31.3.2017, ((szene)) Wien, Wien

DARK TRANQUILLITY & OMNIUM GATHERUM

Text: Lee | Fotos: Kalti
Veröffentlicht am 06.04.2017

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OMNIUM GATHERUM eröffneten den Abend in der ((szene)) vor einer ungeduldigen Menge, die sich bereits am frühen Abend vor der Bühne versammelt hatte. Ein eindeutiger Indikator dafür, dass OMNIUM GATHERUM den Untergrund lange hinter sich gelassen haben. Mit einem gewissen Bekanntheitsgrad spielt es sich doch noch mal besser in den diversen Locations der angetourten Städte.

Den Zuhörern in Wien wurde an diesem Abend eine ordentliche Portion Death Metal verpasst – und obwohl DARK TRANQUILLITY eine gewaltige Marke sind, konnten OMNIUM GATHERUM die Leute absolut begeistern. Obgleich AMON AMARTH die ((szene)) nicht bespielten, tat das dem Zustrom an Besuchern keinen Abbruch, es war von Anfang bis Ende bis zum Bersten voll.

 


OMNIUM GATHERUM

Sowohl durch den charismatischen Fronter Jukka als auch durch die Grimassen-schneidenden und absolut motivierten Musiker wurden OMNIUM GATHERUM von Song zu Song beeindruckender auf der Bühne. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Sound renkte sich auch das ein und dem Genuss von feinem, melodischem Death Metal stand nichts mehr im Wege.
Es ist immer eine Freude, ein Konzert zu besuchen und dann zu sehen, wie die Musiker in ihre eigene Musik hineinkippen und darin aufgehen, total im Genuss stehen. Das ist authentisch und macht die Show direkt um ein Vielfaches besser.
Nach dem großartigen Album „Beyond“ (2013) legten sie mit „Grey Heavens“ (2016) ordentlich nach – live sind die Songs vom neuesten Werk eine Macht. Unmöglich dabei ruhig stehenzubleiben! Auch nach der Show zeigten sich die Musiker noch abseits der Bühne, schüttelten Hände und schossen Fotos mit den Fans – echt außerordentlich sympathische Leute.

 

DARK TRANQUILLITY starteten nach kurzem Umbau direkt mit Vollgas, mit ebenso guter Laune wie OMNIUM GATHERUM zuvor und noch besserem Sound. Während bei OMNIUM GATHERUM das Keyboard kaum hörbar (leider) und der Sänger anfänglich noch viel zu leise eingestellt gewesen war, war der Sound bei DARK TRANQUILLITY einwandfrei. Dazu noch eine ziemlich ausgefeilte und verdammt bunte Lichtshow – fast ein bisschen zu bunt – und DARK TRANQUILLITY zeigten sich von ihrer Schokoladenseite. Oder wie auch immer man die gute Seite des Death Metal nennen würde.


DARK TRANQUILLITY

Mikael hatte auf alle Fälle ein äußerst ansteckendes Lachen – offenbar erfreut, wieder mal in Wien zu gastieren, zeigten DARK TRANQUILLITY, wie eindringlich das neue Album „Atoma“ (2016) wirkt, wenn man es quasi hautnah erlebt.
Das nunmehr elfte Studioalbum der Schweden zeigt, dass stetige Weiterentwicklung eine Band in eine Richtung führen kann, die nicht zwingend erwartet wird und ihr trotzdem gut zu Gesicht steht. „Atoma“ ist streckenweise fast poppig, wenn man beispielsweise die Anfangssequenz vom Track „Atoma“ hört, kriegt man das einfach nicht mehr aus dem Ohr. DARK TRANQUILLITY waren immer schon groß im Spiel mit Melodien, was sie grundlegend von anderen Death Metal-Partien unterscheidet – dieses Spiel haben sie jetzt an die Spitze getrieben. Den fliegenden Wechsel zwischen cleanem Gesang und kehligen Growls macht Mikael mit Leichtigkeit, überhaupt sahen DARK TRANQUILLITY beim Gig in der ((szene)) herrlich unangestrengt aus – ohne dabei zu wirken, als wäre es ihnen egal, wo und für wen sie spielen.
Der Einsatz wurde vom Publikum mit immer länger währendem Applaus und begeisterten Pfiffen belohnt – die Stimmung war richtig gut. Auch wenn sie noch so lange gespielt hätten, es war eine Show, die viel zu früh geendet hat und gerne noch länger hätte dauern dürfen.


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