10.06.2017, Röda, Steyr

KENDRA & HIGH FIVE & GRIM REAPER TEA PARTY u.a.

Veröffentlicht am 07.07.2017

Am Samstag, den 10.06.2017, ging das SPH-Bandcontest Stadtfinale in der Region Oberösterreich im Röda Steyr über die Bühne. Ganze sieben Bands heizten dem - für einen schönen Sommertag zahlreich erschienenen - Publikum vom frühen Abend bis nach Mitternacht gehörig ein. Wieder mal zeichnete diesen Bandcontest-Abend der freundliche und respektvolle Umgang der Bandmitglieder untereinander aus. Die Location Röda bot mit der großen Bühne und eindrucksvoller Ton- und Lichttechnik die Basis für einen reibungslosen Ablauf eines definitiv gelungenen Bandabends.

Eine weite Anreise von Munderfing hatte die erste Band A NEW CONFESSION hinter sich und somit leider nur wenige (zwei) Fans zur Mitreise animieren können, was sie in die etwas undankbare Rolle des Openers brachte. Die professionell aufspielenden Alternative Rocker ließen sich davon aber nicht unterkriegen und zogen zu der frühen Spielzeit um ca. halb acht doch beachtlich viele neugierige Gäste vor die Bühne und auch in ihren Bann. Motiviert, sympathisch und musikalisch abwechslungsreich präsentierten sich die Erstplatzierten der Vorrunde in der Salzburger Location „MARK.freizeit.kultur“. Gerne hätten wir noch mehr von A NEW CONFESSION rund um die gesanglich souveräne Frontdame Verena und die geschmackvollen melodiösen Solo von Gitarrist Chris gehört, zeigte sich doch auch die Jury stark beeindruckt.

Doch die nächste Band scharrte schon in den Startlöchern. Dass sich von NICK OF LETHE in den markanteren Bandnamen GRIM REAPER TEA PARTY umbenannte Brüdergespann Christian und Michael Stiftinger machte auch an diesem Konzertabend keine Gefangenen. Dass diesmal kein Bassist auf der Bühne stand, die Bassspuren aber fett aus der „Sample-Box“ knarrten, fiel nicht weiter negativ ins Gewicht. Somit waren alle Augen und Ohren auf Frontmann Christian gerichtet, der mit seinem virtuosen Gitarrenspiel und auch gesanglich auf allen Ebenen überzeugte. Unterstützt wurde er vom groovigen Schlagzeugspiel seines Bruders Michael, was in einen lässigen Gesamtsound mündete und aufgrund des perfekten Zusammenspiels neben dem begeisterten Publikum auch die Jury jubeln ließ. Da freut man sich auf die nächste Contest-Runde mit GRIM REAPER TEA PARTY.

Etwas ruhigere Töne wurden danach von Singer/Songwriter TOBYAS auf seiner Westerngitarre angeschlagen. Neben seinem einwandfreien Gitarrenspiel beeindruckte der sympathische Mühlviertler mit seiner phänomenalen, gefühlvollen Stimme. Aufmerksam und teilweise andächtig lauschte das Publikum seinen Songs, die unter anderem über ungeplant lange Nächte im Röda handelten („One of these nights“.)  Gerne sieht man TOBYAS bald wieder auf den Singer/Songwriter kompatiblen Bühnen des Landes und darüber hinaus.


KENDRA

Jetzt wurde es Zeit für die Linzer Metal-Band KENDRA um Frontlady Sophie, die eine beeindruckende Menge an Fans motivieren konnten, sie im Röda zu unterstützen. Das Publikum headbangte um ihr Leben, als gebe es kein Morgen. Kein Wunder bei der außergewöhnlichen Performance der motivierten Truppe, die an ihren Instrumenten souverän agierte und bei gutem Sound ihre eigene Vorstellung von Heavy Metal präsentierte. Am markantesten waren sicher wieder die gekonnt eingesetzten gesanglichen Kontrapunkte von Klargesang und brutalen Growls der Sängerin, die auch im Posing auf voller Länge überzeugte. Die nächste Runde mit KENDRA wird sicher wieder ein großer Spaß!

Die aufgeladene Stimmung im Publikum nutzen die Jungspunde HIGH FIVE sogleich und unterhielten alte und neue Fans auf musikalisch hohem Niveau mit ihrer abwechslungsreichen Performance. Von energetischen, fetzigen Rockriffs bis zu entspannten Reggearhythmen ließ sich das überwiegend junge Publikum regelrecht antörnen und feierte die Band von Beginn bis zum Ende gewaltig ab, sodass laute Zugaberufe den Auftritt von HIGH FIVE ausklingen ließen. Neben den instrumentalen Fähigkeiten und dem souveränen Zusammenspiel hinterließ vor allem die Bühnenpräsenz von Frontmann Felix mächtig Eindruck. Von dem jungen Mann und seinen Bandkollegen wird man in den nächsten Jahren sicher noch oft etwas hören!

Mit der nächsten Band neigte sich der Bandabend langsam dem Ende zu. Die professionellen Melodic-Death-Metaller ASHES TO DUST machten es sich zur Aufgabe, nochmal deftig die Abrissbirne zu schwingen und konnten vor allem die befreundeten Fans von KENDRA zu wilden Moshpits und lustigen „Ruderbooten“ motivieren. Die restliche Energie im Publikum konnte somit zu den fetten Riffs und groovigen Basslines vor der Bühne entladen werden. Dass die Band nicht zum ersten Mal auf der Bühne stand merkte man sofort und so wird man ASHES TO DUST wohl auch bald wieder im Line-Up von Metalveranstaltungen sehen.

Als letzter Act des Abends ging der in Graz ansässige Bayer FREDDIE LUKAS mit seiner Westerngitarre und Looping-Station auf die Bühne und brachte es zustande, ohne einen einzigen mitgereisten Fan den Röda-Saal nochmal richtig gut zu füllen und prächtig zu unterhalten. Der sympathische Singer/Songwriter ließ nicht nur die Jury nicht mit Höchstnoten geizen, sondern begeisterte auch Ton- und Lichttechniker (die übrigens alle Bands des Abends richtig gut in Szene setzten) dermaßen, dass für ihn die Wildcard gezogen werden musste. FREDDIE LUKAS muss man gesehen haben!


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