26.08.2016, Coast Rock Gelände, Hinte

Coast Rock Open Air Tag 1

Text: Stefan Graesslin | Fotos: Motte
Veröffentlicht am 02.09.2016

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Das ideale Festival für den Pollen-geplagten Großstadtallergiker! Fünf Kilometer hinter dem Deich an der Nordseeküste fliegt nichts, was die Schleimhäute reizen könnte. Eine Seeluftkur mit guter Musik.
Wir kamen nach ein paar Stunden Fahrt früh an, sodass das Festivalgelände noch nicht geöffnet war, konnten beim Check-In aber schon mit der netten und vor allem entspannten Crew Bekanntschaft machen. Nicht selbstverständlich bei einer Premiere. Der Emder Event Service – namentlich Frank Kengels – hat das Coast Rock Open Air dieses Jahr aus dem Boden gestampft. Das Übungsgelände der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr war ideal gewählt. Leider hat ein Imbissstand abgesagt, sodass nur der örtliche Metzger seine leckeren Spezialitäten anbot. Auf abwechslungsreiche Kost haben wir an diesem Wochenende dann mal verzichtet. Dies und unvorsehbare Ereignisse, wie z.B. sechs defekte Kaffeemaschinen in Folge, ertrug die Crew mit einer Gelassenheit, die uns durchaus beeindruckt hat. Da der Cocktailstand auch nicht kam, gab es am Bierwagen kurzerhand auch Longdrinks. Los ging es am Freitag pünktlich um 14 Uhr mit der Auricher Band NORTHERION. Sie holten in der Mittagshitze die ersten Fans vor die Bühne und spielten auch für die zahlreich anwesenden Freunde der Band.
Schnell ein Beck's für 2,50 gekauft und zurück in den Schatten, der – anders als bei vielen anderen Festivals – durch die von Bäumen umfriedete Wiese reichlich vorhanden war. Weiter ging es mit BURIAL VAULT, was mit Grabgewölbe übersetzt werden kann. Langsam kamen mehr Zuschauer vom Camping rüber, wobei es sich vor der Bühne weiterhin recht übersichtlich gestaltete.
Die Death Metaller von SLAUGHTERDAY aus Leer gaben bei perfektem Sound alles. Im Fotograben war schon eine brüllende Hitze, eigentlich kaum auszumalen, was auf der Bühne los gewesen sein muss. Mit BLOODY INVASION blieb es im Death Genre und die nächste halbe Stunde wurde uns düster-brutal eingeheizt. Mit STORMWARRIOR gab es nun einen Break Richtung nordischem Power Metal. Die Hamburger Jungs holten mehr Leute vor die Bühne und ihr Publikum aus der Reserve. I Like! Thrashig ging es weiter mit den Wiesbadenern von EXUMER. Die 31-jährige Bühnenpräsenz merkte man den Jungs an, sie spielten auf diesem kleinen Festival einfach, als wären sie in einem ausverkauften Stadion.
OBSCURITY ist eine deutsche Melodic Death- / Black Metal-Band mit starken Viking Metal-Einflüssen aus Velbert im Bergischen Land. 
Diese Bratwurst ist wirklich lecker, auch die zweite!
MACBETH: Die Band wurde 1985 in Erfurt gegründet. Sie war eine der ersten Heavy Metal-Bands in der damaligen DDR. 
In ihren deutschen Texten gewähren sie Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele und erzählen verderbte, dämonische und wahnwitzige Geschichten. So z.B. im Coversong der Themenmelodie vom Film "Das Boot" oder die Songs "Stalingrad" und "Kamikaze". Bei GOD DETHRONED durften wir bei einem der seltenen Auftritte der Gott-Entthroner beiwohnen. GOD DETHRONED ist DIE niederländische Death-Metal-Band. Hier trifft brutal-energetischer Death Metal auf wunderschöne Melodien.
Leider haben sie nach vielen Schicksalsschlägen und Band-internen Querelen beschlossen, nur noch bei ausgewählten Events mitzumachen, wie 70000 Tons of Steel oder Wacken. Und beim Coast Rock Open Air.
SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH: Martin Schirenc spielte die Songs seiner Ex-Band und wir beendeten den Abend mit einer weiteren Death Metal-Einlage.
Beck's plus Seeluft ermöglichte einen tiefen und ruhigen Schlaf und so sind wir morgens nach Emden gefahren, um uns mit Frühstück einzudecken.


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