08 06 16, Sölvesborg, Sölvesborg

SWEDEN ROCK FESTIVAL 2016 - Tag 1

Veröffentlicht am 23.06.2016

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Tag 1 am SWEDEN ROCK FESTIVAL 2016, Mittwoch 8. Juni 2016:

Tages-Line Up:

BLIND GUARDIAN
AMARANTHE
GRAHAM BONNET BAND
SKITARG
BONAFIDE
MIKE TRAMP
ECLIPSE
DIAMOND HEAD
TRIBULATION
KING WITCH
SAFFIRE

Eine Abordnung der Stormbringer-Crew scheute keine Mühen und Kosten und begab sich zum SWEDEN ROCK FESTIVAL 2016 nach Sölvesborg. Nach verzögerter Anreise über Kopenhagen und Fahrt nach Schweden gab es bei der Grenzkontrolle gleich das erste Highlight. Passkontrolle und Aussteigen, aber als die Polizistin mein T-Shirt von WASP sieht kommt sofort: "Super Band - habe ich gerade vor kurzem live gesehen!" Nach Beziehen der Unterkunft und Akklimatisierung geht's ab in die Heia, denn die nächsten vier Tage haben es in sich. Am Mittwoch am frühen Nachmittag geht's auf zum Festivalgelände.

Vorab möchte ich nur ein paar Worte über das Festival selbst verlieren: Sicherlich die beste Organisation, welche ich jemals auf einem Festival gesehen habe (und ich war schon auf vielen), freundliche Security, saubere WCs, egal ob um Eins am Nachmittag oder um Eins in der Nacht. Bei allen fünf Bühnen war nach einem Auftritt sofort ein Putzkommando zur Stelle, hat alles weggeräumt und bei der nächsten Band war alles wieder sauber. So jetzt genug vom Rundherum, jetzt geht's zur Musik. Ich möchte noch anmerken, das wir nicht alle Bands schreiben können, denn bei 82 Bands auf fünf Bühnen ist das nicht möglich [Was? Welch Frevel! Nächstes Jahr dann ALLE Bands! d.Korr.]. Aber für euch haben wir ein paar Highlights und auch einige nicht ganz so gute Performances herausgepickt.

Als erstes stand der Gig von MIKE TRAMP, dem Sänger der legendären Melodic-Rocker WHITE LION auf der "Sweden Stage" am Programm. Mike hat die junge dänische Band LUCER, die gerade ihr Debutalbum herausgebracht hat, um sich geschart und seine Solosongs und Klassiker von WHITE LION performed. Stimmlich ist Mike noch immer gut drauf, einziges Manko ist, das er die Songs von WHITE LION teilweise komplett umarrangiert hat, sodaß man sie erst viel später erkannt hat. Aber alles in allem ein solider Auftritt, und Hut ab vor der jungen Begleitband!

 


Mike Tramp

Setlist (ohne Gewähr)

Little Fighter
Hungry
Trust In Yourself
High Like A Mountain
Tell Me
Give It All You Got
Broken Heart
More To Life Than This
When The Children Cry

Weiter gings zur "4 Soundstage", wo die schwedischen Rocker ECLIPSE ihren Auftritt hatten. Und um es vorweg zu nehmen, dieser hatte es wahrlich in sich. Glasklar und mit einem Bombensound krachte gleich der Opener „ I Don’t Wanna Say I’m Sorry “ aus den Boxen. Gefolgt von „Stand On Your Feet “ und „Wake Me Up“. Die Musiker waren ständig in Bewegung und begeisterten die Fans mit ihrer Lässigkeit und mit spielerischem Können. Aber was Sänger Erik Martensson fabrizierte war für mich unglaublich, und nicht nur ich konnte seine Darbietung nicht fassen. So perfekt und vor allem mitreißend zu singen, verdient das Prädikat "Weltkasse", und wenn der Jungspund jetzt vor mir stehen könnte, würde ich mich vor ihm ehrfürchtig verneigen. Natürlich soll das die Leistung seiner Mitmusiker nicht schmälern. Eine perfekt aufeinander abgestimmte Einheit glänzte an diesem Abend. Die Band schoss ein Feuerwerk ihrer Hits auf die tobende Masse ab, sodaß wirklich keiner der Fans still stehen konnte. Ob nun „The Storm “ oder „Runaways “, die Fans sangen jede Zeile mit und somit war der Auftritt von ECLIPSE einer der Highlights des Festivals.

 


ECLIPSE

Setlist (ohne Gewähr)

Don't Wanna Say I'm Sorry
Wake Me Up
The Storm
Battlegrounds
Breakdown
Blood Enemies
Ain't Dead Yet
Bleed & Scream
Runaways
Breaking My Heart Again

Mit ohrenbetäubendem Krachen und Pyros starteten AMARANTHE auf der "Sweden Stage" in ihren Auftritt. Die sexy gekleidete Frontfrau Elize Ryd geizte nicht mit ihren Reizen, und so manch hartgesottener Metaller ist spätesten hier weich und kuschelig geworden, (...du meinst wohl geil ,Herr Thanner), denn viel hatte die gute Sängerin nicht an. Aber egal, die Band zelebrierte live einen fulminanten Breitwandsound zwischen Power-, Melodic- und Death Metal, ausstaffiert mit starken Pop-Elementen und mit vielen elektronischen Klangspielereien, dazwischen wurden immer wieder Pyros ohne Ende abgefackelt. Dazu kommt noch, dass alle Songs trotz ihrer Härte sehr eingängig, sehr kommerziell und vor allem sehr massentauglich waren. Mir persönlich war das Ganze auf die Dauer zu eintönig, aber den Schweden hat es dennoch gefallen. Die Elize ist halt einfach die Verkörperung so ziemlich aller feuchten Männerträume, mit Ohrensausen und Beule in der Hose ging's dann weiter zu…

 


AMARANTHE

 

Setlist (ohne Gewähr)

Digital World
Trinity
Hunger
Invincible
1.000.000 Lightyears
Razorblade
Massive Additictive
True
Afterlife
Electroheart
Drum Solo
Leave Everything Behind
Amaranthine
Call Out My Name

Encore:
The Nexus
Dynamite
Drop Dead Cynical

Gegen Mitternacht war es endlich so weit. BLIND GUARDIAN betraten die "Sweden Stage" um als Headliner des ersten Festival- Tages dem Publikum die schwedische Kälte aus den Knochen zu treiben. Ja, es wurde des Nächtens doch noch recht frisch an der skandinavischen Küste. Los ging es mit „The Ninth Wave“ vom aktuellen Album „Beyond The Red Mirror“. Hansi war gut bei Stimme, die Band tight wie immer, und trotz der kleineren Bühne des Mittwoch-Headliners bot man eine schöne, stimmige Lichtshow. Wirklich zu Gute halten muss man BLIND GUARDIAN diesmal vor allem die Songauswahl. Zwar wurde das Hauptaugenmerk auf die neuen Titel gelegt, ansonsten gab es ein Hitfeuerwerk, welches ich schon länger nicht mehr von der Band gehört habe. Die Setlist war gespickt mit Klassikern: „The Script For My Requiem“, „The Last Candle“, „Lord Of The Rings“, „Time What Is Time“ – da wird’s jedem Fan warm ums Herz. Die Leistung der Band wurde auch vom Publikum honoriert, es wurde fleißig mitgesungen – ein Muss bei jedem Guardian-Gig, und gegen viertel vor Zwei ging der erste Festival-Tag klassisch mit „The Bard’s Song“ und „Mirror Mirror“ zur Neige. [Thomas Kalb]

Nach dem Rausschmeisser begaben sich zufriedene Gesichter zu ihren Behausungen, um für den zweiten Tag fit zu sein (oder auch nicht!).

 


BLIND GUARDIAN

Setlist (ohne Gewähr)

The Ninth Wave
The Script For My Requiem
Nightfall
Fly
Tanelorn (Into The Void)
Prophecies
The Last Candle
Lord Of The Rings
Bright Eyes
Time What Is Time
The Curse Of Feanor
Imaginations From The Other Side
Sacred Worlds
Twilight Of The Gods
Valhalla
Into The Storm
The Bard's Song - In The Forest
Mirror Mirror

Auch unsere Crew kehrte zur Unterkunft zurück, wo noch mit einem Bierchen aus dem Fass angestossen und über den abgelaufenen Tag diskutiert wurde. In freudiger Erwartung auf Tag zwei genehmigten wir uns ein paar Stunden Matratzenhorchdienst, um dann wieder in die Festivalmenge einzutauchen.

Um es vorweg zu nehmen: Dieser Tag zwei hatte es dann nämlich wahrlich in sich! Mehr dazu in Kürze ...

 


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