21.01.2017, Gasometer, Wien

POWERWOLF & EPICA & BEYOND THE BLACK

Text: Lady Cat | Fotos: Lady Cat
Veröffentlicht am 28.01.2017

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Nein, es war nicht Vollmond! Und doch versammelte sich eine ordentliche Meute an Wölfen bzw. Wolf-Fans an diesem kalten Abend im Gasometer, um mit dem deutschen Hit-Export POWERWOLF eine Metal-Messe zu feiern.

Im Vorprogramm das süße deutsche Fräulein-Wunder Jennifer Haben von BEYOND THE BLACK mit ihren neuen Band-Kollegen und die glitzernde Holländerin Simone Simons von EPICA mit zart-roter Chili-Note.

Vom Management betreffend des Aufenthaltes in der Halle außerhalb der Fotoaufnahmen etwas ausgebootet, kann ich nur mitteilen, dass die beiden Damen und ihre Männer die Halle schon ganz schön ins Kochen brachten, bevor die Powerwölfe nach längerer Umbauzeit die Bühne stürmten.

Und ja, es war ein richtiger Sturm, den Attila, Matthew, Charles, sowie Roel und Falk lostraten. Angefangen vom Herumfetzen der beiden Grauwölfe an den Gitarren, über Falk, bei dem man den Eindruck hatte, dass er lieber am Bühnenrand stand, als hinten an den Tasten, bis hin zu Oberpriester Attila, herrschte ständig Bewegung auf der Bühne. Dazu die tolle Lichtshow, die gruselige Schminke und die Fratzen, die Matthew und Charles zum Besten gaben - ein wahres Fest für den Fotografen in mir und eine herrlich umfangreiche Ausbeute an schrägen Fotos, von denen ein kleines "Best Of" in der Galerie zu finden ist.

Nachdem ich dann mein Foto-Equipment sicher verstaut hatte, konnte auch ich endlich POWERWOLF in vollen Zügen genießen. Schon Mitgerissen bei den Klassikern "Blessed & Possessed", "Army Of The Night" oder "Amen & Attack", ging die Post bei "Coleus Sanctus" dann voll ab. Attila war in seinem Element und wie üblich Showman Nummer eins an der Front. Er heizte das Publikum an, lieferte die üblichen Fragen und gab die bekannten Aufträge. Lustig dann das geplante Einsatz-Geben für den "Ohhoohooooo"-Chor des Publikums. Attila schaffte grad mal den Start und dann legte der Saal alleine los, ohne auf seine Einsätze zu warten. Falk gefiel das besonders und er spielte den Gegenclown, möchte ich fast sagen. Bis schließlich der lachende Metal-Priester dem Ganzen doch Schluß machte und nun alle nach seiner Pfeife tanzen ließ. Bis zu total verrückten, nachzusingenden Ansagen, die fast jeden Fan zum Lachen brachten.

Ausnahmsweise gab es diesmal bei "Resurrection by Erection" nicht die üblichen Anmachsprüche, Attila nahm an diesem Abend einen gemächlicheren Einstieg in den Song, was aber auch nicht schadete, und arbeitete dafür auf den Höhepunkt, bzw. "Lupus Dei" hin, was wirklich nach Messe und Gebet klang und auch entsprechend mit Licht und Flamme in Szene gesetzt wurde.

Bis hin zu den hoch bejubelten Zugaben kann man sagen, dass POWERWOLF genau das lieferten, was man von ihnen erwartete. An diesem Abend wurde sicher kein Fan enttäuscht und es gab sehr wahrscheinlich zahlreiche neue, weil das Gesamtkonzept stimmt und man nicht nur Musik, sondern auch Show mit einer ordentlichen Prise Humor gewürzt serviert bekommt. Das war Entertainment pur - und mögen viele auch bei der Metal-Messe die Augen verdrehen, es hat sich gelohnt, diese Zeit mit der Band zu verbringen und mitzuleben.

So habe nicht nur ich, sondern auch unzählige Fans die Halle mit einem Happy-Gefühl verlassen, in der Hoffnung, dass die Jungs bald wieder mal nach Wien kommen werden.
 

Setlist (nach bestem Wissen und Gewissen)

  1. Lupus Daemonis
  2. Blessed & Possessed
  3. Army Of The Night
  4. Amen & Attack
  5. Coleus Sanctus
  6. Dead Boys Don’t Cry
  7. Sacred & Wild
  8. Armata Strigoi
  9. Let There Be Night
  10. Resurrection by Erection
  11. Werewolves of Armenia
  12. We Drink Your Blood
  13. Lupus Dei

    Zugabe
  14. Sanctified With Dynamite
  15. In The Name Of God (Deus Vult)

 


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