06.05.2017, Gruenspan, Hamburg

LORD OF THE LOST – Raining Stars Tour 2017

Text: Thomas Trüter
Veröffentlicht am 19.05.2017

SCARLET DORN

Man, man, was für ein Auftakt des Abschlusskonzerts. Diese Frau hat nicht nur eine schöne Stimme, sie ist auch bei dieser Tour mit LORD OF THE LOST zu ersten Mal überhaupt auf Tour gewesen. Das verdient schon Respekt. Anhand der Songs, die sie präsentierte, ließ sich erkennen, dass sie es durchaus drauf hat, aber dennoch die Chance besteht, noch eine Schippe oben drauf zu setzen. Etwas zu schüchtern ­­– aber sie muss sich wirklich nicht verstecken. Mit etwas mehr Bühnenerfahrung kann sie durchaus eine deutsche Simone Simons werden.

AEVERIUM

Als Sieger des Mera Luna Newcomer Wettbewerbs 2014, hatten AEVERIUM damals die Möglichkeit, selbiges Festival zu eröffnen. Damals konnte ich sie nicht live sehen und habe mich deshalb gefreut, dies auf der Raining-Stars-Tour von LORD OF THE LOST nachholen zu können. Tempo, eingängige Riffs und ein schickes Duett von Aeva und Marcel. Dabei zwischen den Songs und auch nach dem Konzert eine echt gelöste Stimmung. Marcel war für so manchen lockeren Spruch zu haben und konnte die Zuhörerschaft gut mitnehmen.

LORD OF THE LOST

Ein Heimspiel auf St. Pauli für die fünf Hamburger Jungs. Eine futuristisch anmutende Lichtshow, brachiale Gitarren. Dazu der Schlagzeug-Teppich von Tobi. Fast schon zu Klassikern gewordene Songs wie „Die Tomorrow“, „Black Lolita“ und „La Bomba“ aber auch neuere Titel wie „In Silence“ und „Raining Stars“. Absolut passend dazu: Die mit LEDs bestückte Gitarre von Chris. Für mich war es das erste Konzert von LORD OF THE LOST, bei dem ich Pi live an der Gitarre sehen konnte. Er füllt den Platz, den Bo hinterlassen hat, gut aus und ist mit seinem Stil ein würdiger Nachfolger.

Dieses Konzert war mehr als „nur“ eine Abfolge von Bands, sondern ein fließender Übergang. Bandübergreifender Support war auch dadurch gegeben, dass AEVERIUM und SCARLET DORN bei ihren jeweiligen Auftritten durch Gared und Chris ergänzt wurden und dass wiederum Aeva, Marcel und Scarlet bei LORD OF THE LOST einen Gesangsbeitrag ablieferten. Auch im Publikum habe ich zwei Männer bemerkt, die selbst musikalisch von sich reden machen. Zum einen Sami, besser bekannt als Faderhead und zum anderen Dirk Trashedsoul, seines Zeichens Sänger der Hamburger Band EYES SHUT TIGHT.


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