10.08.2019, Rockhouse-Bar, Salzburg

MILKING THE GOATMACHINE + ANAL FISTER + MACABRE DEMISE

Text: Anthalerero | Fotos: Anthalerero
Veröffentlicht am 13.08.2019

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Ei der Daus, was haben wir denn da, in der Rockhouse-Bar? Warum blökt es hier? Und warum liegt hier eigentlich Stroh rum? Fragen über Fragen, deren Erörterung wir uns im Folgenden widmen werden.

Die erste Frage des Tages lautete aber: Wo sind die drei Ziegenmusiker eigentlich?

Antwort: Noch nicht da. Im Stau steckengeblieben, galoppierte die blökende Herde erst kurz vor Beginn der ersten Band in die Rockhouse Bar, wo die possierlichen gehörnten Gesellen bereits sehnlichst erwartet wurden.


Die zweite Frage des Tages lautete: Warum steht da bei MACABRE DEMISE jetzt nur eine Person auf der Bühne?

Antwort: Weil diese bayrische Abrissbirne gar nicht mehr braucht. Gitarre, Geplärr und eine gute Portion derber Humor sorgten für einen perfekten Auftakt, der die Lacher des Abends nachhaltig auf seiner Seite hatte. Der Ein-Mann-Grindcore-Entertainer, dessen irre Mimik ein wenig an den Prog-Professor Devin Townsend gemahnte, sorgte vielleicht noch nicht für viel Bewegung im Auditorium (eine Vier-Mann-Wall-Of-Death war allerdings drin!), aber konnte die Zuschauer mit einer Mischung aus eigenem Material und wahnwitzigen Covern (BLOODHOUND GANG, BLACK SABBATH) schnell für sich gewinnen. Und wenn im Publikum keiner mitmachte, dann machte er es sich, ähem, seinen Circlepit einfach selber. Mehr als respektabel, im Alleingang ein derart heftiges Brett von Sound in die Bar zu stellen! Ganz alleine ging es aber dann doch nicht, also gegen Ende noch ein Gast-Brüllwürfel auf die Bühne gezerrt wurde, der die Bude ebenso in Grund und Boden plärrte. Eine feine Gehörgangsmassage zum Auftakt!


Die dritte Frage des Tages lautete: Warum liegt hier eigentlich Stroh rum?!

Antwort: Möglicherweise als Futter für den Headliner. Mehr möglich allerdings, um die verdächtigen Sexualpraktiken unserer liebsten Pfuigaxi-Grinder ANAL FISTER etwas gemütlicher zu machen. Auf einer dekadenten, Seidenbezogenen Couch steckt es sich eben nicht so gut mit Wonne die geballte Faust ins Rektum – nein, das Publikum will es dreckig, das Publikum will es hart! Und das soll es auch bekommen! Obwohl man das obligate Klo auf der Bühne vermisste und die Dildobazooka etwas unter Ladehemmung litt, legten Mr. Fister und seine Grausi-Gesellen einen wahnwitzigen Gig mit grenzgenial debilen Ansagen auf die Bretter. Die Zuschauer ließen sich mit Freude von dem Vierer akustisch penetrieren und gingen zu dem herrlichen Getrümmer ab wie das sprichwörtliche Zäpfchen im Anus. Zwischen Fistfuck und Spritzgack gaben irgendwann auch die Gitarrensaiten unter der Riffbelastung auf, was in der allgemeinen Partystimmung bis auf die Band aber niemanden störte. Auch auf das obligatorische Rein-Raus-Zugabespiel wurde zugunsten intensiverer und durchgehender Penetration verzichtet, worüber niemand böse war. Denn die Faust ist mit uns, in Ewigkeit, Samen.


Die vierte Frage des Tages lautete: Wer blöket so spät durch Nacht und Wind?

Antwort: Es is der Goaßenpeter, er frisst grad a Kind! Zum Runterspülen gibt’s den weißen Lebensssaft, frisch von der Geiß – MILKING THE GOATMACHINE, Baby! Die Ziegen groovten und grindeten sich mit Wonne und Bewegungsfreude durch den Stall, während der Sound brutalst grundelte und schob. Zwar waren augenscheinlich viele Besucher für die heimischen Pfuigaxi-Buben da gewesen, doch der prächtig derbe Goatcore mit den fetten Eiern stand den Goiserer Fistern um nichts nach. Die meckernden Gesellen zogen alle Register und rissen das Publikum schnell mit – massig heftige Moshpits und amtliches Geschädel waren obligat angesichts der energiegeladenen Show der Ziegenpeter, die sich für die Salzburger wirklich ins Zeug legten. So machte die Sache auch so richtig Spaß – ohne, Pause, ohne Gnade, das Gaspedal auf Anschlag und das Geblöke auf volle Lautstärke! MILKING THE GOATMACHINE machten live einfach Laune und zeigten in der Bar, wo der Bartl, äh, die Goat den Most her holt! Määäh, määh, des war schäääh!
 

Weitere Fotos (auch von nackenden Kehrseiten) findet ihr bei Images Of Pain And Pleasure.


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