25.10.2018, ((szene)) Wien, Wien

ARTAS "ORA ET GOMORRHA" CD Release Show

Veröffentlicht am 29.10.2018

Der Tag vor dem österreichischen Nationalfeiertag hatte die perfekten Voraussetzungen für eine ausgiebige CD Release Party in der ((szene)) Wien. ARTAS leiteten das lange Wochenende mit einem guten Mix aus neuen und alten Liedern ein. Für Überraschungen und burgenländische Bierzeltstimmung sorgten SEEK&DESTROY, MACHINE GUN HORROR und DHARK.


Den Start legten die Vorarlberger Thrasher MACHINE GUN HORROR hin. Vom Erscheinungsbild her, waren sie eine kunterbunte Mischung aus verschiedenen Persönlichkeiten. Auf der Bühne wirkte Tobias "Tobi" Schädler (Vocal) wie ein Hipster mit SUPER MARIO Schnauzer, wohingegen die anderen Bandmitglieder wie Zeitreisende aus der 80er-Jahre Bay Area Thrash-Szene aussahen. Der kleine Teufelskerl Tobi (Vocals) war aber mit allen Wassern gewaschen. MACHINE GUN HORROR zerfetzten die ((szene)) Wien mit ihren energiegeladenen Songs. Ein guter Dialog zwischen Band und Publikum wurde leider nicht gefunden, sie konnten sich trotzdem gut ins Szene setzen. Der Muskelprotz Martin (Guitars) ließ sich bei seinem Solis von ihrer eigenen Musik mitreißen. Abwechselnd von Links nach Rechts auf der Bühne eilend, warf sich der Thrashgitarrist gerne in Pose. Seine Performance erinnerte mich stark an Kerry King (SLAYER), in seinen jungen Jahren und noch mit Mähne am Kopf. Die Bewohner des Bregenzerwaldes überraschten mit ihrem musikalischen Können im positiven Sinne.

Kapellenmusik ertönte, die Burgenländer hämmern in ihre Instrumente, der Schmäh rennt und Bierzeltstimmung machte sich im dritten Bezirk breit. Zwischen den unzähligen Breakdowns fand SEEK & DESTROY die Zeit, einige Worte untereinander zu wechseln. Die Bandmitglieder fühlten sich wie zu Hause und füllten jede Pause mit Witzen. Viele Leute wurden von der Performance angezogen und der Platz vor der Bühne füllte sich immer mehr.

DHARK war noch ein ganz anderes Kaliber als die Burgenländer. Schweigend ließen sie ihre Musik sprechen. So kalt und rau wie ihre Lieder wurde auch die Lichttechnik eingesetzt. Mit einem guten Gespür für atmosphärischer Unterhaltung verführten DHARK das Publikum. Somit hatten wir eine angenehme Verschnaufpause von der energieraubenden Bierzeltperformance von SEEK & DESTROY

Die Fans warteten nun gespannt auf den Hauptact. Die Halle war gerammelt voll und ARTAS juckte es schon in den Fingern. Nach einem kurzen Introplay, riss auch den Wienern der Geduldsfaden. Die Band explodierte mit den Worten „Willkommen in Wien“. „Wiener Verhältnisse“ war ihre Eröffnungsnummer und wurde von den Fansmit Begeisterung empfangen. Auch nach einigen Jahren Bühnenabstinenz war es für die Ex-Metalchamp-Gewinner ein Kinderspiel ihren Biss beizubehalten. Sie gaben den Fans das was sie wollten. Klassiker wie „Fortress Of No Hope“ (Riotology, 2011), „Gangsta´s Paradise“ (The Healing, 2008) und „Barbossa“ (The Healing, 2008). Da es ja die CD RELEASE SHOW für „ORA ET GOMORRHA“ war, zauberten ARTAS auch einige neue Song aus dem Hut. Obimahan Ismahil (Vocals) war wiederum etwas gesprächiger als DHARK. Dankbar und überrascht, dass so viele ARTAS-Anhänger noch leben, richtete der Sänger während seiner Gesangspausen ein paar Worte ans Publikum. Zum Schluss setzten sie mit „Fick das Fett“ noch einen drauf. Ausgepowert und mit einem Tinitus im Ohr wurden die Konzertbesucher wieder ins Freie entlassen.


An diesem lautstarken Abend konnte es nicht besser laufen. Die Fans haben die Existenz von ARTAS am eigenen Leibe gespürt und wurden von deren Performance in Staunen versetzt. Mir persönlich wurde heute Abend mal wieder bewiesen, dass die Österreicher am anderen Ende des Landes in der Metalszene nicht zu verachten sind. Auf jeden Fall werde ich weiterhin meine Aufmerksamkeit MACHINE GUN HORROR widmen. Das Hauptevent der CD RELEASESHOW „ORA ET GOMORRHA“ zeigte den Metalheads, dass der Austrian Thrash nicht am Rande der Existenz dahinvegetiert.   
 


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