19.06.2014, Livestage, Innsbruck

SACRED STEEL - Sacrament of Steel

Text: Laichster | Fotos: Laichster
Veröffentlicht am 24.06.2014

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Knapp einen Monat nachdem die Tiroler Metal Fraktion durch den LIFELESS Gig (zum Livereport) beglückt wurde, packen die Veranstalter von Alpine Steel zur stählernen Truenesskeule und präsentieren dem klassischen Die Hard Maniac die unzerstörbare True Force of Iron Glory SACRED STEEL mit einer exklusiven Clubshow in der Innsbrucker Livestage. Abegrundet wird das Abendprogramm durch die Plattenjongleure Bruder Cle und Tschak, welche das Publikum am frühen Abend auf den hohen Besuch einstimmen, handelt es sich doch um eine dem arbeitenden Volke freundlich zugedachte Early Show mit Spielbeginn um 20:00 Uhr. Nach dem üblichen Smalltalk und dem obligatorischen Aufwärmdrink an der Bar geht es auch pünktlich zur besten Fußball Prime Time los und trotz des widrigen Umstandes der WM haben sich leider nicht sonderlich viele, jedoch mehr Metalheads als erwartet zur Kultvollbedienung eingefunden.

SACRED STEEL sind nun mittlerweilen seit 1996 auf den Brettern der Welt unterwegs und waren stets ein Garant für ehrlichen Metal voller Herzblut und mit dem 2013er Album "The Bloodshed Summoning" haben die Warriors of Steel rund um Bandleader Gerrit P. Mutz eindrucksvoll bewiesen, dass SACRED STEEL so schnell nicht tot zu kriegen sind, dementsprechend freut man sich heute auf eine der berühmt berüchtigten, energiegeladenen Shows der Deutschen. Während es vor der Tür langsam zu dämmern beginnt, betreten SACRED STEEL nach kurzen Intro die Bühne und werden ihrem Ruf sofort gerecht und drücken gleich eine ihrer besten Nummern, "Maniacs of Speed" vom "Hammer of Destruction" Longplayer (zum Review), in die Tiroler Bergwelt. Trotz anfänglicher Soundprobleme, springt der Funke gleich auf einen Großteil des Publikums über und so versammelt man sich zur stahlgeschwängerten Messe vor der Bühne um kollektiv die Mähne fliegen zu lassen, oder im Falle des Verfassers eben das was noch davon übrig ist.

Ab "Battle Angel" sind auch die technischen Probleme vom Soundmenschen behoben und der Rest der Zuschauer, welcher sich wohl noch im verspäteten Mittagsschlaf befunden hat erwacht auch zum Leben um die enthusiastisch aufspielenden Band zu feiern. Trotz oder gerade aufgrund der geringen Zuschauerzahl entwickelt sich das Konzert zu einer nahezu familiären Angelegenheit, bei der die Protagonisten klarstellen, dass es ihnen nichts ausmacht vor weniger Publikum zu spielen und trotzdem die geforderten 110% aufs Parkett legen. Metal von Die Hards für Die Hards sozusagen und von den Anwesenden wird dies, der heutigen backofenähnlichen Hitze in der Location zum Trotz honoriert und die Fist of Steel zum Zeichen der Ehrerbietung engtegen der Bühne gereckt. Nach "Sacred Bloody Steel" wird mit dem OMEN Cover "Battle Cry" das erste Highlight der Klassiker gespickten Setlist erreicht und der Kreis der üblichen Old School Jünger ist nicht zur halten und grölt den Text im Rudel mit. Die Musiker selbst geben sich derweilen am heutigen Abend äußerst gut gelaunt und sind zu brachialhumorigen Späßen aufgelegt und werden dementsprechend auch mit Jägermeister verköstigt, was nach der dritten Runde wohl nicht mehr ganz im Sinne der spielerischen Qualität liegt, so lässt zumindest Fronter Gerrit verlauten und greift dementsprechend dankbar zur ihm gereichten Packung Orangensaft. Nun ja, auch ein noch so stahlharter Warrior des Metals muss sich eben auf das wesentliche konzentrieren... Aber siehe an da hängt er schon wieder an der Jäger Flasche. Wieder den Befürchtungen scheinen die Herren gegen den on Stage Alkoholkonsum immun zu sein und zocken in der Folge ihre Songs mit stetig steigender Energie.

Mit "Stormhammer" wird des Schreiberlings persönliches Sethighlight erreicht und die Speednumer prügelt erwartungsgemäß die letzten Gehirnzellen aus dem Headbangerschädel. Gleich darauf wird mit "Under the Banner of Blasphemy" der Stärkste Song vom letzten Album dargeboten und wie im Rausch geht es danach mit dem unverzichtbaren Klassiker "Blood on my Steel" zum nächsten kollektiven, heroischen Warriorchor um die Nacht dem Heavy Metal zu weihen. "Carnage Victory" ruft zum blutigen Finale der epischen Schlacht und lässt die Stimmung dem Höhepunkt entgegengehen und als bei "Wargods of Metal" der Fronter der lokalen Black Thrash Macht TRIUMPHANT von Mister Sonnenbrille Gerrit auf die Bühne geholt wird um mit ihm gemeinsam den Song zu intonieren, bündeln sich Kultstatus und lokaler Heldenstatus um gemeinsam dem Publikum den Nacken zu Brechen. Als TRIUMPHANT Sänger Bekim anschließend noch gemeinsam mit den instrumentalen Mitgliedern von SACRED STEEL zum zweiten Mal am heutigen Abend, eher zufällig durch Zurufe aus dem Publikum animiert, "Battle Cry" aufführt und sich dabei gekonnt wie immer die Seele aus dem Leib schreit ist endgültig keiner mehr ruhig auf seinem Platz. Das Angebot Gerrit gegen Bekim einzutauschen, wird vom Rest der anwesenden TRIUMPHANT Mitglieder dankend abgelehnt und der fast verkaufte Stammsänger holt zum letzten Schlag aus. "Carnage rules the Fields" und "Heavy Metal to the End" donnern aus den Boxen und als Grande Finale wird das Misfits Cover "Dig up her Bones" gezockt.

Setlist:
- Maniacs of Speed
- When the Siren Calls
- Battle Angel
- Open Wide the Gate
- Denial of Judas
- Sacred Bloody Steel
- Battle Cry (OMEN Cover)
- No God/No Religion
- Sacred Warriors of Steel
- Stormhammer
- Banner of Blasphemy
- Blood on my Steel
- Metal is War
- Carnage Victory
- Slaugther Prophecy
- Wargods of Metal (mit Bekim Leatherdemon on Vocals)
- Battle Cry (OMEN Cover, Bekim Leatherdemon on Vocals)
- Bloodshed Summoning
- Carnage Rules the Fields
- Heavy Metal to the End
- Dig up her Bones (MISFITS Cover)

Auf der anschließenden After Show Party zeigen sich die Musiker gewohnt lässig an der Bar und stehen jedermann für ein Bier, Foto, Autogramm oder was noch sonst das Fanherz begehrt zur Verfügung. SACRED STEEL haben mit dem heutigen Auftritt wieder einmal bewiesen, dass die Old School Schiene nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden wird! Dem Tiroler Metalvolk wurde eine grandiose Show geliefert an der es auch nach längerer Überlegung nicht das geringste auszusetzen gibt und in Sachen Sympathie ist die Band sowieso der Inbegriff von Trueness ohne Allüren. Am Ende darf sogleich auf das nächste von Alpine Steel veranstaltete Konzert am 06.07.2014 hingewiesen werden, bei welchen der Fan des gepflogenen Gedresches durch CONDITION CRITICAL gebührend beschallt werden wird. Stormbringer wird wie gewohnt vor Ort sein und dem Leser von der Thrash Party berichten.

Thanks für die pics an Christoph Marberger! Weiter Bilder könnt ihr in der Galerie zum Event sehen.


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