6.6 .2018, Sölvesborg, Sölvesborg

SWEDEN ROCK 2018 - TAG 1

Text: manfred | Fotos: manfred
Veröffentlicht am 26.06.2018

Heading North! Sweden Rock Festival 2018

Alle Jahre wieder gilt es die Entscheidung zu treffen, welches Sommer-Festivals besucht werden soll. Nach ca. 15 Jahren Open-Air–Erfahrung können wir wirklich behaupten, am Zenit aller Festivals - dem Sweden Rock – angekommen zu sein. Auch dieses Jahr lockt wieder ein superbes Billing Fans aus aller Welt nach Schweden. TOP Wetter, erstklassige Bands, da kann eigentlich nichts schief gehen. Das einzig Negative zuerst: 0,5 l Bier kostet ca. 7,60 Euro. Ja, das schreckt etwas, dafür orientieren sich die Preise von Burger und Co. am mitteleuropäischen Niveau.

Ansonsten wird eigentlich nur Positives geboten: Ein wunderbares, weitläufiges Gelände mit 5 Bühnen, Sauberkeit und Hygiene auf dem Gelände, den Imbiss-Buden und vor allem den Wasser(!!!)-Toiletten, auf denen von früh morgens bis spät in die Nacht immer Papier vorhanden ist. Nachdem wir das eher nicht so Wichtige abgehakt hätten, nun zu dem, was ein Festival eigentlich ausmacht: den Bands. Auch damit sparten die Veranstalter heuer nicht, wurden doch drei Headliner der Sonderklasse geboten: IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und OZZY.

Tag 1, Mittwoch

Ausgeruht von unserer Anreise am Vortag. verschaffen wir uns am Mittwoch erst mal einen Überblick über unser „Zuhause“ für die nächsten 4 Tage.

Der Besucherandrang ist heute schon riesig, denn in Schweden ist Nationalfeiertag. ASTRAL DOORS eröffnen das Festival und wie es am Feiertag beim Sweden  Rock schon Tradition ist, wird die schwedische Nationalhymne traditionell von einer einheimischen Gruppe performt. In der Vergangenheit hatten unter anderem schon HAMMERFALL und SABATON diese Ehre. Dieses Jahr sind es die Mannen um Nils Patrik Johansson, die die Hymne singen - es ist wie immer eine sehr emotionale Angelegenheit, denn die Schweden haben auch einen entsprechenden Nationalstolz.

                  

Als wir so übers Gelände schlendern, lassen wir uns vorerst etwas von BRIAN DOWNEY’S ALIVE AND DANGEROUS beschallen, der einige THIN LIZZY Hits zum Besten gibt. Währenddessen verbreiten auf der Rockklassiker-Stage im Zelt F.K.Ü. – Freddy Krueger’s Underwear – Angst und Schrecken. Nun gut, um bei der Realität zu bleiben, das Furchterregendste ist der Bandname, dennoch können die Schweden mit ihrem schnellen 80er Thrash-Metal inklusive Horror-Klischee beim geneigten Publikum Applaus einfahren. Songs wie „1981“ oder „Hell Night“ gehen gut ab.

Der erste von vielen Höhepunkten kommt aber am späten Nachmittag mit NOCTURNAL RITES. Nach einem etwas ruckeligen Start bieten die Schweden um Sänger Jonny Lindkvist eine gelungene Performance und ziehen die bereits ansehnliche Besucherzahl mit Hits wie „Still Alive“, „Afterlife “ oder „Shadowland “ in ihren Bann.

           

Schlag auf Schlag geht es weiter. Auf der Sweden-Stage scharren um halb sieben schon CYHRA in den Startlöchern, bereit ein weiteres Feuerwerk abzubrennen. Fast schon obligat liefern heute auch CYHRA einen Hammergig ab, der von einer brillanten Rhythmusabteilung (u.a. mit dem ehemaligen IN FLAMES Klampfer Jesper Strömblad) getragen wird. Sänger Jack E (Ex- AMARANTHE) singt richtig klasse, das zahlreiche Publikum sieht das ähnlich und deckt die Schweden mit frenetischem Applaus ein.

      

Zu vorgerückter Stunde heißt es dann „Bite the Bullet“ und die Lokalmatadoren BULLET lassen es auf der 4SoundStage ordentlich mit riesigen Feuerfontänen so richtig krachen. Die Band ist sichtlich überwältigt vom Publikumsandrang. Sehr witzig vor allem Sänger Hell Hofer, der sich mit überschlagender Stimme immer wieder bedankt: Tousen Tousen Tak! Ein geflügeltes Wort, welches irgendwie unser Slogan für das Festival wird.

          

Wie ein Tornado fallen danach HARDCORE SUPERSTAR als Headliner auf der Sweden-Stage ein. Kurz vor Mitternacht ist es rappelvoll und durch die gute Vorbereitung von BULLET saugen die Leute die schmissigen Songs der schwedischen Street-Metaller nur so auf und feiern die Band so richtig ab. Zwischen Krachern wie "Last Call For Alcohol" und "Moonshine" fegen HARDCORE SUPERSTAR über die Leute hinweg, als gäbe es kein Morgen. Die Über-Party-Hymne "We Don't Celebrate Sundays" und das lässige "Above The Law" markieren die Schlusspunkte eines Wahnsinnsauftritts. 


WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: MADBALL - For the Cause
ANZEIGE