16.-17.06.2018, Pannonia Fields, Nickelsdorf

So war das Nova Rock 2018 - Tag III & IV

Veröffentlicht am 03.07.2018

 

So war das Nova Rock – Tag III & IV – das heiße Finale

 

 


 

Tag III

Die Zeit vergeht auf den Pannonia Fields doch irgendwie anders. Beim Aufwachen stellte der kleine Schreiberling verwundert fest, dass auch schon der vorletzte Tag aufgebrochen war. Erste positive Erkenntnis des Morgens: Es sieht so aus, als ob es heute ein heißer Tag werden würde.

Der vorletzte Tag begann für mich auf der Red Bull Stage, mit den Jungs von WE BLAME THE EMPIRE. Das junge Quartett aus Vöcklabruck brachte die Bühne gewaltig zum Beben. Der „Wüstenboden“ vor der Stage verwandelte sich in einen riesigen, staubigen Circle Pit. Die geladene Stimmung ging Hand in Hand mit den eingängigen Riffs.

Als nächstes ging es auf zur Blue Stage für BARONESS. Stilistisch schwimmt diese Gruppe irgendwo zwischen Sludge, Progressive und Stoner Metal – sicher ist nur, dass ihr Sound einmalig und unverwechselbar ist. Leider ist die Band bei uns noch nicht allzu bekannt, was dazu führte, dass die überdimensionale Mainstage schon fast wie leer erschien. Nichts desto Trotz brachten BARONESS mit ihren größten Hits wie „March To The Sea“, oder „Take My Bones Away“ ihre Fans zum Toben.

Der nächste Punkt auf der Liste war BODY COUNT FT. ICE_T – auch hier ist es nicht einfach zu Erklären um was es sich handelt. Eine revolutionäre Mischung aus Rap und Heavy Metal ist wohl am zutreffendsten. Um ICE T’s Antwort auf die altbekannte Frage, zu welchem Genre sie sich selbst zuordnen würden, zu zitieren: „We’re fuc*ing BODY COUNT“! Soweit so gut, aber kann ein alteingesessener Fan des Metals damit etwas anfangen? Die Antwort ist definitiv ja! Ich selbst bin kein großer Rap Fan und fand die Show grenzgenial. Sei es aufgrund der zum Mitfeiern verleitenden Texten, oder einfach wegen der mitreißenden Stimmung.

Glücklicherweise war mein hart erkämpfter Platz im ersten Wavebreaker nicht umsonst, denn in wenigen Minuten war es für eines der heutigen Highlights soweit – BULLET FOR MY VALENTINE. Das die Band bereits sehnsüchtig erwartet wurde war an den Campern in den ersten Reihen erkennbar, die seit Stunden vor der Blue Stage abwarteten und BFMV kaum erwarten konnten. Als die Banner des neuesten Albums „Gravity“ hingen und die Spannung mehr als gespannt war, ging es auch schon los. Die Briten legten ein mehr als imposantes Intro hin und gewannen bereits hier erneut die Herzen ihrer österreichischen Fans. Die gelungene Mischung aus alten Werken und neuen Songs machte es aus. Publikumsliebling „Tears Don’t Fall“ löste eine gewaltige Welle an Pits aus und heizte die Crowd gewaltig an. Die Zeit verging auch hier wie im Flug – als auf einmal auch dann schon der gelungene Abgang mit „Waking The Demon“ kam.

Gegen 23:00 ging es ab für den heutigen Headliner – VOLBEAT. Hier Bedarf es kaum Worte. Die Einen lieben sie, Andere hassen sie. Ich selbst stehe der Band neutral gegenüber. Eines muss man aber lassen: die Jungs aus Dänemark wissen wie man die Menge begeistert. Es ist zwar immer dasselbe – eine perfekt durchdachte Show, welche wie in das letzte Detail geplant scheint. Dennoch ein Patzer hier, ein ungerader Ton da, machen daraus eine wirklich runde Sache.

 


 

Tag IV

Man glaubt es kaum – der letzte Tag auf den Pannonia Fields. Der Weg in das Infield wird mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf sich genommen. Schade, dass es vorbei ist und froh – froh, dass man in wenigen Stunden wieder einen festen Boden unter den Füßen hat.

Das heutige Line-Up fällt (logischerweise) nicht ganz so üppig aus, wie bei den vorherigen Tagen und wurde deshalb schon scharf kritisiert. Ich finde es grundsätzlich gerechtfertigt, denn wenn man bedenkt das ein großer Teil der Besucher bereits am Sonntag abreisen.

Sei’s drum – wir bleiben bis zum Schluss. Indem Sinne, ab in den Sandsturm! Für mich begann der Tag mit einer der besten Post-Hardcore Bands der Welt, meine Damen und Herren – ENTER SHIKARI! Das Quartett aus Großbritannien punktet mit Klängen, welche nicht von dieser Welt zu scheinen sind. Diese beamen einen in Zeiten von MySpace, Tastenhandys und den ersten Festivals zurück, einfach herrlich!

Der nächste heiß ersehnte Akt des heutigen Tages war niemand geringeres als BILLY TALENT. Die Punk Truppe aus Kanada nahm die Red Stage völlig ein und brachte sie fast zum Explodieren. Manche bösen Zungen mögen behaupten, dass BILLY TALENT einfach nichts Neues mehr bringt und sie die besten Tage hinter sich gelassen haben, aber genau hier wurden Alle eines Besseren belehrt. Ob Jung, oder Alt – wer liebt sich nicht insgeheim?

Bei so vielen tollen Acts verging die Zeit wie im Fluge, doch dann war es auch schon 21:00 und somit Zeit für IRON MAIDEN. Eddy steht natürlich und Bruce Dickinson und seine Truppe stolzierten auf die Stage, bereits dies löste in der Menge ein Toben aus. Die Show selbst verlief reibungslos. Ein Bühnenbild der Superlative, gekonnte Tricks mit Outfitwechsel und gesanglich eine herausragende Leistung – 10/10.

Leider war es das auch schon für dieses Jahr. Auch heuer kann man von einem mehr als gelungen Festival sprechen und in einer Sache sind wir uns wohl alle einig – das Nova Rock ist ist und bleibt das wohl beste Rock Festival im Lande! Und da die beste Nachricht immer zum Schluss kommt: für 2019 wurden bereits DIE ÄRZTE bestätigt.

 


Also in dem Sinne – nach dem Nova, ist vor dem Nova!


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