24.10.2018, ((szene)) Wien, Wien

AXEL RUDI PELL & THE UNITY & CHRIS BAY

Veröffentlicht am 27.10.2018

Mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerkes dreht Axel Rudi Pell nach der Veröffentlichung eines neuen Albums seine Runden und beehrte nach zwei Jahre wieder unsere Hauptstadt, diesmal wieder in der (ausverkauften) ((szene)). Spannend immer die Frage, wer das Spektakel eröffnen darf.


Schon um 19:30 Uhr tritt ein Mann alleine mit seiner Gitarre auf die Bühne: Chris Bay, der hauptamtliche FREEDOM CALL Mastermind versucht sich diesmal als Akkustik – Troubadour, um vor allem sein Soloalbum „Chasing The Sun“ zu präsentieren. Der kontaktfreudige Chris hat es auch nicht schwer, das Metal-Publikum zu überzeugen. Sehr interessant einige FREEDOM CALL Klassiker im Akustikgewand. Wie immer erkannt man, dass Chris ungeheuren Spaß hat, was sich auf die Fans eins zu eins überträgt. Großer, sympathischer Auftritt!

Setlist:
Metal Is For Everyone
Misty Rain 
Radio Starlight
Freedom Call
Warriors
Power & Glory

Sehr gespannt war ich auf THE UNITY, der deutsch – italienischen Metal-Freundschaft um die GAMMAY RAY Recken Henjo Richter und Michael Ehré mit dem Ausnahmeshouter Gianba Manenti, der sich bei LOVE.MIGHT.KILL. einen Namen machte. Ihr 2017-er Debut war ja schon sensationell und mit dem im September 2018 erschienen Zweitling „Rise“ setzten THE UNITY noch einen drauf. Ihre Musik ist eine Schnittmenge zwischen hochmelodischem Hardrock mit metallischen Einflüssen. Schon bei den ersten Klängen vom Opener „Last Betrayal“ füllt sich die Halle und das Publikum ist von Beginn an begeistert von der höchst professionellen Show der sechs Protagonisten. Die Spielzeit wird perfekt genutzt, um ihre Songs zu präsentieren, man hält sich nicht mit ausufernden Soli auf, ein Hammersong nach dem anderen wird dargeboten, dazwischen einige knappe, witzige Ansagen. Die Instrumentalisten legen eine unglaubliche Spielfreude an den Tag, der sympathische Frontman gibt Alles und die Fans bedanken sich mit großem Jubel. Mit „Send Me A Sign“ hören wir eine Hommage an GAMMA RAY und das Beste kommt zum Schluss: „Never Forget“, einer der besten Songs ever (hört auch diesen Killersong auf https://www.unity-rocks.com/ an!).

Setlist:
Last Betrayal
No Hero
No More Lies
Welcome Home
The Storm
The Willow Tree
You Got Me Wrong
Sens Me A Sign
Never Forget

The Unity Archivfoto (Walter Thanner)

Mit diesem formidablen Auftritt war die Bühne angerichtet für Axel Rudi Pell. Große Überraschungen gibt’s seit Jahrzehnten nicht, was aber keine Kritik an der Qualität ist. Beim obligatem Intro (diesmal: „The Medieval Overture“) spürt man schon förmlich die Spannung, die gleich mit dem erstem Kracher „The Wild And The Young“ vom aktuellem Album „Knights Call“ entladen wird. 
Mit der Routine von fast dreißigjähriger Bühnenerfahrung spult Axel seine nie langweiligen Soli ab. Auch Drummer Bobby Rondinelli und Keyboarder Ferdy Doernberg  müssen ihr Können mit Soli zeigen, und das äußerst professionell. Und Sänger Johnny Gioeli ist, wenn er so wie momentan in Hochform ist, sowieso über jede Kritik erhaben. Die großartigen epischen Songs wie „Oceans Of Time“ und „The Line“ versetzen uns zwischendurch in romantische Stimmung, doch keine Angst, die Hardrock – Stampfer sind in der Überzahl. Wie meistens beschließt „Rock The Nation“ den diesjährigen Gig, Axel wird uns sicherlich bald wieder beehren.

Setlist:
The Wild And The Young
Wildest Dreams
Fool Fool
Oceans Of Time
Only The Strong Will Survive
Mystica (incl. Drum Solo)
Long Live Rock
Games Of Sins / Tower Of Babylon (incl. Keyboard Solo)
The Line
Warrior
Edge Of The World
Truth And Lies
Carousel
The Maquerade Ball / Casbah
Rock The Nation


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