Plattdeutscher Death Metal - die Deutschen Death/Thrashmetaller ARMAGENDA sind beim Plattbeats 2020 dabei!

Text: Dark Lord
Veröffentlicht am 16.02.2020 um 16:42 Uhr

Ist das Plattdeutsche in der Musik nur etwas für Shantychöre? Der Songwettbewerb Plattbeats belegt seit Jahren das Gegenteil und vereint Songs verschiedenster Stilrichtungen mit der plattdeutschen Sprache. Ob Indie-Pop, Crust Punk oder gar Extreme Metal – Grenzen gibt es keine. 2020 geht Plattbeats in seine mittlerweile dritte Runde und wird erneut eine bunte Vielfalt an Künstlern, Künstlerinnen und Bands zusammenbringen, die oft zum ersten Mal einen ihrer Songs auf Platt neu interpretieren. Höhepunkt des Projekts ist das Finale am 25. April im Logo in Hamburg, in dem die besten Teilnehmer der Ausgabe ihre Ergebnisse bei einem Konzert live spielen und dabei um die Plattbeats-Krone und Preise im Gesamtwert von 1.200 Euro gegeneinander antreten. Bereits seit der ersten Ausgabe im Jahr 2018 belebt Plattbeats die Musikszenen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ungemein. 

Junge Bands, deren Mitglieder im Alter zwischen 15 und 30 Jahren liegen, können im Rahmen des Projekts einen ihrer Songs einreichen und übersetzen diesen dann gemeinsam mit Platt-Experten. Der Wettbewerb zeichnet sich dabei vor allem durch seine ungeheure musikalische Vielfalt aus: 2019 gewann die Hamburger Alternative-Rockband Fuxx den Wettbewerb, die Erstausgabe konnte das Hip-Hop-Crossover-Projekt Standbild für sich entscheiden. Auch ansonsten beherbergte Plattbeats bereits eine beeindruckende musikalische Bandbreite. Teil der letztjährigen Ausgabe waren etwa die Punkband Unterbäzahlt, die Funk-Gruppe Grapefunk, die Reggae-Kombo Shrooms oder Zwo Eins Risiko, die gerade als erstes Signing von Carol von Rautenkranz‘ neuem Label Napa Songs Teil einer neuen Hamburger Schule sind. Gemeinsam sorgten diese und weitere Acts 2019 in der Pumpe in Kiel für ein furioses Finale, in dem sich Zuschauer und Bands gleichermaßen von der Diversität der Teilnehmer begeistert zeigten.

Plattbeats ist zwar in letzter Konsequenz ein Wettbewerb, versteht sich aber in erster Linie als gemeinschaftliche Erfahrung vieler Kreativer. Das Projekt bietet so nicht nur die Möglichkeit, sich kreativ mit der plattdeutschen Sprache auseinanderzusetzen, sondern stellt gleichzeitig die Möglichkeit dar, sich miteinander zu vernetzen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Viele Plattbeats-Teilnehmer bleiben auch nach dem Ende des Wettbewerbs Teil der Gemeinschaft, spielen gemeinsam Konzerte, nehmen an internationalen Platt-Projekten Teil oder spielen auf anderen Plattbeats-Events wie etwa der Eröffnungsfeier der diesjährigen Ausgabe, die im Oktober in Kiel über die Bühne ging.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es hier. Einreichungen sind bis zum 25. März 2020 möglich.

In diesem Jahr sind auch die Death/Thrashmetaller ARMAGENDA dabei!

Die 2011 gegründete Band ARMAGENDA kommt aus der an der Ostsee gelegenen Hansestadt Wismar und hat einen speziellen, eigenständigen Sound, welcher im Großen und Ganzen als Death- /Thrashmetal beschrieben werden kann. Auf den zweiten Blick jedoch sticht der Facettenreichtum der Band ins Ohr, Einflüsse aus den Heavy-, Black- und Progressiv-Bereichen sind dabei zu erkennen.

Reinhören in ihren Song "Seelentyrann" könnt ihr hier!

Quellenangabe: Zentrum für Niederdeutsch in Holstein
Fotocredits: Zentrum für Niederdeutsch in Holstein

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