18. November 2016, Arena, Wien

BATTLE OF THE BAYS - Obituary, Exodus, Prong, King Parrot

Veröffentlicht am 23.11.2016

See English version below.

 

Wien, 18. November 2016, "Battle of the Bays". Als Fan von OBITUARY (seit ich ihre umwerfende Performance auf der "Deathcrusher Tour" letztes Jahr sah) und von EXODUS (seit ca. 14 Jahren) wollte ich sie nicht verpassen, auch wenn die großartigen OVERKILL ebenfalls in der Stadt waren.

KING PARROT kannte ich noch nicht und den Namen PRONG hatte ich zwar schon des Öfteren in Print- und Onlinemagazinen gelesen, aber bisher hatte ich mir keinen ihrer Songs angehört (keine Ahnung warum). Da ich niemand bin, der sich die Opening Acts oder unbekannte Bands nicht ansieht und ich wusste, dass ich einen Livereport schreiben werde, habe ich mir zumindest ein paar ihrer Songs angehört, um einen ersten Eindruck von ihrer Musik zu erhalten. Ehrlich gesagt sind KING PARROT nicht mein Ding, auch wenn ich die lustige Seite in ihrer Musik und ihren Videos sehe. PRONG andererseits, da habe ich das Gefühl etwas verpasst zu haben, da mir das was ich gehört habe wirklich zusagt. Aber warten wir mal ihre Liveperfomances ab für ein finales Urteil.

 

Ich war schon aufgeregt und überglücklich nach der Gelegenheit, den EXODUS-Bassisten Jack Gibson zu interviewen (Interview), als ich dann draußen wartete und mich mit ein paar Fans unterhielt. Einige davon waren fanatische Konzertbesucher, andere waren hier, um eine bestimmte Band das erste Mal zu erleben.

 

Kurz vor 19:30 betrat die einzige nicht-amerikanische Band, KING PARROT aus Australien, die Bühne vor einem mageren Publikum. Zu Beginn zählte ich knapp weniger als 50 Leute im Saal (ein paar mehr waren draußen an der Bar) und davon saßen einige bereits hinten auf den Stufen oder standen mit skeptischem Blick herum. Ich muss zugeben, auch ich muss anfangs wohl etwas skeptisch ausgesehen haben, wie ich an meinem Becher mit Sodawasser nippte, aber langsam konnte ich mich für ihren Act erwärmen. Es gab ein paar Typen, die anfingen ein bisschen headzubangen und unübersehbar war der Zwei-Mann-Moshpit.

Der Opening Act zu sein kann wie eine ganz schön undankbare Aufgabe wirken, aber trotzdem legten KING PARROT gleich energiegeladen los und ließen nicht nach. Sie versuchten nicht nur unterhaltsam, sondern auch lustig zu sein. Speziell der Sänger, Matthew "Youngy" Young, schnitt ständig Grimassen und schien es zu genießen, Wasser auf sich selbst und ins Publikum zu spritzen, bevor er die leeren Plastikflaschen in die kleine Menge warf. Die nackten Bäuche von Young und Bassist Wayne "Slatts" Slattery waren kein sehr ästhetischer Anblick und während ich noch immer dachte: "Ich wünschte der Sänger würde zumindest seine Hose ein paar wenige Zentimeter hochziehen", drehte er sich um und präsentierte dem Publikum sein nacktes Hinterteil, das er am Ende nach der Ankündigung "one more song" nochmals herzeigte.

Ihr Set hat ein bisschen wie ein Comedygig angemutet (inklusive Zwischenruf aus dem Publikum), aber wenn man mal über ihren Gimmick hinwegsieht und auf ihre musikalische Leistung achtet, merkt man, dass sie eine sehr solide Band sind. Persönlich finde ich ihre Musik zwar etwas gewöhnungsbedürftig, ich würde wahrscheinlich nicht extra zu einer Show gehen, um sie zu sehen, aber bei so einer Gelegenheit oder auf einem Festival würde ich sie mir nicht entgehen lassen.

Aber was weiß ich den schon? Fragen wir mal die kleine Gruppe KING PARROT-Fans, die während ihrer Show völlig abgegangen sind. Thomas kam in erster Linie, um KING PARROT zu sehen. Er ist auf die Band aufmerksam geworden, als sie 2015 als beste Newcomer bei Metal Hammer's "Golden Gods Awards" nominiert waren. Er war überglücklich und erzählte mir, dass drei der gespielten Songs wahrscheinlich neu waren, da er sie bisher nicht gehört hatte. Das einzige, das er zu beklagen hatte, war, dass für seinen Geschmack das Set zu kurz war.

 

Es folgte ein ästhetisch ansprechenderer Anblick: PRONG. Oh, mein Gott! Es hatte mir schon jemand, der schon ein paar Mal mit ihnen gespielt hat, erzählt, dass sie live exzellent sind und das sollte sich bewahrheiten.

Wer wie ich eine Schwäche für fantastische Gitarrensoli und herzhafte Riffs hat (und welcher Liebhaber von Rockmusik hat das nicht?) wäre wahrscheinlich ebenso begeistert gewesen. Vom beeindruckenden, aber kurzen Solo in "Cut Rate" an sind meine Augen die meiste Zeit auf Sänger/Gitarrist Tommy Victor und seine Gitarre gerichtet. Während man schon bei KING PARROT den Boden vibrieren spürte, bewirkt PRONGS Musik und speziell die Soli so ein angenehmes, aufregendes Gefühl, das verschiedenste Körperteile durchfährt. Besonders gefallen haben mir "Unconditional" und "Cut and Dry" (ein wirklich feines Solo). "Whose Fist Is It Anyway?" war ein weiteres Highlight (auch wenn manche Leute ihre Faust nicht in die Luft streckten) und "Snap Your Fingers, Snap Your Neck" ist sowieso ein Ohrwurm.

Es war ein etwas schwieriges Publikum und zu manchen kam man einfach nicht durch, egal wie oft man sie aufforderte: "make some noise motherfuckers!". Die Fans im vorderen Teil des Saals schienen aber Spaß gehabt zu haben. Da war ein kleine Gruppe von sagen wir mal sehr kurzhaarigen Männern, die headbangten, aber auch mehrere Frauen schienen das Set zu genießen.

Schade, dass letzten Endes keiner meiner Kollegen Zeit hatte, das Konzert zu besuchen um Fotos zu schießen, da Victor die Kunst, während des Spielens möglichst fotogen zu posieren, wirklich beherrscht.

Obwohl nur drei Mann, haben sie sich gut gegen die anderen Bands behauptet. Da war ein wahnsinniger Schwung in ihrer Performance. Es hat mir wirklich super gefallen und ich würde sie jederzeit wieder ansehen. Offensichtlich muss ich da noch einiges aufholen (verdammt, wieder eine Band und somit einige Alben mehr für meine Suchliste).

Wie es den PRONG-Fans gefallen hat? Ich habe mich mit einer netten Dame unterhalten, Bettina, die extra für die "Battle of the Bays" aus Deutschland angereist gekommen war. Sie ist seit 1996 ein Fan von PRONG und hatte lange darauf gewartet sie live zu sehen und wollte sie nun nochmal sehen (aber nicht nur diese Band, sie ist auch ein Fan von OBITUARY). Es hat sie einfach gefreut dabei zu sein und Spaß zu haben. Während sie es auf der einen Seite toll fand, so viel Platz zum austoben zu haben, so war sie doch andererseits genauso wie ich der Meinung, dass es schade war, dass nur so ein kleines Publikum für so eine großartige Band da war, und wir konnten beide nur den Kopf über jene schütteln, die hinten regungslos auf den Stufen saßen.

Setlist:

Eternal Heat
Cut Rate
Beg to Differ
Unconditional
Ultimate Authority
Turnover
Cut and Dry
Whose Fist Is This Anyway?
Snap Your Fingers, Snap Your Neck
Sense of Ease

 

Die erste Minute des Sets von EXODUS begann vielleicht etwas soft, da sie mit "the Ballad of Leonard and Charles" starteten, aber nach dem Intro des Songs legten sie mit voller Power los und blieben gnadenlos bis zum Ende.

Das war vielleicht ein Anblick! Von Beginn an wurde auf der Bühne so richtiges Headbanging vorgeführt. Die Gitarristen waren fantastisch (Lee sowieso und Kragen Lum machte einen wirklich guten Job als Ersatz für Gary Holt), Schlagzeug und Bass waren voller Spielfreude und Zetros Stimme einfach umwerfend! Er klang mindestens so gut wie auf den Alben und schaffte es auch die Songs, bei denen er ursprünglich nicht als Sänger fungierte, zu seinen eigenen zu machen. Während viele andere Bands ihrer Altersklasse ihre alten Songs tiefer stimmen müssen (manchmal so sehr, dass die Songs nur noch Schatten ihrer selbst, oder im schlimmsten Fall kaum wiederzuerkennen sind) klingen EXODUS noch immer unglaublich gut.

Wie mir Jack vor der Show erzählt hat, sind ihre Shows darauf abgestimmt, dass das Publikum keine Verschnaufpause bekommt und das Pit am laufen bleibt. Das wurde sehr augenscheinlich, da hier ein Wahnsinnssong auf den nächsten folgte. Es wurden viele Songs von den älteren Alben gespielt (besonders "Bonded By Blood"), aber auch der Titelsong ihres letzten Albums "Blood In, Blood Out" sowie "Body Harvest" kamen sehr gut an, da sie mitreißen und das Publikum zum Mitmachen animieren (auch wenn es nur das Schreien der Worte "Blood In, Blood Out" und "Body Harvest" ist). Es würde mich nicht überraschen, wenn diese Songs auch in Zukunft immer wieder auf ihren Setlists auftauchen. Den Song "Deranged" widmeten sie einem Fan, Virginia, die an dem Tag Geburtstag hatte (das ist mal eine wirklich nette Art, um einen Geburtstag zu feiern) – sie muss sich darüber bestimmt gefreut haben. Auch für Lemmy haben sie einen Song gespielt. Nein, nicht die unzähligste Coverversion von "Ace of Spades", sondern ihren eigenen Song "War Is My Shepherd".

Während ihres Sets wurde es (zumindest vorne) merkbar voller. Wie Zetro anmerkte, war diese Nacht "a lot of thrash in town" und ich vermute, dass viele Fans von EXODUS auch Fans von OVERKILL sind und umgekehrt. Das hat möglicherweise seine Spuren hinterlassen, was die Anzahl der Thrash Metal-Fans betraf. Auch wenn es unmöglich war, das Pit die ganze Zeit am Laufen zu halten, wurde durchaus auch gemosht und manchmal ging's auch etwas wilder zu. Selbst wenn man auf der Seite stand, war man nicht sicher davor (unbeabsichtigt) einen Ellenbogen gegen das Kinn zu bekommen und ich hatte meinen ersten Drink seit sieben Jahren in Form einer Bierdusche, aber es war ein Spaß. Passenderweise mutierte Zetro für einen Moment zu Moses, als er das Meer (naja, so ähnlich) an Fans für eine letzte Attacke teilte.

Von Tom Hunting konnte man während des Sets nicht viel sehen, aber er scheint offensichtlich ein Spaßvogel zu sein und weiß, wie man die Masse anheizt. Schon ganz am Anfang stieg er auf sein Drumkit und streckte die Zunge raus, und vor der Zugabe zog er sein Shirt aus, trommelte auf seine Brust und spähte ins Publikum.

Mir hat jede Sekunde davon unheimlich gefallen!

Der überraschendste Song des Abends folgte nach ihrem Set. Während die Roadies mit dem Umbau beschäftigt waren, wurden viele Metal-Klassiker wie "Screaming for Vengeance" und "Killers" gespielt. Als "Lollipop" von den CHORDETTES ertönte, war das ziemlich unerwartet.

Setlist:

The Ballad of Leonard and Charles
Blood In, Blood Out
And Then There Were None
Deranged
Body Harvest
Piranha
Blacklist
War Is My Shepherd
Bonded By Blood
The Toxic Waltz
Strike of the Beast

 

Als OBITUARY die Bühne betraten, war der Boden aufgrund der Menge an verschüttetem Bier klebrig geworden und mit Plastikbechern vollgemüllt.

Während EXODUS bereits ein unstoppbares Energiebündel waren, machten OBITUARY das Publikum völlig platt. Da war kein Platz mehr für kleine Reize, die Musik ging durch Mark und Knochen und dröhnte im ganzen Körper.

Die Band war wirklich 'tight', und sie ließen es so leicht aussehen, doch wenn man genau hinsah, konnte man erkennen, dass sie ihr Ganzes gaben und dabei ins Schwitzen gerieten, wie man an den Haaren, die an Donald Tardys nassem Rücken klebten, sehen konnte. Die Show war sehr professionell und auch ihre Bühnenshow war die aufwändigste, mit intensiver Beleuchtung und etwas Rauch. Das hat zwar zur Stimmung beigetragen, ist aber bei Bands, die so gut sind wie jene an diesem Abend, nicht unbedingt notwendig.

Jetzt wurde es wirklich voll. Da waren nun ziemlich viele Leute, die headbangten und Spaß hatten. Auch die Band wirkte während ihrer kurzen Bierpausen sehr fröhlich.

John Tardy ist nicht die Art von Frontmann, die viel mit dem Publikum kommuniziert, aber das störte die Leute nicht, sie liebten die Songs. OBITUARY spielten ziemlich viele Songs von ihrem Debütalbum aus 1989, "Slowly We Rot", aber auch Songs wie den neuen "Ten Thousand Ways To Die" und die CELTIC FROST-Songs "Dethroned Emperor" und "Circle of the Tyrants". Trevor Peres trat ans Mikrofon um anzukündigen, dass die Performance zu "Visions in my Head" (von ihrem letzten Album, "Inked in Blood") mit einer 3D Kamera aufgenommen werde (man darf auf das Ergebnis gespannt sein).

Viele der Leute, mit denen ich mich unterhalten haben, waren vor allem (oder nur) wegen OBITUARY gekommen. Manche schwelgten in Erinnerungen über das erste Mal, als sie OBITUARY gehört hatten. So wie Markus, der meinte, dass "Internal Bleeding" die erste Death Metal-Nummer gewesen war, die er je gehört hatte, die er sich 1991 auf Kassette mit seinem Freund Christoph angehört hatte. Ihnen allen schien die Show zu gefallen. Eine überglückliche Bettina warf mir während des Sets einen Blick zu, und ich wusste genau was sie meinte, da ich auch völlig hin und weg war.

Setlist:

Internal Bleeding
Words of Evil
Chopped in Half / Turned Inside Out
Intoxicated
Visions in my Head
Deadly Intentions
Bloodsoaked
Ten Thousand Ways to Die
Dying
Find the Arise
'Til Death
Don't Care
Dethroned Emperor / Circle of the Tyrants
Slowly We Rot

 

Es war ein absolut umwerfender Abend und es fiel mir schwer, über die Bands (insbesondere PRONG, EXODUS und OBITUARY) zu schreiben, ohne mich zu wiederholen, da sie alle exzellente Musiker sind und ihre Performances erstklassig waren, und es war eine Freude, sie alle mit so viel Leidenschaft spielen zu sehen. Ich bin wirklich froh darüber, nichts davon verpasst zu haben.

Während des Konzerts dachte ich zu mir: "There are plenty of women who claim that they've never felt the earth move." (Anm.: Anspielung auf ein Zitat von Hemingway aus "For Whom the Bell Tolls"). Die wissen gar nicht, was sie da verpasst haben!

Es war auch angenehm, dass nicht viele Smartphones hochgehalten wurden, da es ziemlich nervig sein kann, wenn die ersten Reihen von Leuten blockiert werden, die eine wackelige Aufnahme vom ganzen Konzert machen.

Am meisten verblüfft bin ich über die Leute, die hinten ein Sit-in veranstalteten. Ich verstehe, der Saal lädt quasi dazu ein, aber wie kann man während Songs wie "The Toxic Waltz" auf seinem Hinterteil sitzen? Irgendwie musste ich bei diesen Leuten an den Titel einer EP von OVERKILL denken (alle sechs Rufzeichen inklusive).

Es ist wirklich schade, dass so wenig Leute da waren (vor allem während der ersten Acts). Am Ende traf ich aber doch noch einen enthusiastischen EXODUS-Fan, der zwei Wochen vorher extra nach Graz gereist war, um OVERKILL zu sehen und keinen der beiden zu verpassen. Seine Meinung? Er fand EXODUS besser. "Aber es heißt doch, dass OVERKILL ein großartiger Live Act ist?" – "Ja, die waren großartig, aber EXODUS waren noch besser."

 

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Vienna, 18th of November 2016, "Battle of the Bays". As a fan of OBITUARY (since seeing their killer live show at last year's "Deathcrusher Tour") and a fan of EXODUS for about 14 years, it's something I didn't want to miss (even though the mighty OVERKILL are also in town tonight).

I hadn't heard of KING PARROT and I had only come across the name PRONG several times in print and online magazines, but I had never listened to any of their songs (I really don't know why). I'm not the kind of person who doesn't turn up for opening acts or bands I'm not familiar with, and knowing that I'm gonna write a live report, I did at least listen to a few of their songs in order to get a first impression of their music. Frankly, though I did see the funny aspects in KING PARROT'S music and videos somehow isn't my cup of tea. PRONG on the other hand, I feel like I really missed out on something there as I did dig what I was hearing. But let's wait for the live performances for my final verdict.

 

Already excited and super happy after having had the opportunity to interview EXODUS bassist Jack Gibson (interview), I was waiting outside, chatting with a few fans, some of them fanatic concert-goers, some of them here to see a particular band for the first time.

 

Shortly before 19:30 the only non-American act of the night, Australia's KING PARROT hit the stage in front of a measly crowd. At the beginning I counted a bit less than 50 people in the hall (some more outside at the bar) and some of those were already sitting on the stairs in the back or standing around with a sceptical look on their face. I have to admit, I too probably looked a bit sceptical in the beginning, standing there sipping my cup of soda, but found myself slowly warming to their act. And there were some guys who started to bang their heads a little bit. And impossible to miss was the two-man-mosh pit.

Being the opening act can seem somewhat like a bit of a thankless task; nevertheless, KING PARROT went into full energy mode right from the start and didn't slow down. They tried very hard to be not only entertaining, but also funny. The singer, Matthew "Youngy" Young, in particular, was grimacing all the way through the show and seemed to be really into squirting. Squirting water that is, onto himself and into the audience before throwing the empty plastic bottles in the crowd. Mind you, KING PARROT with Young's and bass guitarist Wayne "Slatts" Slattery's naked bellies on display wasn't the most aesthetically pleasing sight, and as I kept on thinking I wish the singer would at least pull his trousers up an inch, he turned and presented the crowd his naked behind, which he displayed again after announcing "one more song" at the end.

On the whole their set felt a bit like a comedy gig (including a heckler in the audience), but if you look past their gimmick and actually pay attention to their playing you will notice that they are a pretty solid band. Personally, I still think they are an acquired taste; I probably wouldn't go to a show just to see them, but on an occasion like this or at a festival I definitely wouldn't want to miss them.

But who am I to judge? Let's ask the small bunch of KING PARROT fans that went completely mad during their set. Thomas came here mainly because he wanted to see KING PARROT. He became aware of them after they had been nominated as best newcomers at Metal Hammer's "Golden Gods Awards" in 2015. He was totally happy and told me that there had been three songs in the set which were probably new as he hadn't heard them before. The only thing he bemoaned was that the set was too short for his liking.

 

Next a more aesthetically pleasing sight: PRONG. Oh my god! I had been told by someone who has played with them several times that they're excellent live and that turned out to be true.

If you, like me, are a sucker for fantastic guitar solos and tasty riffs (is there anybody who loves rock music who isn’t?) I guess you would have loved it, too. From the pretty impressive but short solo in "Cut Rate" onwards I found my eyes mostly glued to singer/guitarist Tommy Victor and his guitar. While you could already feel the floor trembling during KING PARROT'S set, PRONG's music and in particular the solos did send thrilling sensations through various parts of my body. I particularly enjoyed "Unconditional" and "Cut and Dry"(really nice solo). "Whose Fist Is It Anyway?" was another highlight (even if some people couldn't even be bothered to put their fist in the air) and "Snap Your Fingers, Snap Your Neck" is a catchy tune anyway.

Some of the crowd was pretty tough and impossible to reach, no matter how many times they were told to "make some noise motherfuckers!" But the fans in the front of the hall seemed to be having fun. There was a small bunch of let's say very short-haired men head banging, but there also were more women who enjoyed this set.

What a pity none of my colleagues could make it to the show to take pictures in the end, as Victor really seems to have mastered the art of playing in photogenic poses.

Though they are only a three-piece, they held their own against the other bands. There was an incredible momentum to their performance. I really loved it and would watch it anytime again. Seems like I've got some catching up to do (damn, another band and thus more records added to my search list).

And how did the PRONG fans enjoy it? I was talking to a nice lady, Bettina, who came here from Germany just to see the "Battle of the Bays.” She's been a fan of PRONG since 1996 and had waited long to see them live and now wanted to see them again (but not just them, as she's also a fan of OBITUARY). She was just happy to be there and having a blast, and while on the one hand she was happy to have so much space to let her hair down and have fun, on the other hand she agreed that it was a pity that there has been such a small crowd for such an awesome band. And we both shook our heads at the people who just sat there without any emotion.

Setlist:

Eternal Heat
Cut Rate
Beg to Differ
Unconditional
Ultimate Authority
Turnover
Cut and Dry
Whose Fist Is This Anyway?
Snap Your Fingers, Snap Your Neck
Sense of Ease

 

The first minute of EXODUS' set might have sounded a bit soft, as they started with "the Ballad of Leonard and Charles" but after the song's intro they went into full power mode and showed no mercy right through the very end of their set.

What a sight it was! There was some serious head banging going on onstage right from the start. The guitarists were fantastic (Lee anyway, and Kragen Lum did a really good job standing in for Gary Holt), the rhythm section was on fire, and Zetro's voice was simply amazing! He sounded easily as good as on the records and managed to make the songs which weren't originally sung by him his own. While many other bands their age have to down tune their old songs (sometimes so much that the songs only become shadows of their former selves, and in the worst case barely recognizable) EXODUS still sounds fantastic.

As Jack had told me before the show, their sets are tailored so that the crowd never gets a break and the pit keeps on going, and this became totally transparent as there was one killer tune after another. The band played many songs from their older records (especially "Bonded By Blood"), but the title track from their last album "Blood In, Blood Out" and "Body Harvest" also went down very well with the crowd, as they are really catchy and encourage audience participation (even if it's just shouting out the words "Blood In, Blood Out" and "Body Harvest"). It wouldn't surprise if these songs keep popping up on their set lists in the future. They dedicated "Deranged" to one of their fans, Virginia, who was having a birthday (now that's a nice way to celebrate a birthday), who must have been thrilled. They also played one song for Lemmy. No, not another one of those countless covers of "Ace of Spades", but their own song "War Is My Shepherd.”

It was getting noticeably more crowded during their set (at least in the front). As Zetro remarked, there was "a lot of thrash in town" that particular night, and as I assume that many fans of EXODUS are also fans of OVERKILL and vice versa, which might have taken its toll on the attendance of the thrash metal crowd this night. Even though it was impossible to keep the pit going all night, there was quite a bit of moshing going on, and it sometimes got a bit raucous. Even standing on the side one wasn't safe of (accidentally) getting an elbow on the chin, and I also had my first drink in seven years as I got a beer shower, but it was all good fun. For a moment Zetro fittingly turned into Moses and parted the sea (well, sort of) of fans for one last attack.

I couldn't see much of Tom Hunting during the set, but he's obviously quite a funster and knows how to get the crowd going, as he got up on his kit first at the very beginning sticking out his tongue, and before the encore he took off his shirt before drumming on his chest and peeking into the crowd.

I loved every second of it!

The most unexpected song followed right after their set. While the roadies got busy after the set, many classic metal songs, such as "Screaming for Vengeance" and "Killers," got played, so hearing "Lollipop" by THE CHORDETTES was quite surprising.

Setlist:

The Ballad of Leonard and Charles
Blood In, Blood Out
And Then There Were None
Deranged
Body Harvest
Piranha
Blacklist
War Is My Shepherd
Bonded By Blood
The Toxic Waltz
Strike of the Beast

 

By the time OBITUARY entered the stage, the floor had become very sticky due to the amount of spilled beer, and littered with plastic cups.

While EXODUS was an unstoppable powerhouse, OBITUARY completely floored the audience. There was no more room for little thrills; one could feel the music booming in one's entire body right down to the marrow.

The band was really tight and they made it seem so effortless, though if you took a closer look you could see that they were pushing themselves and working up a sweat, as Donald Tardy's hair was sticking to his back. Their show was really professional and they had the most elaborate stage show, with lots of intense lighting and a bit of smoke. This did add to the mood, though it isn't particularly necessary with bands as good as the ones on this evening.

Now it was getting really crowded. There were quite a lot of people banging their heads and having fun. The band too looked seemingly happy during their short beer breaks.

John Tardy isn't the type of frontman interacts a lot with the audience, but the crowd doesn't care, they just loved the songs. OBITUARY steamrolled through several songs from their 1989 debut album "Slowly We Rot," along with songs like the recent "Ten Thousand Ways To Die" and the CELTIC FROST songs "Dethroned Emperor" and "Circle of the Tyrants." Trevor Peres stepped to the microphone to announce that the performance of "Visions in my Head" (off their last album "Inked in Blood") was going to be filmed with a 3D camera.

Many of the people I talked to came here primarily (or even just) for OBITUARY. Some of them were reminiscing about first hearing OBITUARY, like Markus who said that "Internal Bleeding" was the first death metal number he ever listened to back in 1991 on cassette with his friend Christoph. They all seemed to really enjoy the show. A very happy Bettina gave me a look during the set and I knew exactly what she meant as I was completely bowled over, too.

Setlist:

Internal Bleeding
Words of Evil
Chopped in Half / Turned Inside Out
Intoxicated
Visions in my Head
Deadly Intentions
Bloodsoaked
Ten Thousand Ways to Die
Dying
Find the Arise
'Til Death
Don't Care
Dethroned Emperor / Circle of the Tyrants
Slowly We Rot

 

It was an absolutely amazing evening and it was hard writing about the bands (in particular PRONG, EXODUS and OBITUARY) without repeating myself as they were all excellent musicians, their performances top-notch, and it was a pleasure to watch them all play with so much passion. I'm really glad I was there and didn't miss any of it.

There are plenty of women who claim that they've never felt the earth move. Girls, you don't know what you've been missing!

It was also nice that there weren't that many smart phones in the air, as it can be quite annoying when people block the front rows making a shaky video of the entire performance.

The thing that baffles me the most is the people who were having a sit-in at the back. I know the hall with its structure encourages that, but how can people sit on their backsides during songs like "The Toxic Waltz"? Somehow those people made me think of a title of an OVERKILL EP (including all six exclamation marks).

It's a pity so few people showed up (especially for the first few acts). In the end I did meet one very enthusiastic fan of EXODUS who went to Graz two weeks earlier to see OVERKILL so that he hadn't had to miss out on any of them. His opinion? He preferred EXODUS. "But aren't OVERKILL said to be a great live act?" – "Yes, they were great, but EXODUS were even better."


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