19.06.17, Colos-Saal, Aschaffenburg

INGLORIOUS

Text: Fred Gasch | Fotos: Fred Gasch
Veröffentlicht am 21.06.2017

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Man muss kein Prophet sein, um etwas erkennen und ankündigen zu können. Aber dennoch, was hier von der Band INGLORIOUS vorab preis gegeben wurde, stimmt in allen Belangen. Ein Richter würde es gesetzmäßig abnicken und sein positives Urteil darüber fällen. Und man muss auch sagen, endlich wieder eine Band, die die urtypischen Zeichen des „Handmade“-Hardrock erkannt und sehr eindrucksvoll im Colos–Saal unter Beweis gestellt hat - ganz im Sinne von WHITESNAKE, SAXON und LED ZEPPELIN. Aber das steht auf einem anderen Papier und ist bereits einige Zeit her.

Was hier Fakt war, ist die enorme Stimmlage, die enorme Stimmgewalt von Sänger Nathan James. Diese facettenreiche Stimme scheint keine Grenze in der Tonlage von hoch und tief zu kennen. Es hat einfach nur Spaß gemacht, sich ohne Anlaufschwierigkeiten in diese Musik hineinzuversetzen und fallen lassen zu können. Und dazu noch das Drumherum: Die frische, straighte, klare und ausdrucksstarke Band, die diesen britischen Hardrock „alter Schule“ zu neuem Leben erweckt und aus einer schier undenkbaren Versenkung hervorgeholt, sprich hervorgekramt hat.

Für Fans dieses Genres dürfte es Hoffnung machen, INGLORIOUS weiterhin sehen und hören zu dürfen. Man darf gespannt sein ob der Weiterentwicklung dieser recht jungen Gruppe. Das es erst und auch leider „nur“ drei Termine hier in Deutschland gibt und einer davon im Colos–Saal ausgetragen wurde, spricht für den Live-Club des Jahres 2013 und der damit verbundenen Live-Entertainment-Award (LEA) –Auszeichnung.


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