10.08.2018, Slaughterhouse Berlin, Berlin

PROTECTOR & DAILY INSANITY

Text: Jörn Janssen | Fotos: Gerry Schmaland, Jörn Janssen
Veröffentlicht am 17.08.2018

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Endlich mal wieder in die Hauptstadt, wobei verkehrstechnisch die Zeichen nicht gerade auf "grün" standen.
Nachdem ich mich mit meinem Sohn um 11 Uhr im Westerwald im Mercedes auf die Socken machte durfte mein Navi direkt rechnen, denn das Ruhrgebiet war eine einzige Blechlawine. Trotz der Umleitung über Hessen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg erreichte ich etwa gegen 18 Uhr die Hauptstadt. Nach einem Smalltalk mit bekannten Gesichtern aus Sachsen-Anhalt entdeckte man direkt auch noch andere bekannte Musiker und Produzenten - mehr dazu später!

Nach einem Kaffee und massig Smalltalks ging es erstmal in das kleine, urige Slaughterhouse, einem kleinen Club inmitten eines Wohngebietes. Trotz des etwas altbackenen Aussehens der Gegend war der Club recht sauber, hatte eine recht große Getränkeauswahl und ein Fassungsvermögen von maximal 150 Leuten. Die Bühne ist zwar niedrig und klein, aber das interessiert den Zuschauer eh nicht unbedingt.

Nach einigen Berliner Pilsnern (was ein komisches Bier, ernsthaft!) gingen HELL IN THE SKIES auf die Bühne. Die fünf Männer aus Eberswalde spielen einen klaren Metal der einen Vergleich nicht verdient hat. HELL IN THE SKIES hörten sich einfach nur gut an! Leider habe ich vom Gig nicht alles mitbekommen, schön anzuhören war es dennoch.

Die obligatorische Umbaupause nutzte man für Gespräche, Bier und für´s WC. XICUTION bestiegen die Bühne und bretterten in bester Manier von Kollegen wie OBITUARY, DEATH oder VADER in die Ohren. Das war zum Teil echt gigantisch! Da blieb kein Kopf ruhig, die Zuschauer im Slaughterhouse hatten ihre Freude. So auch meine Lauscher, die erstmalig seit Langem wieder piepsten.

DAILY INSANITY, ein Trio aus der Berliner Region, stellten an diesem Abend ihre neue EP "Conspiracy" vor. Ich kenne mich in der Berliner Szene nicht so aus, aber das ist eine EP, die man sich zulegen sollte. Ich kann mich zwar namentlich an keinen Titel erinnern, aber es war toller, zügiger Thrash-Metal - so richtig "old school". Das war eine wunderbare Einstimmung auf PROTECTOR. Die vier Schweden, sorry Frontmann Martin ist ja Deutsch-Schwede, betraten verspätet die Bühne, legten aber direkt mit vollem Brett los. "Misanthropy", der TItelsong der gleichnamigen 1987er-EP, ist immer der Opener eines Konzertes der "Beschützer". Songs wie "Sliced, Hacked & Grinded", "Kain & Abel" oder "Golem" fehlten auf der Setlist natürlich auch nicht. Grandios war der Song "!A Shedding Of Skin", den Martin gemeinsam mit Oliver Wiebel sang. Oliver war PROTECTOR-Frontmann für einige Jahre, nachdem Martin beruflich passen musste.

PROTECTOR legten sich rund 60 Minuten voll ins Zeug und überzeugten auch den wohl bekanntesten unter den anwesenden Zuschauern des Abends : HARRIS JOHNS. Harris wer? Harris Johns hat schon Scheiben für TANKARD, KREATOR und SODOM produziert und wird voraussichtlich auch den neuen Silberling der PROTECTOR-Mannen produzieren - da haben die Herren einen guten Fang gemacht! Da können wir schon mal gespannt sein auf das voraussichtlich im April oder Mai 2019 erscheinende Album.

Der Set von PROTECTOR endete traditionell mit "Calle Brutal" und "Space Cake".

Die rund 100 Zuschauer (wer nicht da war, hat echt was verpasst!) sahen vier geile Bands zu einem sehr günstigen Preis (10,- im VVK / 12.- AK) in einer tollen Location eines seriösen Veranstalters. Schade, alle Bands hätten echt mehr Zuschauer verdient.


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