25.05.2019, Sportverein Kübelberg, Schönenberg-Kübelberg

Ironfest 2019

Text: Lord Seriousface | Fotos: FiniMiez
Veröffentlicht am 01.06.2019

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Einstand

Über die deutsche Konzert- und Festivallandschaft darf man sich an sich überhaupt nicht beschweren. Im beschaulichen Südwesten um Rheinland Pfalz und das Saarland hatten es aber gerade die Freiluftveranstaltungen der härteren Gangart etwas schwerer. Das Rock-am-Bach-Festival, das überwiegend mit Punk- und Hardcorebands startete, buchte Schwergewichte wie MOTÖRHEAD und KILLSWITCH ENGAGE, bevor es bedauerlicherweise den Weg nach Walhalla antrat. Mit dem Saarmageddon startete 2016 ein neuer Versuch, ein reines Rock- und Metalfestival zu etablieren. Direkt in der ersten Ausgabe headlinerten die ortsansässigen POWERWOLF. In der zweiten Ausgabe folgten die Essener Thrasher KREATOR, bevor auch hier wieder Schicht im Schacht war.

Vor diesem Hintergrund freute es uns umso mehr, als wir eines Tages von einem neuen Festival namens "Ironfest" erfuhren. Das Lineup der ersten Ausgabe offenbart, dass das Format seinen Fokus auf Heavy- und Thrash Metal der alten Schule legt. Damit bietet die Gegend endlich wieder eine schwermetallische Alternative zu dem bunt gemischten Rocco del Schlacko oder dem eher deutschrock-lastigen Pfeffelbach Open Air [By the way: dort spielen dieses Jahr u. a. LORDI und U.D.O.!]. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und machten uns an einem sonnigen Samstagnachmittag auf den Weg ins rheinland-pfälzische Schönenberg-Kübelberg. Nach anfänglichen Navigationsproblemen im Hinblick auf den korrekten Sportplatz treffen wir schließlich am Ort des Geschehens ein und sichern uns einen der letzten Parklücken - unter Inkaufnahme von vertretbarem Aufwand in der Gebüschrodung. Wir betreten das überschaubare Festivalgelände auf dem Parkplatz des örtlichen Fußballplatzes und machen uns mit dem Angebot vertraut. Neben den Band-Merchständen gibt es einen kleinen Metalstore mit Schallplatten, CDs, Shirts und Patches (nett!). Es gibt zwei Essens- und zwei Getränkestände. Der Hardstuff-Stand wirkt interessanterweise größer als der Bierstand und neben dem afrikanischen Foodtruck gibt es für die konservativen Headbanger einen Pizzabäcker. Zu guter Letzt gibt es für chronisch fußschmerzgeplagte Berichterstatter wie uns einen kleinen Rückzugsort mit Bierbänken und Sonnenschirmen. Die Startbedingungen sind schon einmal sehr gut!

VALIANT VIPER

Den Startschuss für die erste Ausgabe des Ironfests übernehmen VALIANT VIPER, eine Rock- und Metal-Coverband, die gerade ihr zehntes Bühnenjubiläum feiert. Leider werden wir selbst nicht Zeuge dieser ersten Band des Tages, denn wie so oft läuft mal wieder vor der Abreise nicht alles ganz rund. Eine ungünstig platzierte Wochenendbaustelle tut ihr Übriges dazu, dass wir erst zum Aufbau der zweiten Band DEMONS DREAM eintreffen. Neugierig, wie wir sind, hören wir uns aber um und machen uns ein Bild davon, wie VALIANT VIPER denn gewesen sind. Meine liebsten Antworten lauteten sinngemäß: "Die waren gut! Bisher waren alle gut!" und "Die haben alle Klassiker gespielt, ob sie es konnten oder nicht. Das kam sehr gut an und die Stimmung war toll.". Irgendwo vernahm ich dazu noch den Nachsatz "...nach dem fünften Bier..." - um etwa 15:17 Uhr...toller Auftakt!

DEMONS DREAM

Um 15:30 klettern DEMONS DREAM aus Heidenheim auf die Bühne und nehmen letzte Soundkorrekturen vor. Als ihr Intro erklingt, wandern die Besucher des noch spärlich gefüllten Platzes langsam in Richtung Bühne. Im Fotograben geht es zu wie in einem Ameisenhaufen, das Interesse ist offensichtlich groß. Die fünf Burschen haben ihr Debutalbum "Battle Cry" im Gepäck und präsentieren zünftigen Oldschool-Heavy-Metal, der seine Haupteinflüsse nicht verleugnet. NWoBHM-Altmeister wie IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST sind jederzeit präsent. Die Twingitarren heulen synchron, der Bass wird stilecht gezupft und Sänger Marius' übt sich in traditionellen Halford-Screams. Die beiden Gitarristen Kai und Gyros besteigen die Speaker-Tower vor der Bühne und zocken ihre Soli. Bei Songs der Marke "Speed Attack" ist der Name Programm, die Band feuert ihr Publikum an und kommt augenscheinlich gut an. Der erste rotgebrannte Besucher gönnt sich wegen der stechenden Sonne eine Bierdusche und beginnt eine fröhliche Bangerei - es soll ja schließlich jeder was davon haben! Zum Ende des Sets lässt sich die Crowd bereits zum Mitsingen animieren, bevor DEMONS DREAM sich mit "World At War" verabschieden.

Tracklist DEMONS DREAM:

  1. Intro
  2. Speed Attack
  3. Black Sails
  4. Hellrider
  5. Battle Cry
  6. Midnight Killer
  7. World At War

ENDTIME PROPHETS

ENDTIME PROPHETS ist gewissermaßen die musikalische Reinkarnation von Michael Löchter, der Anfang der 1990er Jahre mit der Gothic-/ Death-Metal-Band DARK größere Erfolge feierte. Während der Entstehung des dritten DARK-Albums kam es innerhalb der Band zum Bruch und dem Ausstieg Michael Löchters, weswegen das dritte und letzte Album "Revolution" ohne ihn veröffentlicht wurde. Nachdem er sich zwischenzeitlich seiner beruflichen Laufbahn widmete, formierte er 20 Jahre nach DARK die ENDTIME PROPHETS und gibt auf dem Ironfest seinen Einstand. Die neu formierte Truppe spielt "Dark-, Gothic- Metal mit Waveeinschlägen" und ist sozusagen der Exot des heutigen Tages. Frontmann Michael Löchter freut sich über seinen "ersten Auftritt nach 20 Jahren" und bekennt sich zu der Einsicht, dass Metal eben so etwas wie eine Religion ist - Amen! Ich muss zugeben, dass der "unkonventionelle" Stil der Endzeitpropheten selbst mir als bekennendem Wave-und-sowieso-alles-was-kein-Metal-oder-sonstiges-Geprügel-ist-Muffel ganz gut gefällt. Leider zeigt sich dabei aber, dass das Publikum offenbar und vorrangig auf den alte-Schule- und Rabaukenstoff aus ist, der heute überwiegend geboten wird. So ist vor der Bühne sichtbar weniger los als noch kurz zuvor bei DEMONS DREAM, die anwesenden Besucher üben sich eher in zurückhaltender Zustimmung. Schade eigentlich, denn an der Performance der Propheten lag es sicherlich nicht.

Tacklist ENDTIME PROPHETS:

  1. Intro
  2. Beyond The Red Line
  3. Welcome To The End...
  4. New Religion
  5. The Chosen Ones
  6. Place, Where I Wanna Be
  7. Deep Within
  8. Wildfire
  9. The Cure

DEFICIENCY

Mit dem Auftritt von DEFICIENCY aus Frankreich hält schließlich der Thrash Metal Einzug auf der Bühne des Ironfests. Das freundliche Wetter schlägt allmählich um und der aufziehende Wind fegt pünktlich zum ersten Takt des Openers das Banner neben dem Drumset um. Der Thrash Metal der vier Franzosen erklingt als moderne Interpretation mit deftigen Breakdowns und gelegentlichen Core-Einschlägen. Anscheinend sind die Thrasher damit, wie auch die ENDTIME PROPHETS, der Zeit zu weit voraus, denn auch hier zeigt sich das überwiegend oldschoolgeprägte Publikum eher zurückhaltend. In der ersten Reihe finden sich allerdings eine Hand voll ausgemachter Fans zusammen, die der Band entweder direkt aus Frankreich gefolgt sind oder zumindest der französischen Sprache mächtig sind. DEFICIENCYs Basser Vianney Habert musste den heutigen Gig leider absagen. Fronter Laurent Gisonna stellt daher seine Vertretung Melanie vor und gibt bekannt, dass sie das Set innerhalb von einer Stunde lernen "durfte" - merkt man allerdings nicht. Die Band zockt ein starkes Set, bemüht sich rege um eine Interaktion mit dem Publikum und startet mehrere charmante Annäherungsversuche auf Deutsch. Schlussendlich schaffen es die Franzosen doch noch, einen Teil der Meute auf ihre Seite zu ziehen und ihnen einige Verse zu entlocken.

Tracklist DEFICIENCY:

  1. The Introspection Of The Omnipotent
  2. Uncharted Waters
  3. Newborn's Awakening
  4. Brain Autopsy
  5. Another Fail To Come
  6. The Prodigal Child
  7. A Way Out Of Nowhere
  8. The Experiment
  9. Unfinished

BEWITCHER

Mit BEWITCHER folgt das erste Highlight des Tages, auf das ganz offensichtlich viele Besucher gewartet haben. Das Trio aus Portland hat gerade erst sein zweites Album "Under The Witching Cross" veröffentlicht und damit positive Kritiken eingefahren. Der "Satanic Speed Metal" der US-Amerikaner zündet sehr gut und lässt ab dem Opener Mähnen kreisen. Einer der Fans in der ersten Reihe ist noch vorübergehend mit dem Verspeisen seiner Pizza beschäftigt, lässt sich aber anhand seines T-Shirts als BEWITCHER-Fan zu erkennen. Um einen einzelnen, in aller Ruhe sein Bier trinkenden Fan entsteht der erste Mini-Circle-Pit. Der Front-of-Stage-Bereich zieht sich zu, die ersten Volltrunkenen torkeln, Wellenbrecher werden beinahe abgerissen und ein Kuttenträger umtanzt liebevoll alle Ungekuschelten. Andere wiederrum sind textsicher und gröhlen lauthals mit. Frontmann Matt Litton, der auch auf den etwas sperrigen Namen "Unholy Weaver of Shadows & Incantations" hört, hat keine Mühe, sein Publikum weiter anzuheizen. Kein Wunder, auf den Oldschool-Highspeed-Thrash mit dezentem MOTÖRHEAD-Flair kann man einfach nur abfahren. Um die Urväter der extremen Musik zu ehren, hauen die teuflichen Thrasher kurz vor dem Abpfiff "The Chase Is Better Than The Catch" raus, das sich - wen wundert's - wie eine Eins in das Set der Jungs einfügt. Die Stimmung ist ausgelassen, mein Bier leert sich mal wieder viel zu schnell und auch eine Stunde ist nicht mehr das, was sie mal war. So geht das Spektakel gegen 20:00 Uhr leider schon wieder zu Ende...

Tracklist BEWITCHER:

  1. Too Fast For The Flames
  2. Speed 'Til You Bleed
  3. Hexenkrieg
  4. Wild Blasphemy
  5. Rome Is On Fire
  6. Black Speed Delirium
  7. Under The Witching Cross
  8. Sin Is In Her Blood
  9. Bewitcher
  10. In The Night (The Cult Will Rise)
  11. The Chase Is Better Than The Catch (MOTÖRHEAD-Cover)

EMERALD

Gegen 20:20 Uhr betreten die Schweizer EMERALD mit dem Intro aus "Eine schrecklich nette Familie" die Bühne und legen damit die Prollo-Latte ziemlich hoch. Wobei - in Zeiten von überzogener "political correctness" kommt doch eine unverfrorene Wertschätzung des großen Al Spicher Bundy durchaus erfrischend rüber. Bassistin Vania Truttmann scheint dieser etwas anachronistische Vorstoß nicht weiter zu stören und auch die Aufmerksamkeit des Publikums ist für's Erste gesichert. Da die Traditionsmetaller gerade erst ihr achtes Album "Restless Souls" veröffentlicht haben, wird das heutige Set klar vom neuen Langeisen dominiert. Gitarrist Julien Menth muss es sich, offenbar bedingt durch eine Knieverletzung, öfter mal auf einem Barhocker gemütlich machen. Das hält Sänger Mace Mitchell allerdings nicht davon ab, seinen Kollegen als "faule Sau" zu betiteln. Generell fallen die Schweizer neben einer gelungenen Darbietung besonders durch ihren halbstarken Humor auf, womit sie durchaus Entertainerqualitäten beweisen. Die Schweizer stehen in ständiger Interaktion mit dem Publikum, verschenken ein Exemplar von "Restless Souls" samt passendem Shirt und sind nie um einen blöden Spruch verlegen. Der Kontaktaufbau zur Crowd erfolgt dementsprechend charmant mit Ansagen wie "Kommt ruhig näher! Wir sind nicht gefährlich! Nur hässlich...und zu leise!". Zum Abschied gesellt sich Mace Mitchell zu seinen Fans und bedankt sich beim Veranstalter dafür, dass er "das Risiko, uns [EMERALD] zu buchen" eingegangen ist. So viel Witz, der auch gerne mal auf die eigene Kappe geht, ist einfach sympathisch und lässt den Auftritt der Schweizer sehr kurzweilig erscheinen. Irgendwie tut es mir da ein wenig Leid um so manche dürftige Kritik, die ich über "Restless Souls" gelesen habe. Das haben EMERALD nicht verdient, aber ich bin mir sicher, dass sie auch das locker wegstecken und dazu einen flotten Spruch auf der Zunge haben wie: "Wir sind vielleicht nicht die Besten, aber die Lustigsten!".

Tracklist EMERALD:

  1. Intro
  2. My Final Stand
  3. Revenge
  4. Digital Slavery
  5. Reckoning Day
  6. Freakshow
  7. Cad Goddeu
  8. Only The Reaper Wins
  9. Son Of Sam
  10. Tears Of A Warrior
  11. Horns Up

CRISIX

Allmählich nähert sich der Abend seinem furiosen Finale. Es ist für uns beide das erste CRISIX-Konzert, weswegen wir entsprechend unvoreingenommen auf das warten, was da kommen mag. Während der Umbaupause hören wir bereits einige Besucher in unserer Umgebung schwärmen, manche davon sind ausgemachte Fans und haben die Spanier bereits mehr als zehn mal besucht. Der Platz füllt sich und die stetig wachsende Menschenmenge lässt erahnen, worauf ein Großteil der Besucher den ganzen Tag gewartet hat. Die Euphorie stellt sich als sehr gerechtfertigt heraus, denn bereits ab dem ersten Akkord ist die Stimmung am Kochen. Die spanischen Thrasher hauen souverän und druckvoll auf die Kacke und ziehen die Menge aus dem Stand mit. Wie Fronter Juli Bazooka erklärt, erholt sich Drummer Javi Carrión gerade von einer Krankheit und wird daher vertreten. Dem redlichen Abriss der Spanier tut dies keinen Abriss und die Band wirkt eingespielt wie ein altes Ehepaar (oder so ähnlich...). Gut gelaunt und aufgedreht hüpfen und bangen die Jungs aus Barcelona quer über die Bühne und erweisen sich als regelrechte Rampensäue. Ein sehr besoffener Turnbeutelträger starrt entsetzt auf meinen leeren Becher...erst verstehe ich die schockierte Mitleidsbekundung nicht so recht...aber dann bemerke ich seinen Backpatch: MUNICIPAL WASTE - das erklärt Einiges! Im letzten Drittel stimmen CRISIX zunächst BLACK SABBATHs "Paranoid" an, entscheiden sich aber schließlich doch für MOTÖRHEADs "Ace Of Spades" und erhalten lautstarke Zustimmung. Es folgen noch einige Hingucker wie ein Circlepit um den weiterhin zockenden Gitarristen BB Plaza, eine Runde "Football of Death" mit Juli Bazooka und Luftballons sowie ein Einschub des kultigen "Cuban Pete" aus "Die Maske", inkl. Rumba-Rasseln und authentischer Holzmaske ("They call me Cuban Pete, I'm the king of the Rumba beat!"). Nach einer Stunde CRISIX-Action wissen wir: die Vorab-Euphorie der Fans war absolut gerechtfertigt!

Tracklist CRISIX:

  1. Leech Breeder
  2. Xenomorph Blood
  3. Rise...Then Rest
  4. Conspiranoia
  5. Frieza The Tyrant
  6. Brutal Gadget
  7. Get Out Of My Head
  8. G.M.M. (The Great Metal Motherfucker)
  9. Paranoid / Ace Of Spades (BLACK SABBATH- / MOTÖRHEAD-Cover)
  10. Bring 'Em To The Pit
  11. Ultra Thrash

VISIGOTH

Die Zeit ist reif für den letzten Act des Abends. Beim Aufbau von VISIGOTH aus Salt Lake City gibt es anscheinend ein paar technische Probleme, weswegen sich ihr Startschuss um etwa zehn Minuten verzögert. Unterdessen stimmen die Fans in der ersten Reihe "Traitor's Gate" an. Als es endlich soweit ist und die Jungs mit "Dungeon Master" einsteigen, sind die Startschwierigkeiten sofort vergessen. Bei der pathosgeladenen Heavy-Metal-Darbietung der US-Amerikaner herrscht nicht mehr das unbändige Chaos, dessen Zeuge wir zuvor bei CRISIX wurden. Stattdessen bewundern die zahlreich erschienenen Fans ihre Helden gebannt, singen mit und recken die Pommesgabeln. VISIGOTHs Liveperformance ist sehr beachtlich und auch auf der Bühne erweist sich Frontmann Jake Rogers als wahres Wunderkind. Der Mann mit der markanten Stimme trifft souverän alle Töne und sorgt in den ruhigen Passagen, die seinen Gesang in den Vordergrund stellen, nicht selten für Gänsehautmomente ("Warrior Queen", "Traitor's Gate"). Die gerade vor einer Woche erschienene EP "Bells Of Awakening" ist mit beiden Songs vertreten, bevor mit "Blood Sacrifice" wieder "old shit" angekündigt wird. Dem neuen Material wird gespannt gelauscht, das bekannte Material wird begeistert abgefeiert. Als mit "Steel And Silver" einer meiner persönlichen Favoriten aufgeführt wird, halte ich kurz inne und sende einen Gedanken des Dankes an meinen Kumpel aus Dresden, der mir die Band erst nahegebracht hat. Gegen Mitternacht verlassen die Westgoten zunächst die Bühne und kehren auf Drängen des Publikums für eine Zugabe zurück. Das achtminütige "The Revenant King" beendet schließlich das VISIGOTH-Set und die erste Ausgabe des Ironfests. Die Fans wollen die Jungs zwar nach wie vor nicht von dannen ziehen lassen und auch wir hätten noch mehr Heavy Metal vertragen. Immerhin hätten die Burschen noch einen ganzen Sack voll starker Songs aus dem Hut ziehen können: "Mammoth Rider", "Salt City", "From The Arcane Mists Of Prophecy", "Creature Of Desire", und und und...aber irgendwann ist leider auch mal Schluss. Zumindest für heute.

Tracklist VISIGOTH:

  1. Dungeon Master
  2. Warrior Queen
  3. Hammerforged
  4. Fireseeker
  5. Abysswalker
  6. Blood Sacrifice
  7. Steel And Silver
  8. Outlive Them All
  9. Traitor's Gate
  10. The Revenant King

Ausstand

Das war sie also, die erste Ausgabe des Ironfests. Heute Nachmittag glühte die Sonne, jetzt nach Mitternacht ist es kalt wie Sau. Zum Abschied ergreift noch einmal der Veranstalter Nikolas Bremm, rot gebrannt und immer noch in kurzen Klamotten, das Mikro und richtet einige abschließenden Worte an seine Gäste. Er bedankt sich für das zahlreiche Erscheinen und das Gelingen des Festivals und wünscht sich, die versammelte Gemeinde im kommenden Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Nach den sehr positiven Eindrücken des heutigen Tages sind wir uns heute schon sicher, beim Ironfest 2020 als Wiederholungstäter aufzufallen. Mit diesem Fazit stehen wir sicherlich nicht alleine da; und während am nachfolgenden Sonntagmorgen Bands, Crew und Besucher gemeinsam frühstücken, rattern bereits die Eindrücke des Festivaltages durch die Klaviatur meines Laptops...


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