11.9.2016, Simm City Festsaal Zentrum Simmering, Wien

AXEL RUDI PELL - "Game Of Sins" - Tour

Veröffentlicht am 20.09.2016

„Wozu was ändern, wenn’s super läuft“ denkt sich der deutsche Gitarrenmeister Axel Rudi Pell und lebt seit 100 Jahren nach demselben Motto: alle zwei, drei Jahre wird ein hochwertiges Album im typischen ARP-Stil veröffentlicht, danach kramt Axel im reichhaltigen Fundus, sucht eine Setlist mit einigen aktuellen Songs aus und geht auf Tour. So auch im heurigem Jahr mit „Game Of Sins“ im Gepäck.

Nachdem der letzte Wien-Gig von AXEL RUDI PELL in der szene ausverkauft gewesen war, wurde diesmal die etwas größere Simm City als Location genutzt. Leider konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden, die stickige Halle war nur zu zwei Dritteln gefüllt, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.

Eröffnet wurde die Heavy Rock-Party mit LORDS OF BLACK, den Newcomern aus Spanien. Nur wenige Insider waren bei den ersten Tönen anwesend, viele standen draußen noch rauchend und Bier trinkend herum. Das änderte sich gleich, als Frontman Ronnie Romero die Bühne betrat und das Mikro bediente. Bekanntlich hatte sich niemand Geringerer als Ritchie Blackmore den gebürtigen Chilenen für das vielumjubelte RAINBOW-Comeback im Sommer geholt. Wir in der Simm City waren sofort überzeugt, dass good old Richie damit eine perfekte Wahl getroffen hatte.
LORDS OF BLACK legen mit einer unheimlichen Power los und Ronnie schreit sich förmlich die Seele aus dem Leib, sodass man Angst um seine Stimmbänder bekommt, aber nie wie die Thrash-Schreihälse, sondern immer gepflegt, dem Song dienlich. Präzise und schon sehr routiniert präsentieren die vier Spanier einen Querschnitt ihrer zwei Alben – das Publikum wird mitgerissen, besonders bei ihrem namensgebenden Song „Lords Of Black“, einer genialen Power-Rockhymne. Auch episch haben die Herren einiges drauf, denn das zehn-minütige „Ghost Of You“ unterbricht keineswegs die Stimmung. Mit dem abschließendem DIO-Cover „We Rock“ endet der überaus gelungene Auftakt einer sehr talentierten Truppe.

Setlist:
Merciless
Nothing Left To Fear
Everything You’re not
New world’s comin‘
Ghost Of You
Cry No More
Games Of War
We Rock

 

Damit war alles angerichtet für ARP. Nach dem obligaten Intro geht’s gleich mit dem ersten Kracher „Fire“, gefolgt vom nicht minder aufregenden „Fool Fool“ los. Das erste Medley wird von „Nasty Reputation“ eingeleitet und geht nahtlos in „Strong As A Rock“ über. Danach wird’s ruhiger, das sphärische „Oceans Of Time“ und das selten gespielte „The Clown Is Dead“ versetzen uns in romantische Stimmung. Routiniert und wie immer äußerst spielfreudig wird das Programm abgespult, dazwischen die launigen Ansagen des Italoamerikaners Johnny Gioeli, der wieder einmal beweist, dass er zu den besten Hard Rock-Sängern des Planeten gehört. Ein Keyboardsolo des hervorragenden Ferdy Doernberg und das obligate Drumsolo gehören genauso zum Ritual wie die berühmten Medleys. Mit dem packenden „Rock The Nation“ entlässt uns Axel in die Simmeringer Nacht und er wird uns sicher bald wieder beehren.

Setlist:
Fire
Fool Fool
Nasty Reputation/ Strong As A Rock
Oceans Of Time
The Clown Is Dead
Burning Chains
Key’s – Game Of Sins – Drums
Mystica
The Line
Edge Of The World
………….
Masquerade Ball / Casbah
Rock The Nation

 

Fotos von der Wörgl-Show sind hier zu finden: Livereport AXEL RUDI PELL live in Wörgl, 18.09.2016


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