten das Publikum sofort auf 180. Auch „Caroline“, „Rule the Night“, „One out of Ten“ und „Like no Tomorrow“ vom aktuellen Album “Clash of the Elements” konnten die Stimmung locker halten. Die Band strotzte vor Spielfreude und vor allem Sänger Jacob Samuel mit seinem Gehabe und den verschiedenen Bühnenoutfits ist ein wahrer Hingucker. Und eine auf toupierte Blondine neben mir in der ersten Reihe, wollte den armen Kerl gleich mit Haut und Haar vernaschen und von der Bühne zerren. UNGLAUBLICH. Die Setlist ist gespickt mit den Hits der drei Studioalben und einzig bei den Soli gab es einen leichten Stimmungseinbruch. „Thunderball“, „Flesh And Blood“ und „Seven Seas“ bildeten den Abschluss des Sets und mit der Zugabe „Night Of Passion“ ging eine wirklich tolle headlinerwüdige Show zu Ende.

Es war fraglich ob sich nach den abgefeierten POODLES die „Altherrenmannschaft“ von TREAT behaupten und die Klasse ihres Hammeralbums „Coup de Grace“ auf die Bühne übertragen wird können. Um es gleich vorweg zu nehmen: Sie haben es geschafft und konnten meiner Meinung nach auch den Auftritt vom „Rock Over Munich“ 2008 topen. Die neuen superben Songs wie „Paper Tiger“, „Roar“ und „We own the Night“ können locker mit den alten Klassikern mithalten, obwohl man den Zugaben „Skies of Mongolia“ und „World of Promises“ schon zugestehen muss, dass sie noch mal ein kleines Stückchen näher am Himmel stehen. Außerdem noch zu hören gab es: Vom Debutalbum „Scratch and Bite“: „Changes”, “Get you on the run”. “Soul Survivor” und World of Promises “ vom “Dreamhunter” Album, sowie “Conspiracy” und “Ready for the Taking” vom 1989 Output “Organized Crime”. Nach 80 Minuten war dann leider auch schon Schicht im Schacht. Dennoch machten sich alle Konzertbesucher mit der Einheitlichen Meinung auf den Weg nach Hause, dass man etwas wirklich Großartiges versäumt hätte, wenn man der Champions League den Vorzug gegeben hätte.

Die Herren Englund, Wikström, Borger, Appelgren, Pählson haben ein echtes Talent dafür, ein harmloses, friedliches Publikum in eine wild gewordenen Horde zu verwandeln. Na ja so viel brauchte es an diesem Abend nicht, den TREAT waren an diesen Abend in einer ausgezeichneten Verfassung.

Dieses tolle Konzert wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn die 3 Bands brachten den Spirit der 80iger und 90iger wieder auf die Bühne zurück und haben an diesen Abend viele neue Freunde dazu gewonnen. Im Melodicbereich, wird es heuer livetechnisch nichts besseres mehr geben und auch dieses Mal haben TREAT bewiesen das sie in einer anderen Liga spielen und die kann nur wie bei JOURNEY die „Liga der außergewöhnlichen Gentleman“ heißen. Brilliant.


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