01.04.2017, Posthof, Linz

AMON AMARTH & DARK TRANQUILLITY & OMNIUM GATHERUM

Text: Alex S. | Fotos: Lady Cat
Veröffentlicht am 29.04.2017

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Im Zuge eines Feldzuges durch Österreich schipperten die Wickinger die Donau entlang und legten auch in der Stahlstadt an. Würde mich nicht wundern, wenn sie die Voest um ein paar Kilo Waffenstahl erleichtert hätten. Die Rede ist natürlich von AMON AMARTH...


Die fünf Mannen aus Stockholm, mit OMNIUM GATHERUM und DARK TRANQUILITY im Gepäck, gaben sich im "Posthof" ein Stelldichein. Die Location, sonst eigentlich gezeichnet von besinnlichen Kabarettauftritten, war anlässlich der Gäste natürlich restlos gefüllt und hüllte diesen Ort der Poesie in ein Bild aus Schwarzgewandträgern. Eigentlich könnte das ein sehr kurzer Bericht werden, denn das Line-Up verrät eigentlich schon, dass es nur ein gelungener und vor allem brutaler Abend gewesen sein konnte.
Aber hier trotzdem ein kurzes Review von der schwedisch/finnischen Invasion:


OMINUM GATHERUM starteten die melodische Triologie mit "The Pit", "Skyline" und "Frontiers". Zu meiner Verwunderung war bereits bei der ersten Band zur frühen Stunde der Saal mehr als gut gefüllt, ein Bild, dass man nur selten bei Vorbands sieht. Aber kein Wunder, denn es war nahezu perfekt! Vom Sound über die Show auf der Bühne bis hin zur Meute – es hat alles gepasst! Mit "The Unkowing", "New Dynamic" und "New World Shadows" war das Warm-Up, dass meiner Meinung nach um ein paar Songs zu kurz war, aber leider auch schon wieder vorbei.
 

Nun Bühne frei für DARK TRANQULITY:
Mikael und Gefolge betraten die Bühne und schmetterten gleich mal "Force Of Hand", "The Treason Wall" und "Atoma" in den Raum. Auch hier war nach drei Songs schon klar, dass auch diese Band nicht enttäuschen würde. Gefolgt von "The Science Of Noise", "Forward Momentum" und "Terminus" gab es relativ wenig Verschnaufpause. Auch hier gab es vom Sound keine Abstriche, die Videosequenzen, die im Hintergrund auf einer Leinwand zu sehen waren, stimmten perfekt mit der Musik überein und sorgten für Abwechslung. Mit einer Routine, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, setzten sie ihren Auftritt mit "The Silence In Between", "Clearing Skies" und "Pitiless" fort. Man hätte aus dem Abend ein Konzert mit zwei Headlinern machen können, denn Mikael, Niklas, Anders und Co. hätten sich den Titel an dem Abend redlich verdient. Das bestätigte auch die Menge, die den Göteborgern nach dem letzten Hit an dem Abend, "Misery´s Crown", den verdienten Jubel und Applaus spendeten.


Und dann hieß es: Hörner zeigen!

Mit dezenter Verspätung wurden kurz nach 10 zwei große Hörner unter dicken Nebelschwaden enthüllt und die Location trat zur letzten Zerreißprobe an. Aus den mittlerweile gepeinigten Boxen hämmerte "Pursuit Of Vikings" in die Menge und AMON AMARTH eröffneten ihren Kriegszug. Johan betrat die Bühne, gewohnt mit Füllhorn an der Seite, Kriegsmanschetten an den Armen und viel Energie im Bauch. Und man war leicht irritiert, denn der Mann aus dem Norden, der rein optisch so wirkte, als würde er jeden Moment alles in Schutt und Asche legen, hatte immer ein freundliches und fröhliches Lachen im Gesicht.
Nach "As Loke Falls" und "First Kill" wurde die Halle auf Deutsch begrüßt und ganz salopp gefragt, wie es so ginge. Aber die Ruhe hielt nicht lange, denn es folgte unmittelbar danach die Frage: "Are you ready to unleash your inner beserker?" Die Antwort war klar. Wer jetzt noch raus wollte hatte keine Chance mehr. Auch Umfallen war nicht mehr möglich. Dann gab es ein musikalisches Donnerwetter: "The Way Of Vikings", "At Dawn's First Light" und "Cry Of The Black Birds" wurden, wie an dem Abend schon üblich, unter perfektem Klang gespielt, "Deceiver Of The Gods", "Tattered Banners And Bloody Flags" ebneten dann den Weg für den Klassiker "Destroyer Of The Universe". Amüsant waren die eingeteilten Ordner, die für die Notausgang-Bewachung zuständig waren. Denn ab "Death In Fire", "One Thousand Burning Arrows" und "Father Of The Wolf" wanderte der Blick immer öfter Richtung Decke. AMON AMARTH grölen, aber der Putz sitzt! Und auch nach "Runes To My Memory" stand die Hütte noch. 
Mit "War Of The Gods" beendeten die Männer aus Schweden ihren Kriegszug. Fast. Denn was wäre ein Hitfeuerwerk, ohne es mit "Raise Your Horns", "Guardians of Asgaard" und – natürlich – "Twilight Of The Thundergod" abzuschließen?


Der Posthof steht noch, er hat den Stresstest bravourös gemeistert. Ein gelungener Abend mit perfektem Sound, einer hervorragenden Horde und einem wie gewohnt exzellentem Line Up!


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