15.10.16, Rattenfängerhalle Hameln,

AUTUMN - MOON - FESTIVAL TAG II

Text: fg | Fotos: fg
Veröffentlicht am 11.11.2016

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Als Highlights des zweiten Tages würde ich CREMATORY, CHRISTIAN DEATH und END OF GREEN hervorheben. Von ZOMBIE BOY waren, trotz großen Vorankündigungen, nicht arg viele Besucher begeistert. Hier wurde mehr Luft in die Umwelt gepustet, als es dieser Gig wert gewesen ist. Viele der Zuhörer verließen bereits vor Ende dieser Show die Rattenfängerhalle. Ein Fotokollege hat es auf den Punkt gebracht: Noch nie – während des ganzen Festivals – ist man ohne mit jemandem zu „kollidieren“ aus der Halle gekommen. Mit anderen Worten, die Publikumspräsenz hielt sich in einem sehr überschaubaren Rahmen.

Ganz anders verhielt es sich bei END Of GREEN. Von der Band hätte man gerne noch mehr hören wollen, denn die Stimme des Sängers Michael Huber ist schon sehr faszinierend und erinnert stellenweise an die klangvolle Stimme von DEINE LAKEIEN-Sänger Aleksander Veljanov. Und musikalisch hat dieser allzu kurze Gig Geschmack auf mehr gemacht.

CREMATORY war wohl die härteste Band an diesem Tag. Aber auch ziemlich fett im Verteilen von dicken, harten Brettern. Friedrich Hebbel schrieb einst: "Man muss das Brett bohren, wo es am dicksten ist.“ Und da haben CREMATORY den Hebel angesetzt. Einfach genial, was hier aus den Gitarren und der Stimme des Sängers herausgeholt wurde. Aber wie auch bei anderen vorangegangenen Konzerten war hier die Zeit viel zu kurz und man hätte sich sehr gerne noch viel länger auf diese Musik eingelassen.

WELLE: ERDBALL ließen die Zeiten, als es mit dem Computerzeitalter losging, ca. Anfang-Mitte der 1980er Jahre, wieder aufleben. Und die Menge an Zuhörern honorierte dies mit unüberhörbarem Applaus. Es ist ja fast unglaublich, was man einem C 64 alles entlocken kann an Musik. Vorausgesetzt, man kann damit auch noch umgehen. Das ist in beeindruckender Weise bestens gelungen. Gerne hätte man hier auch noch mehr davon mitbekommen.

Lang leben die älteren Zeiten, in denen Bands wie z. B. CHRISTAIN DEATH in der Wave-Gothic-Szene ziemlich weit oben auf der Hitliste der Zuhörerschaft gewesen sind. Einfach genial, mit WOWEFFEKT!!! Gänsehaut pur bei dieser Stimme, Gänsehaut pur bei dieser eher minimalen Bühnenpräsenz, dem ganzen Outfit des Sängers und der Sängerin. Und wohl ein mehr als passender Abschluss des diesjährigen Autumn-Moon-Festivals.


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