26.11.2017, Arena, Wien

W.A.S.P. - Re-Idolized: The 25th Anniversary Of The Crimson Idol

Text: bender | Fotos: Stefan Kuback
Veröffentlicht am 28.11.2017

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Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums ihrer Platte „The Crimson Idol“ haben sich W.A.S.P. wieder einmal auf Tour begeben, um das Konzeptalbum mit der tragischen Geschichte eines Teenagers der Rockstar werden will in gesamter Länge darzubieten. Diese vielleicht einmalige Chance wollten sich viele Zuschauer nicht entgehen lassen, und so war das Konzert in der Arena dann auch restlos ausverkauft. 
 
 
Auf eine Vorband wurde in Wien verzichtet [Anm. d. Lekt.: Die eigentlich geplante Vorband BEAST IN BLACK verließ die Tour bereits kurz nach Aufakt wegen Nichteinhaltung vertraglich zugesicherter Bedingungen.], und so legte die Band um BLACKIE LAWLESS pünktlich zum Hauptprogramm bereits um 20:15 los. Die Bühne wurde von drei großen Videowalls dominiert, auf denen eine Schwarzweiß-Filmcollage der Geschichte von „The Crimson Idol“ gezeigt wurde. Die Musiker gingen dabei allerdings schon ein wenig unter, denn obwohl sie einen mehr als souveränen Soundtrack zu den Bildern ablieferten, bestand doch eine gewisse Distanz zum anfangs noch recht euphorischen Publikum. Dadurch kam die Story allerdings auch etwas besser zur Geltung, und aller Reserviertheit zum Trotz, bei Songs wie „Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue)“ oder der Ballade „Hold On To My Heart“ waren fast alle aus dem Häuschen. Mit dem Tod des Protagonisten Jonathan Steel endete die Geschichte nach knapp 60 Minuten, und mit ihr auch der erste Teil der Show. Beim Zugabenblock änderte sich die Stimmung auf der Bühne dann schlagartig, BLACKIE LAWLESS wirkte deutlich lockerer, und diese positive Energie sprang sofort auf das Publikum über. Zu den beiden 80er-Hits „L.O.V.E. Machine“ und „Wild Child“ wurden die dazugehörigen alten Videoclips gezeigt, die ersten Gäste begannen die am Eingang angebrachten Zettel mit dem Aufdruck „Absolutely No Crowdsurfing“ zu ignorieren, und nach der Titelnummer ihres aktuellsten Albums „Golgotha“ sowie dem fetzigen Rausschmeißer „I Wanna Be Somebody“, war dann nach nicht einmal 90 Minuten auch schon wieder Schluss. 
 
 
Alles in allem konnte man am Ende von einem kompakten und kurzweiligen Abend sprechen, der ruhig noch ein wenig länger hätte gehen können, aber ansonsten wenig zu Wünschen übrig ließ. BLACKIE LAWLESS war für seine 61 Jahre auch noch recht gut bei Stimme, und ab den Zugaben wirkte er auf der Bühne sogar beinahe noch jugendlich vital.
 
 
Setlist W.A.S.P. (ohne Gewähr):
 
1. The Titanic Overture
2. The Invisible Boy
3. Arena Of Pleasure
4. Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue)
5. The Gypsy Meets The Boy
6. Doctor Rockter
7. I Am One
8. The Idol
9. Hold On To My Heart
10. The Great Misconceptions Of Me
 
Zugaben:
11. L.O.V.E. Machine
12. Wild Child
13. Golgotha
14. I Wanna Be Somebody
 


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