10.02.2017, Subrosa, Dortmund

ORANGO & NAP

Text: inhonorus | Fotos: inhonorus
Veröffentlicht am 24.02.2017

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An diesem Freitagabend keimte im Dortmunder Subrosa ein klitzekleines Fünkchen Freak Valley Festival-Feeling auf. Die Norwegischen Southern/Classic-Rocker von ORANGO statteten, mit neuen Album im Gepäck, der Stadt einen längst überfälligen Besuch ab. Im Gepäck hatten sie die deutschen Heavy Rock/Psychedelic Rocker von NAP aufgelesen.

 

Als NAP Punkt 20 Uhr die Bühne betrat war die Hafenschänke Subrosa ordentlich gefüllt. Ohne großes Palaver startete man mit „Autobahn“ in die kurze, doch sehr knackige Setlist. Zwar gründeten sich NAP bereits 2013, doch das Debütalbum „Villa“ war zum Zeitpunkt des Konzerts noch nicht veröffentlicht (VÖ: 03.03.2017), jedoch konnte man sich schon an jenem Abend mit der Debütlangrille am Merch-Stand eindecken. Das die meisten der Besucher vor dem Konzert noch nicht einen Akkord der deutschen Psychedelic Rocker gehört hatten, tat dem Auftritt keinen Abbruch. Eher ganz im Gegenteil. Die Jungs aus Oldenburg konnten das, eigentlich wegen ORANGO angereiste, Publikum sehr schnell mit ihrer Mischung aus Psychedelic-, Space-Rock und ausgedehnten Jam-Session-Einlagen überzeugen. Songs wie „Larva“ oder das BLACK-SABBATH-Rifflastige „Sabacia“ überzeugten auf voller Länge und zündeten auf Anhieb. Es gab zwar hier und dort einige Tonschwierigkeiten, sodass anfangs die Vocals etwas im Instrumentengewand untergingen und auch die Anspannung der Band, gerade seitens des Sängers, konnte man nahezu spüren, doch das tat dem Auftritt keinen Abbruch. Nach „Autobahn“ kündigte Sänger Ruphus an, das sie sich zeitlich ranhalten müssten und es so weniger Gelaber, stattdessen mehr Songs geben werde. Zwar wurde wegen Zeitmangel, trotz der vielen Zugabe-Rufe, auf „Donnerwetter“ verzichtet, doch NAP konnten mit ihrer Live-Performance mehr als überzeugen. Zwar ist NAP im Grunde noch eine ganz junge Band, die immer mal wieder Erinnerungen an KADAVAR meets NIRVANA (Sänger Ruphus hat etwas vom guten alten Kurt) wachruft, doch in naher Zukunft könnte sich das Trio aus Oldenburg einen großen Namen erspielen – die Grundlagen sind jedenfalls ausreichend da.

 

Und dann standen auch schon die Norweger von ORANGO auf dem Plan. Mit „The Mules Of Nana“ brachte man zugleich auch ein neues Album mit auf Tour. In Norwegen hat sich das Trio schon längst einen guten Namen erspielt, doch in unseren Breitengraden lässt der Erfolg auf sich warten. Und das trotz starker Alben wie „Battles“, oder aber eben der aktuellen Langrille „The Mules Of Nana“. Vielleicht liegt es daran, dass man zu Classic-Rock-lastig daher kommt, zu sehr alten Bands a la CROSBY, STILLS & NASH oder LYNYRD SKYNYRD ähnelt und der eigene Sound daher etwas auf der Strecke bleibt. Denn an ORANGOs Fertigkeiten und den sehr starken Alben kann es nicht liegen. So war die Setlist anfangs auch vollständig mit Songs wie „Heartland“, „The Honeymoon Song“, „Head On Down“, „Haizy Chains Of Mountain“ und „Tides Are Breaking“ auf die aktuelle Langrille abgestimmt. Der Sound war klar. Die Soundabstimmung hervorragend. Die Bühnenpräsenz überzeugend. Und so konnte man mit dem ersten Song des Abend „Heartland“ das Publikum auch ohne große Mühe sofort mitreißen. „Dirty Ride“, „Cajun Queen“ und „Diggin for Praise“ vom sehr starken Vorgängeralbum „Battles“ rundeten ebenso wie die „Been Gone Too Long“-Auskopplung die Setlist ab. Auch wenn Songs wie „Heirs“, „Give Me a Hundred“ oder das ausufernde „Wooden Hymn“ leider in der Setlist fehlten war es, wie erwartet, ein überzeugender Auftritt der Norweger.

 

NAP – Setlist:

  • Autobahn
  • Larva
  • Vorlaut
  • Sabacia
  • Ungeheuer

 

ORANGO – Setlist:

  • Heartland
  • The Honeymoon Song
  • Head On Down
  • Hazy Chains Of Mountains
  • Tides Are Breaking
  • Dirty Ride
  • Sundown
  • Jade Stones
  • Been Gone Too Long
  • Hard H.W.
  • Driftwood
  • Cajun Queen
  • Diggin for Praise

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