25.04.2009, Arena

Subway to Sally (Open Air)

Text: Reini | Fotos: Mika
Veröffentlicht am 12.05.2009

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Früher eine der tourfreudigsten Bands überhaupt, mittlerweile geben sich aber auch SUBWAY TO SALLY mit knappen 40 Shows pro Jahr zufrieden. Dafür bietet man den geneigten Fans und Supportern der Band definitiv Value For Money. Welche Band kann und darf heutzutage noch behaupten, dass man sage und schreibe 130 Minuten lang seine Fans entzückt und in dieser Zeit nicht weniger als 26 (!!!) Nummern zum Besten gibt. Eben! StS können und dürfen das auch. Im Vorfeld, so Anfang März nach Bekanntgabe, dass man auf Grund des so nicht erwarteten Interesses und mangels Ausweichmöglichkeiten (Anm.: im Gaso spielten zur gleichen Zeit PAPA ROACH!) auf das Open Air Gelände der Wiener Arena ausweichen würde, hatte meiner einer so leichte Bedenken. Ende April schon mit einem Open Air anzufahren birgt doch ein leichtes Risiko, aber die Sally’s dürften das schöne Wetter quasi im Tourbus mitgebracht haben, lauer Frühlingsabend, angenehme Temperaturen und ein (fast) gesteckt volles Arena Outdoor Gelände waren die Stützpfeiler für einen Triumphzug der gar nicht mehr so im Mittelalter verwurzelten Rockbarden. Mit ein Erfolgsgarant für die doch überraschend riesige Nachfrage und Publikumspräsenz dürfte das weite Spektrum sein, welches StS mittlerweile anzusprechen scheinen. Da standen die Gothpuppen ebenso im Publikum umher wie die Mittelalterfraktion, da schunkelte Otto Normalverbraucher im Zweiklang mit der Fraktion, welche die Metalshirts (auch da bunt gemischt, vom Traditionalisten bis zum Black Metaller) hoch hielt.

Bevor die but zusammen gewürfelte Meute aber SUBWAY TO SALLY Luft schnuppern durfte war es den Goth Rockern von MONO INC. vorbehalten den Anheizer zu mimen. Das gelang leidlich. Relativ einfach gestrickter, sehr goth-lastiger Rock tönte da aus den Speakern, die Keyboardtöne dürften vom Band gekommen sein, denn Tastenfraktion konnte ich trotz intensivem Absuchens der Bühne keine ausmachen. Ähnlich mit den weiblichen Vocals, welche trotz Drummerin Katha Mia zumeist eingespielt wurden. Besagte Katha durfte dann gegen Ende des kurzweiligen, aber nicht wirklich spektakulären Auftrittes auch noch ein kurzes Solo in die Menge pfeffern (der ersten Reihe schien es gefallen zu haben), bevor die Band mit „Sleeping My Day Away“ ein wenig Kredit beim Verfasser gut machen konnte. Zwar war wohl mindestens 95% der Anwesenden der D.A.D. Klassiker gänzlich unbekannt, sah man sich allerdings die Reaktionen auf diesen Gassenhauer an, haben MONO INC. mit diesem Cover wohl alles richtig gemacht! Setlist Mono Inc.: This Is the Day Temple of the Torn Voices of Doom Burn Me Bloodmoon In My Heart My Sick Mind TV Drums Sleeping My Day Away (D.A.D. Cover) Get Some Sleep

Nach gar nicht mal so langer Umbaupause ertönte dann auch schon das StS Intro, welches direkt von der bezirzenden Stimme von Madame Ria (vom Band wohlgemerkt) abgelöst wurde. Logisch das auch die Band dann uniso in den Song einstieg um unter diversesten Feuersäulen „Komm in meinen Schlaf“ als Opener zum Besten zu geben. Eric Fish, bei seiner ersten Ansage wohl noch etwas paralysiert von den Massen die ihm da entgegenstanden, machte über die Komplettdistanz der mehr als zwei Stunden eine tadellose Figur, war extrem sicher in den Tönen und das trotz eines doch sehr agilen Stageactings. Der Rest der Truppe ist da eher statischer, Frau Schmidt stand mal links, dann wieder rechts vom Sänger und auch die anderen Herren an den Geräten hielten sich eher ans spielen denn performen. Auffallend auch, dass – wie angekündigt - viele neue Stücke den Weg in die Setlist gefunden haben, nach dem Einstiegstripple fanden sich da noch „So fern, so Nah“, der „Judaskuss“ und die insgesamt fünfte Zugabe „Vater“ im Programm. Mit einer Tradition wurde zwar gebrochen (es gab KEINE Rosen, welche von der Stage aus verteilt wurden), eine andere wurde aber beibehalten: „Und jetzt kommt: Der Schrei ist nach wie vor Eric Fish Lieblingsspielzeug. Apropos Spielzeug, natürlich gehört zu den SALLY Mannen und der Frau an der Geige auch ne zünftige Feuershow, die war gerade zu Beginn des Auftrittes so markant, dass die fotografierenden Kollegen erst bei „Besser Du rennst“ den Pit entern duften. Ob jetzt als Säulen, als Wand, als Pyros, als brennender Mikroständer in Szene gesetzt, oder als Feuerspuckende Akteure, gebrannt und gefunkelt hat es oft und auch einigermaßen spektakulär und zwar annähernd während des gesamten Auftrittes

Songs wurden „dazwischen“ auch gespielt – logisch - mal zum Grölen wie der „Liebeszauber“, „Auf Kiel“ oder das nach wie vor extrem coole „Sieben“ (mit Einzählritual!), dann wieder zum Tanzen geeignet wie der „Veitstanz“ (Nomen est Omen), oder ganz verträumt wie das akustisch dargebotene „Kleid aus Rosen“. Selbstredend, dass auch der „Fremdhit“ namens „Eisblumen“ dargeboten wurde und vor „Die Trommel“ durfte Simon Michael ein wenig seine Schlagwerkkenntnisse zum Besten geben. Der Zugabenblock war üppig, ehe uns Eric Fish samt Band mit dem leisen, nachdenklichen „Vater“ auf den Nach Hause Weg schickte. Fazit: Das überlass ich diesmal SUBWAY TO SALLY Sänger Eric Fish, welcher in seinem Tourblog auf subwaytosally.de zum Wien Konzert meinte: „Da fällt mir nichts mehr ein!!!! Jede Beschreibung würde der Wirklichkeit spotten. Ich habe ein bisschen geweint nach dem Konzert – vor Glück!“ Setlist Subway to Sally: Intro Komm in meinen Schlaf Aufstieg Besser du rennst Knochenschiff Unsterblich So fern so nah Judaskuss Liebeszauber Veitstanz Kleid aus Rosen Minne Die Trommel Einsam Eisblumen Falscher Heiland Die Jagd beginnt Alle Psallite Cum Luya Mephisto Sag dem Teufel Tanz auf dem Vulkan Auf Kiel -------------------------- Ohne Liebe Sieben Julia und die Räuber ------------------------- Fatum Vater


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