22.2.2020, Gasometer, Wien

HAMMERFALL + BATTLE BEAST + SERIOUS BLACK

Text: Wolfgang Kelz | Fotos: manfred
Veröffentlicht am 03.03.2020

Immer wenn die Männer von HAMMERFALL in die Stadt kommen, kann man sich auf eines auf jeden Fall verlassen: für beste Heavy Metal Stimmung ist gesorgt. Für Spannung sorgt, wer darf diesmal für die Metal - Meister eröffnen. Bei der diesjährigen „World Dominion“ Tour wurden die Schwedisch – Deutsche Power Metaller SERIOUS BLACK und BATTLE BEAST engagiert.


Eröffnet wurde die Heavy Metal-Party durch SERIOUS BLACK, die vor einer schon sehr gut gefüllten Halle einen kurzen Querschnitt ihrer drei Alben plus zwei Songs vom aktuellen Longplayer „Suite 226“. Trotz beengter Bühne – der Großteil war für die HAMMERFALL – Deko abgedeckt- gelang es den Mannen um Frontmann Urban Breed in Frack und Zylinder, die Stimmung mit melodischem Metal anzuheben.

 Nach einer erstaunlich kurzen Umbaupause ließen sich die vier Herren und Lady Noora Louhimo von BATTLE BEAST nicht lange bitten, um ihren druckvollen Power – Metal zu präsentieren. Eindeutiger Blickfang ist natürlich Sängerin Noora in ihrem auffallenden Outfit mit Applikationen, Lederstiefeln und gehörntem Haarteil. Eröffnet wird die Show mit „Unbroken“ und „Familiar Hell“ mit sichtlich großer Begeisterung und Spielfreude und diese Begeisterung überträgt sich sofort auf das Publikum im nunmehr vollen Gasometer. Der Körpereinsatz aller Musiker ist schier unglaublich, die Songs sind bekannt und werden lauthals mitgesungen. Langeweile lassen BATTLE BEAST nicht aufkommen, die unvermeidlichen Soli werden nicht in die Länge gezogen, die Begeisterung ist demnach groß und bleibt auch bis zum Schluss erhalten. 


Damit ist alles angerichtet für den Headliner. Die Bühne ist in zwei Ebenen geteilt, oben thront Drummer David Wallin, die Gitarristen und Fronter Joacim Cans nutzen den Platz optimal aus und sind permanent unterwegs. Wenig überraschend wird bei der Setlist keine Schaffenspause ausgelassen, alle großen Hits schallen durch das Gasometer. Auf Kommando, also eigentlich ständig, wird fleißig mitgesungen, kaum jemand im Publikum war zum ersten Mal bei den Hohepriestern des Heavy Metals. Aufgelockert durch launige Ansagen wird das Programm routiniert durchgezogen. Joacim Cans und Oscar Dronjak und ihre Mitstreiter wissen auch nach 23 Jahren genau, wo der Hammer hängt und nach den Zugaben „Hammer High“, „(We Make) Sweden Rock“ und dem zeitlosen Megahit „Hearts On Fire“ werden die fünf Schweden entsprechend abgefeiert. Einen Wermutstropfen muss ich allerdings noch erwähnen. Die Gigs in Deutschland waren um fünf Songs länger, darunter das wunderschöne Duett „Second To One“ mit  Noora Louhimo. Schade!              

 


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