24.10.2018, Arena Wien,

KATAKLYSM & HYPOCRISY & THE SPIRIT

Text: Julian Dürnberger | Fotos: Kalti
Veröffentlicht am 29.10.2018

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Die Kälte machte sich in der Stadt Wien am Mittwoch den 24.Oktober breit. Das sind passende Wetterbedingungen zur „Death…is just the beginning“ – Tour von KATAKLYSM. Im Schlepptau hatten die Kanadier HYPOCRISY und THE SPIRIT. In der Arena Wien ging es drunter und drüber. Fans stürmten die Bühne, Becher wurden geworfen und Konfetti in die Luft geschossen. Am Veranstaltungsort Wien-Landstraße bebte der dritte Bezirk.

Neben Speisen und alkoholischen Getränke boten die Merch-Stände verschiedenste Artikel mit Bandaufschrift an. Neben den üblichen Band T-Shirts standen haufenweise Hot Sauce-Flaschen von KATAKLYSM zum Verkauf bereit um sich passend zum Konzert ausrüsten zu können. Wie es sich für Oldschool-Deathmetal-Bands gehört, wurde von THE SPIRIT ihr Album auf Kassette angeboten.

Den Start legten THE SPIRIT hin. Abgesehen vom laschen Sound der Floor Tom, wurde die Band gut abgemischt. Mit einer Reihe von Liedern in gemächlichem Tempo und mit brutalen Rhythmen, wurde das Publikum auf sanfte Weise auf den bevorstehenden Auftritt des kanadischen Death Metal eingestimmt. Auch wenn die Lichttechnik dezent wirkte, hatten die vier Männer mit ihrer Performance eindeutig überzeugt.  Das THE SPIRIT nur wenige Worte an Konzertbesucher richteten stört in keiner Weise. Zu ihrer Abschlussnummer warf einer der Besucher in den hinteren Reihen mit Konfetti. Anscheinend war er für diesen Abend am besten vorbereitet. 


THE SPIRIT

HYPOCRISY verhielt sich im Gegensatz zur vorigen Band sehr redselig. Mit ein paar Anekdoten aus der Vergangenheit unterhielten sie die Fans. Nach „Valley of the damned“ nahm sich Peter Tätgren (Vocals, Keabyoards, Guitars) auch die Zeit einige Minuten den Applaus zu genießen. Das Bühnenbild glich einer militärischen Festung. Die Drums standen auf einem Sockel und wirkten durch die metallane Verkleidung wie ein Geschützturm. Passend zum Rhythmus leuchtete der Bandname auf dem Sockel auf. In Kombination mit der Lichttechnik wirkte die Performance imposanter. 


HYPOCRISY

Um 22:02 war für KATAKLSYSM die Bühne startklar. Die Arena war voll und die Besucher grölten im Chor vor lauter Begeisterung.  Die Nordamerikaner suchten immer schon den Kontakt zur ihren Fans und stellten es auch diese Nacht unter Beweis. Mit den Worten „Come on stage ´cause it´s a Death Metal Show“ lud Maurizio Iacono (Vocals) die Fans ein, auf die Bühne zu kommen. Anfangs waren die Securities damit nicht einverstanden, aber, als KATAKLYSM bei einem kleinen Zwischenfall zwischen einem Crowdsurfer und den Sicherheitsleuten einschritten, wurde es schlussendlich auch akzeptiert. Die Stimmung fand ihren Höhepunkt, als KATAKLYSM vom Publikum einen gigantischen Circle Pit zum Lied „10 Seconds from the End“ verlangten. Der Lärm der beschädigten Lüftungssysteme ware für die freundlichen Kanadier gar keine Belastung. Mit einer kurzen Durchsage informierten sie die ausgepowerten Metalheads, aber im Grunde genommen bemerkte der Großteil der Leute die ungewollte Geräuschkulisse nicht einmal. Nach eineinhalb Stunden Performance verabschiedete sich KATAKLYSM mit der Zugabe „End of the World“.
 

 


KATAKLYSM

Es wurde gelacht, getanzt und gesoffen. Kataklysm und Co boten trotz ein paar Schwierigkeiten eine zünftige Death-Show dar. Die Interaktivität mit den Fans stieg langsam und kontinuierlich bis zur Eskalation bei KATAKLYSM an. Die Bands haben den Abend heil überstanden. (Anm. d. Lekt: Na zum Glück! Die werden noch gebraucht!) Die Metalheads werden das Konzert noch den Rest der Woche im Nacken spüren.  


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