20.11.2017, Arena, Wien

TESTAMENT & ANNIHILATOR & DEATH ANGEL

Text: bender
Veröffentlicht am 22.11.2017
Fast auf den Tag genau ein Jahr nachdem TESTAMENT als Vorband von AMON AMARTH im Gasometer aufgetreten sind, kehrte die Band erneut nach Wien zurück, wo sie im Rahmen ihrer „Brotherhood Of The Snake“ Tour als Hauptakt in der Arena zu bestaunen war. Da mit DEATH ANGEL und ANNIHILATOR zwei weitere Kultbands aus der goldenen Ära des Thrash-Metal als Support mit dabei waren, stand einem gelungenen Abend eigentlich nichts mehr im Wege. 
 
Und so war die Arena auch bereits um 19 Uhr überaus gut gefüllt, als DEATH ANGEL überpünktlich die Bühne betraten. Die Stimmung bei Band und Publikum war von Anfang an sehr gut, aber leider war in der mageren Spielzeit nur Platz für sechs Nummern. Diese stammten hauptsächlich aus der Zeit nach ihrer 2001er-Reunion, Fans der alten Alben mussten sich mit einem kurz angespielten „The Ultra-Violence“ sowie „Mistress Of Pain“ vom Debüt begnügen. Nach dem energiegeladenen „The Moth“ war der gelungene Auftritt dann auch viel zu früh schon wieder vorbei, und viele Zuschauer hätten gerne noch mehr von der Band gehört. 
 
Setlist DEATH ANGEL (ohne Gewähr):
Father Of Lies
The Dream Calls For Blood
Claws in So Deep
The Ultra-Violence / Thrown to the Wolves
Mistress Of Pain
The Moth
 
Die zwischen den beiden Bay-Area Legenden eingepferchten ANNIHILATOR aus Kanada konnten ebenfalls überzeugen, wenngleich Frontman (und einzig verbliebenes Originalmitglied) Jeff Waters bei seiner Publikumsanimation beinahe schon ein wenig übermotiviert wirkte. Die ein oder andere Nummer wäre auf alle Fälle flüssiger gewesen, wenn er sie nicht immer wieder zerquatscht hätte. Die Songauswahl war aber durchwegs gelungen, so gab es zunächst einen Mix aus älteren Stücken und zwei Nummern vom aktuellen Album „For The Demented“, ehe am Ende gleich drei Songs von ihrem Klassiker „Alice In Hell“ die Stimmung noch einmal ordentlich nach oben schrauben konnten.
 
Setlist ANNIHILATOR (ohne Gewähr):
One To Kill
King Of The Kill
No Way Out
Set The World On Fire
Phantasmagoria
Twisted Lobotomy
W.T.Y.D.
Alison Hell
Human Insecticide
 
TESTAMENT wurden ihrer Rolle als Hauptakt dann vollends gerecht, schon der Bühnenaufbau, bei dem das Schlagzeug einen Stock über der Band thronte, machte einiges her, aber auch die Licht- und Raucheffekte kamen nun so richtig zum Einsatz. Die Band zeigte sich gut gelaunt und überaus spielfreudig, weshalb das Publikum von Anfang an gleich in ihren Bann gezogen wurde. Neben der Präsentation ihres starken aktuellen Albums „Brotherhood Of The Snake“, gab es einen umfangreichen Querschnitt ihres Schaffens, bei dem bis auf „Demonic“ auch jede einzelne Platte mit zumindest einem Song gewürdigt wurde. Neben den drei TESTAMENT-Urgesteinen Chuck Billy, Alex Skolnick und Eric Peterson hat man aktuell mit Steve DiGiorgio (u.a. DEATH, SADUS) am Bass sowie Gene Hoglan (u.a. DARK ANGEL, DEATH, FEAR FATORY) am Schlagzeug auch noch zwei absolute Szenegrößen mit im Line-Up, weshalb es musikalisch natürlich rein gar nichts zu beanstanden gab. Alle Musiker bekamen auch den Raum für ihre eigenen Soli, die zwischendurch eine willkommene Abwechslung darstellten und dem Publikum ein wenig Zeit zum Ausruhen gaben. Mit „The New Order“ sowie den beiden Zugaben „Practice What You Preach“ und „Over The Wall“ fand das Konzert einen mehr als würdigen Abschluss, und am Ende dürfte der gesamte Abend wohl keinen einzigen Besucher enttäuscht zurückgelassen haben.  
 
Setlist TESTAMENT (ohne Gewähr):
Brotherhood Of The Snake
Rise Up
The Pale King
More Than Meets The Eye
Centuries Of Suffering
Electric Crown
Into The Pit
Low
Stronghold
Throne Of Thorns
Eyes Of Wrath
First Strike Is Deadly
Urotsukidôji
Souls Of Black
The New Order
Zugaben:
Practice What You Preach
Over The Wall


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