28.06.2016, ((szene)) Wien, Wien

SOILWORK & CANNONBALL RIDE

Text: Lee | Fotos: Kalti
Veröffentlicht am 02.07.2016

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Mosh’n’Roll - Kennt ihr nicht? Nicht schlimm, es gibt für Alles ein erstes Mal und CANNONBALL RIDE sind nicht bühnenscheu, also wer sie bis jetzt verpasst hat, hat bestimmt bald wieder die Chance.
Die Österreicher aus Ungenach sind bereits seit 2009 musikalisch gemeinsam unterwegs und machen die hiesigen Konzertlocations - mit Abstechern ins Ausland - unsicher.


CANNONBALL RIDE

Am Dienstag Abend machten sie Halt in der ((szene)), als Vorband für SOILWORK.
Trotz früher Stunde, sommerlichen Außentemperaturen und gewaltigem Parallelprogramm mit BLACK SABBATH in der Wiener Stadthalle, fanden sich bereits zu Beginn des ersten Songs einige Leute vor der Bühne ein. Mit fortschreitender Setlist wurden es immer mehr - und bei dem (in)offiziellen Hit-Song von CANNONBALL RIDE, „Smoke And Mirrors“, gab es dann recht begeisterte Zurufe. Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass man auch als Band die keine riesige Fanbase hat die sowieso zu jedem Konzert pilgert, die Herzen des Publikums für sich gewinnen kann, wenn man sich ordentlich reinhängt, Stimmung macht und solide Leistungen liefert.
CANNONBALL RIDE spielen eine interessante Mischung aus Metalcore mit rockigen Exkursen, die Mosh’n’Roll Bezeichnung ist also garnicht so verkehrt, bei den Gitarrenriffs wird so manchem die-hard-Metalcore-Fan nämlich wahrscheinlich schwindelig. Bevor es allerdings zu rockig wird, gibt Sänger Siegfried Kröpfel dem Ganzen wieder die Core-Breitseite und wechselt so rasch von Screaming zu Shouting und wieder retour, dass man fast nicht hinterher kommt.
Besonders viel Bewegung war nicht im Publikum, obwohl die Songs durchgehend Steilvorlagen lieferten für Moshpits und Co.
CANNONBALL RIDE sind eine Band die mir persönlich live besser gefallen hat als auf Platte - und Sympathiepunkte gabs im Nachhinein auch noch, als der Sänger beim SOILWORK Auftritt mitsingend in der Menge erspäht wurde.

 


SOILWORK

Nach einer kurzen Verschnauf- und Frischluftpause ging es weiter mit SOILWORK - und schon als sie auf die Bühne kamen war klar: sie haben gute Laune und richtig Bock auf die Show.
Als eine DER Größen des Melodic Death kann man die Schweden durchaus in einem Atemzug mit IN FLAMES nennen, wenn es um dieses Genre geht kriegt man das Gefühl, dass tatsächlich alles Gute aus dem Norden kommt.
Seit nunmehr 20 Jahren gibt es SOILWORK, allerdings ist nur mehr Sänger Björn von der Anfangsbesetzung übrig. Ebenjenem merkt man nach wie vor keine Ermüdungserscheinungen an, ergänzt von seinen Männern an den Instrumenten lässt er die Frontsau raushängen und zeigt immer wieder, dass er genau weiß, wie man ein Publikum zum Toben bringt.
Anfänglich waren die Temperaturen noch erträglich, aber nach ein paar schweißtreibenden Songs war die ((szene)) endgültig in einen Kochtopf verwandelt, angefeuert von den schwindelerregend-genialen Stücken die SOILWORK der Menge vorwarfen.
Die Chemie hat gestimmt, zwischen den Leuten vor, und denen auf der Bühne, man merkte der Band an dass sie richtig Spaß haben und das Publikum war bis zum Ende der Zugabe auf genau der gleichen Welle unterwegs.
Da war es dann auch vorbei mit der Bewegungslosigkeit, als SOILWORK anfingen richtig aufzugeigen, blieb niemand mehr ruhig.
Wer das Konzert verschlafen hat, oder sich anderweitig vergnügt hat, kann sich gleich mal für Februar diesen Pflichttermin notieren, um sich die bombastische Live-Performance anzusehen: SOILWORK im Gasometer, gemeinsam mit KREATOR, SEPULTURA und ABORTED.

 

Setlist (ohne Gewähr):

  • The Ride Majestic
  • Nerve
  • The Chainheart Machine
  • Death In General
  • The Crestfallen
  • Let This River Flow
  • Tongue
  • Overload
  • Petrichor by Sulphur
  • Living Infinite I
  • Bastard Chain
  • Whirl Of Pain
  • Momentary Bliss
  • Rejection Role
  • Follow The Hollow
  • Stabbing The Drama

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