24.07.2017, Rockhouse-Bar, Salzburg

KADAVAR & CHANGÓ & SWANMAY

Text: Anthalerero | Fotos: Anthalerero
Veröffentlicht am 28.07.2017

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Wenn es im Sommer im Rockhouse Salzburg einen KADAVAR an Land spült, dann reden wir nicht etwa von einem stinkigen, aufgeblähten Ding, das in der Sonne vor sich hin gammelt. Weit gefehlt! (Aber der platte Witz war einfach zu verlockend...) Denn natürlich sprechen wir von der gleichnamigen Band aus Deutschland, die sich, wie schon im Vorjahr, für ein Gastspiel in die Mozartstadt wagte. Selbstverständlich haben wir auch wieder eine unaufgeregte abendliche Kurzanalyse des Auftrittes für euch – aber bevor wir zu KADAVAR kommen, verdienen natürlich auch die beiden Vorbands SWANMAY und CHANGÓ aus Oberösterreich Aufmerksamkeit.

Zunächst einmal überraschte die Tatsache, dass das Konzert nicht, wie erwartet, in der Halle stattfand, sondern in der Bar – doch die Entscheidung dafür war nachvollziehbar und stellte sich in der Folge als goldrichtig heraus. So konnten die Bands auf ein ausverkaufte Haus und tolle Stimmung bauen – und das an einem Montag! Zwar war das Platzangebot auf der Bühne für die Bands etwas beschränkter, doch die Musiker wurden durch die kuschlige, familiäre Atmosphäre und den unbedingten Support der Zuseher belohnt.
 

Schon SWANMAY aus Linz konnten mit lässigem Stonerrock punkten; Grummelnder Bass und ein verzerrtes Riffgewitter füllten die Bar und animierten die bereits zahlreichen Besucher dazu, schon ordentlich abzugehen. Der mörderische Groove der Linzer fuhr direkt in die Knochen und ließ die Körper der Zuseher bis in die Haarspitzen vibrieren.

Die darauf folgenden, aus Ebensee kommenden CHANGÓ standen ihren Landesgenossen um nichts nach, wackelten doch auch bei ihnen angesichts räudig-schmissiger Stonerriffs ganz gewaltig die Wände. Dank lässiger Ansagen und toller Publikumskommunikation konnten sich CHANGÓ über tollen Support in Salzburg freuen – da machte es auch nichts, dass an diesem Abend fast ausschließlich auf instrumentale Titel gesetzt wurde, und nur einmal die Stimme zu den charakteristischen Mundarttexten erhoben wurde.
 


 

Wenn es unbedingte Gründe gibt, weshalb man KADAVAR einmal live gesehen haben sollte, dann rangiert die Performance von Drummer „Tiger“ verdammt weit oben. Der bärtige Kerl agiert am Kit wie eine Urgewalt und gebärdet sich geradezu wie ein Berserker – auch in Salzburg sah man bis auf fliegende Haare und gelegentliche, geradezu göttliche Grimassen nur wenig von den Gesichtszügen, so wie auch bei Sänger/Gitarrist „Lupus“, der seine Mähne zur Freude der Damen pflichtschuldig äußerst ausgiebig schüttelte. Analog dazu ging auch das Publikum in der proppenvollen Bar steil – die drei Deutschen in der Bar auf die Bühne zu schicken, erwies sich als goldrichtig! So eine Stimmung sah man wirklich selten in Salzburg und wiewohl der Berichterstatter nach wie vor keine große Offenbarung im Sound von KADAVAR zu sehen imstande ist, schaffte es das Trio – ganz im Gegenteil zu ihrem Auftritt im Vorjahr, gegenüber in der Halle – auch das kleine Stormbringer-Schreiberlein mit ihren erdigen Klängen so richtig mitzureißen.

Setlist:

  • Come Back Life
  • Pale Blue Eyes
  • Doomsday Machine
  • Living In Your Head
  • Broken Wings
  • The Old Man
  • Black Sun
  • Forgotten Past
  • Goddess Of Dawn
  • Creature Of The Demon
  • Purple Sage
  • Thousand Miles Away Frome Home
  • All Our Thoughts
  • Helter Skelter (THE BEATLES Cover)

Ganz traditionell, gibt es auch noch eine erweiterte Fotogalerie bei Images Of Pain And Pleasure zu entdecken.


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