26.5.2016, Netphen-Deutz, Netphen

Freak Valley Festival Tag 1

Text: Stefan Graesslin | Fotos: Motte
Veröffentlicht am 06.06.2016

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Zieht die Stiefel aus, schmeißt die Nietenarmbänder in die Ecke, das ist Freak Valley!

Hier mal kurz ein paar Features:
- Freies WLAN
- Handyladestation
- Schaukeln!
- Chillzonen mit Hängematten und Sofas
- Kostenlose, saubere Wasserklos und Duschen
- Kostenloses Wasser!
- Und das Motto: no fillers just killers! Also keine billigen Schrottbands am Anfang oder zwischendurch, aber da spricht das Line-Up ja für sich
- Komplett barrierefrei, mit Rollstuhlplattform zwischen den 2 Bühnen, so dass der Rollstuhl nur gedreht werden musste, um immer alles sehen zu können.
- Die Einnahmen gehen an die Arbeiterwohlfahrt
- Kinderbetreuung (Erwachsene dürfen auch mit den Riesenseifenblasen spielen, hat der nette Ansager gesagt)

 

Wir haben uns für euch geopfert und uns durch das wirklich gute kulinarische Angebot, von veganem Döner bis Gulaschsuppe, durchgefuttert und stellen fest: Essen mitbringen lohnt sich nicht. Das Essen ist zwar nicht ganz billig, aber genau so schmeckt es auch: verdammt lecker!
Entsprechend war die Stimmung, völlig entspannt bis ausgelassen - da rede ich nicht nur von uns, sondern von allen Besuchern und Helfern, wirklich außergewöhnlich.

Aber, wir waren ja eigentlich wegen der Musik da …

Den Anfang machte THE SONIC DAWN vor noch recht wenig Publikum, da es am Einlass zu einem endlosen Stau kam.
Der psychedelische Bluesrock im Stil der 60er beruhigte jedoch schnell von der Strapaze am Eingang und die Kopenhagener Band gab uns 45 Minuten lang ein easy peasy Gefühl. Ein gelungener Start!


Nach einer wirklich flotten Umbaupause startete die Band mit dem schweren Namen, wie der Ansager sie nannte (von dem wird man noch mehr lesen) VILLAGERS OF IOANNINA CITY. Die Griechen machen sehr psychedelisch, experimentellen Rock mit griechisch-orientalischen Einflüssen. Schwere Kost - wie der Name - fand ich.

Leichter wurde es dann mit den WHITE HILLS, die auf der Suche nach der Wunderdroge virtuos über die Bühne hüpften und merklich Spaß mit ihrem europäischen Publikum hatten. 

Ansager: „Der Wagen mit dem Nummernschild HM-HM 665: was damit jetzt genau ist, weiß ich auch nicht.“
Nun kam der Moment der Offenbarung: Meine erste Portion Gulaschsuppe mit Kartoffelbrot!  Dazu noch eine Portion BABY WOODROSE und ein Bier, so dürfte das Leben öfter sein. Apropos BABY WOODROSE: Die Dänen machen feinen, psychedelischen 60er Jahre Hippierock. Der Name kommt von einer hawaiianischen Kletterpflanze, die die psychoaktive Substanz LSA produziert, das natürliche Pendant zu LSD.

Weiter ging es mit TOUNDRA. Sie haben auf ihren Alben I, II, III und IV ein breites Spektrum an Stilrichtungen von Indie bis Metal abgedeckt und dies auch beeindruckend präsentiert. Nun war wirklich jeder auf den Beinen und die Wiese vor der Bühne übervoll.

Zum Abschluss dieses rundum gelungenen Auftaktabends kamen nun DEAD MEADOW auf die Bühne. Mit SABBATH-artigen Riffs sangen sie uns beruhigende Lieder aus den Welten von Tolkien und Lovecraft. Zeit für ein letztes Bier vor dem 2km langen und gefühlt 500 Höhenmetern betragenden Weg zum Campingplatz – dies sei als Manko noch vermerkt, obwohl man danach angenehm erschöpft auf die Iso-Matte fällt  …  

 


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