27.5.2016, Netphen-Deutz, Netphen

Freak Valley Festival Tag 2

Text: Stefan Graesslin | Fotos: Motte
Veröffentlicht am 07.06.2016

» Hier gehts zur Galerie...

Tag 2 beginnt mit einem Almabtrieb - die Bergluft lässt gut schlafen und macht hungrig. Nach einem schnellen Kaffee also - hopp hopp! - den Berg runter und ab zum Frühstück! Eine Biobratwurst im Biobrot mit Coleslaw-Salat als Soße in der Hängematte genießen und der Tag kann beginnen.

Gleichwohl machten wir gleich zu Beginn des Tages natürlich auch wieder Bekanntschaft mit dem Ansager: „Liebe Froooindööö, jetzt kommen GOMER PYLE!"
GOMER PYLE spielten auf der kleinen Bühne, auch Wake&Bake Stage genannt. Ich kannte sie vorher nicht, so wie die meisten Bands auf diesem Festival, aber der Auftritt glich einer lustvollen Jamsession. Also im Nachgang das Album angehört – klingt genauso. Ein Zuwachs in meiner iTunes-Sammlung.

Mit MOTHER ENGINE kam eines meiner Highlights für dieses Fest. Sie brachten es selbst auf den Punkt: „Hallo, wir sind MOTHER ENGINE und machen gerne endlose Instrumentalstücke!“ Nach 30 Minuten Spielzeit kamen so lange Zugabe-Rufe, bis MOTHER ENGINE ankündigten, auf dem Zeltplatz weiterzuspielen, da die Zeit rum sei. Ob das wirklich passiert ist, bleibt im Reich der Legenden, wir sind auf dem Festivalground geblieben.

Weiter ging es auf der Hauptbühne mit THE DEVIL& THE ALMIGHTY BLUES. Die Norweger schaffen es, rohen doomigen Blues zu machen, schwere Kost zum Mittagessen.

Langsam und spirituell ging es weiter mit JEREMY IRONS & THE RATGANG MALIBUS.

Die SPIDERS weckten dann wieder mit 70er Glam Punk auf, bevor Krissy Matthews mit der KRISSY MATTHEWS BAND die Bühne enterte. Krissy ist ein Virtuose an der Gitarre, der den Blues echt drauf hat.

Mit den Italienern GIÖBIA wurde es Zeit für psychedelischen 60er Jahre Rock.

Ganz untypisch für diesen Tag, rockten anschließend MANTAR die Bühne. Ein zweiköpfiges Doom-Metal-Monster. 

Nach dem Schreck ging es mit THE SHRINE wieder fluffig punkig weiter.

SPIDERGAWD sind irgendwo zwischen QUEENS OF THE SONE AGE, THIN LIZZY und MOTOR CITY zu finden, sehr variantenreich. Wenn Du Rock’n Roll liebst, liebst Du sie definitiv!

Mit GRAVEYARD kam zum Abschluss ein weiteres Highlight auf die Bühne. Die langsamen Stücke spielten sie perfekt, bei den Schnelleren jagten sie etwas zu schnell durch die Songs. Das tat der Großartigkeit dieser Band aber auch keinen Abbruch.

Total platt nach diesem tollen Tag, wankten wir den Berg wieder hoch - Insomnia konnte da niemand mehr haben … 

 

WERBUNG: Area53
ANZEIGE
WERBUNG: Babymetal: 11.02.2020 Wien
ANZEIGE