21.07.2019, Viper Room, Wien

IN THE WOODS + SYNKENDE + BLACK COVEN

Veröffentlicht am 25.07.2019

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Die musikalische Vorhersage für die Viper-Room-Region am vergangenen Sonntag war düster. Die Norweger IN THE WOODS... machten im Zuge ihrer Mini-Europa-Tour auch in Wien Halt, Support kam von zwei lokalen Bands.

Hinter dem 2016 gegründeten Projekt BLACK COVEN steht ein Duo, das im melodischen Death-/Black-Metal-Bereich beheimatet ist und erst kürzlich im Finale des Wacken Metal Battle stand. Mit reduzierten Instrumenten und sichtbarer Spielfreude bei der Sache wusste die Band ab 20.00 Uhr das noch überschaubare Publikum zunehmend zum Mitnicken und Headbangen zu animieren. Sympathisch auch der Satz von Frontfrau und Gitarristin Morgane Rake: "Wir sind die White Stripes des Death Metal". Beim letzten Song kam dann sogar noch etwas Bewegung zustande; für BLACK COVEN war es der erste Indoor-Moshpit.

Die Stamm-Pitgruppe war einigermaßen warm gelaufen und legte beim nächsten Act SYNKENDE (inkl. Kerzenschein) schon früher los. Als musikalische Untermalung gab es deutschsprachigen Black Metal des Quartetts aus Vöcklabruck, das mit "Dem Abgrund nähernd..." aus dem Jahr 2017 bisher ein Album veröffentlicht hat und weiterhin für Zustimmung im Zuschauerbereich sorgte.

Nachdem schon im Vorfeld Gerüchte kursierten, wurde es 2015 konkret: Die norwegische Kultband IN THE WOODS... war zurück. 17 Jahre nach ihrem letzten Album folgte 2016 mit "Pure" ein neues Werk der Avantgarde-Formation, inklusive fulminanter Comeback-Show im Viper Room. Drei Jahre danach kehrten IN THE WOODS... nun in ebenjene Location im 3. Wiener Bezirk zurück. Auch der Anlass war derselbe: Im letzten November wurde mit "Cease The Day" ein weiteres Album aus der Taufe gehoben. Die Show am Vortag in Mailand musste aufgrund von technischen Problemen abgesagt werden, was der Band sichtlich missfiel. Umso mehr wollte man die Zeit in Wien nutzen und genießen und auch das Publikum ließ sich nur zu gerne in die Klangwelten der Norweger entführen. Geboten wurde ein stetiger Schlagabtausch zwischen Progressivität, Death- und Black Metal, verträumten Klängen und garstigem Gekeife seitens Frontmann James Fogarty. Ein wenig Old School mit "...In The Woods" aus dem Jahr 1995 hier, ein wenig neues Klanggewand mit "Empty Streets" aus dem Jahr 2018 da und das Publikum war verzückt. Auch die Stamm-Pitgruppe trieb kurzzeitig wieder ihr Unwesen und rundete das Bild eines gelungenen Konzertabends ab. IN THE WOODS mögen vielleicht nicht mehr zu den Pionieren des Genres zählen, zeigten aber, dass sie ihr Handwerk nach wie vor verstehen.


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