21.05.2019, Rockhouse-Bar, Salzburg

TERROR CÓSMICO + SATIVA ROOT + FUMATA

Text: Anthalerero | Fotos: Anthalerero
Veröffentlicht am 28.05.2019

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In Salzburg frönt man nur zu gerne den schweren, düsteren Klängen, so pilgerte ein ansehnliches Häufchen an Zuschauern in die Rockhouse-Bar, als am dortigen Orte wieder gestoned und gedoomt wurde, dass die Wände wackelten. Zwei mexikanische Bands mit sich überschneidenden Lineups standen an diesem Dienstagabend auf dem Programm, mit Unterstützung durch heimische Klänge.


Den Anfang machten FUMATA, deren Sound zwar schön fett dahin grummelte, aber insgesamt nur wenig Höhepunkte bot. Auch das Publikum zeigte sich zunächst noch verhalten, obwohl der Sänger sein heftiges Geplärr verzerrt durch die PA jagte, was mit ordentlichem Schub in die eustachische Röhre fuhr. Die kernigen doomig-sludgigen Klänge wurden von leicht psychedelisch anmutenden Arrangements unterlegt, was insgesamt für eine Auflockerung des unterm Strich doch monotonen Sounds sorgte, doch die große Begeisterung konnten die vier Mexikaner damit auch nicht entzünden und mussten sich mit höflichem Beifall begnügen.


Ganz anders die Sache bei den heimischen SATIVA ROOT, die augenscheinlich eine zahlenmäßig starke Gefolgschaft mitbrachten und somit von der ersten Minute an auf die Unterstützung des Publikums bauen konnten. Kürzlich hatte sich das ursprüngliche Trio mit einem zweiten Gitarristen verstärkt, der an diesem Abend auch gleich seinen Bühneneinstand feierte. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, gab doch der zweite Mann am Sechssaiter dem Gesamtsound von SATIVA ROOT einen ordentlichen Boost, was sich im hingebungsvoll dazu abschädelnden Publikum widerspiegelte. Etwas Schnödes wie Vocals brauchte man angesichts des kräftig bratenden und grummelnden Psycho-Stoner-Dooms der Salzburger gar nicht mehr – die Besucher spendeten den vier Mannen für ihre intensive Darbietung dann auch lauten und anhaltenden Applaus.


Mit TERROR CÓSMICO erklomm ein bereits von der Vorband bekanntes Gesicht an der Gitarre die Bühne und würgte diese gleich wieder hingebungsvoll. Das mexikanische Duo (Schlagzeug + Gitarre – fast schon ein Klassiker) fuhr einen amtlichen Sound, der irgendwo zwischen waberndem, gar sphärischen Klängen und rabiaten Geschwindigkeitseruptionen mäanderte. Streckenweise sehr meditativ fließend, fast ein wenig Höhepunktsarm in monotonen Doom-Welten wandernd, dann wieder mit unvermittelten, garstigen Uptempo-Ausbrüchen, konnten auch die zweiten Mexikaner des Abends nicht so recht überzeugen. Zwar schüttelte das deutlich zusammengeschmolzene Publikum pflichtschuldig die Köpfe, doch die große Überraschung im vielgestaltigen, fast ausschließlich instrumental dargebotenen Sound blieb aus. Wohl brüllte der Gitarrenwürger vom Dienst zwischendurch angemessen angewidert ins Mikrofon, doch einen Begeisterungssturm konnten TERROR CÓSMICO letztendlich nicht mehr auslösen.
 

Fotos des gemütlichen Konzertabends findet ihr in Bälde auch bei Images Of Pain And Pleasure.


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