04.04.2018, Rockhouse-Bar, Salzburg

BLACK RAINBOWS & HOMELESS KINGS

Text: Anthalerero | Fotos: Anthalerero
Veröffentlicht am 06.04.2018

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Da zerstörte man sich noch vor ein paar Tagen in Traunstein gemeinsam ziemlich heftig, in der Meinung man würde sich nun länger nicht mehr sehen – und dann trafen der Berichterstatter und seine HOMELESS KINGS nur drei Tage später im zweiten Wohnzimmer Rockhouse-Bar doch schon wieder aufeinander! Der Ausfall der eigentlichen Supportband THE LITHIC SEA machte es möglich, dass der Gute-Laune-Rock der Deutsch-Österreichischen Kollaboration ein weiteres Mal die Bar beschallen durfte. Mit einer satten Stunde Spielzeit durften sich die Vier auf der Bühne so richtig austoben, was sie dann auch taten! Das komplette Debüt „Broken Queen“, plus zwei neue Songs, wurde mit enormer Spielfreude in die zugegebenermaßen relativ überschaubare Menge gepfeffert. Trotzdem der Großteil der Anwesenden für deutlich andere Klänge gekommen war, ließen sich die meisten von der lässig-lockeren Darbietung und den zum Mitgrölen prädestinierten Songs mitreißen und es wurde ausgelassen geklatscht, getanzt und die geforderten OHOHOH-Parts in ansprechender Lautstärke geliefert. Wunderbar!

 


 

Ganz im Gegensatz zum locker-flockigen Auftakt wurde es bei den BLACK RAINBOWS dann richtig schwer, düster und – laut. Ein Stricherl weniger auf der Lautstärkeskala hätte es auch getan, doch das Gros der Anwesenden schien nichts dagegen zu haben, von den machtvollen, grummelnden Stoner-Klängen schier umgeblasen zu werden. Das Trio setzte einen derart massiven, psychoaktiven Soundkoloss in die Bar, dass es einen schier in eine andere Galaxie zu katapultieren schien. Ein Gutteil der ca. 50 Leute in der Bar ging in den schweren, teils psychedelischen Klängen der BLACK RAINBOWS entsprechend voll auf und wiegte sich traumwandlerisch im pumpenden Takt und ließ zu den wummernden Riffattacken das Haupthaar kreisen. Dass die drei Herren auf der Bühne nicht so sehr in ihre Klängen aufgingen, wie man das ansonsten von ihnen gewohnt war, das lag vermutlich an der, verglichen zu den vorhergehenden Shows der Tour, relativ mageren Kulisse an diesem Mittwochabend. Der laue Frühlingsabend ließ wahrscheinlich doch einige Leute andere Freiluftaktivitäten wählen, sodass die Show in der Bar nach einigen äußerst gut gefüllten Clubs für die Band vermutlich recht ernüchternd wirkte. So verzieh man den BLACK RAINBOWS gerne, dass sie an diesem Abend nicht mit dem ganz letzten Druck zu Werke gingen und ihr Set eher routiniert und professionell herunter zockten. Trotzdem eine starke Vorstellung!

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