INFERNO: sprechen über Paradigmen und Horizonte!

Text: FiniMiez
Veröffentlicht am 05.03.2021 um 11:00 Uhr

 

Die technischen Black Metaller INFERNO bestehen aus Sänger Adramelech, Gitarrist / Bassist Ska-Gul; Gitarrist Morion, Schlagzeuger Sheafraidh und Gastsänger Hekte Zaren. 

Das kommende Album „Paradeigma (Phosphenes of Aphotic Eternity“ soll im Mai 2021 erscheinen. Aufgenommen wurde das Album in den KSVstudios (Prag) von Sheafraidh und Ska-Gul, gemischt und gemastert von Stephen Lockhart im Studio Emissary (Reykjavík).

 


Tracklist:

01. Decaying Virtualities Yearn For Asymptopia
02. The Wailing Horizon
03. Descent Into Hell Of The Future
04. Phosphenes
05. Ekstasis Of The Continuum
06. Stars Within And Stars Without Projected Into The Matrix Of Time



Um die Wartezeit auf das Album zu verkürzen, gibt es den Song „The Wailing Horizon“ zu hören. Die Band spricht in einem Interview mit Jonathan von DMP über den Song.

Ska-Gul (Gitarren):

„Kompositorisch gesehen ist jeder Song des Albums spezifisch und es wurden verschiedene Ansätze verwendet. Besonders im Vergleich zu den vorherigen Alben. Damals war das Songwriting immer mit dem Live-Schlagzeugspiel verbunden: ein Skelett des Songs wurde in Zusammenarbeit mit den Schlagzeugern komponiert und die Stimmung sowie spezifische Töne wurden dann über den Riffs/der melodischen Basis erzeugt. Diesmal habe ich mit einfachen programmierten Drums gearbeitet, nur um mir ein primitives rhythmisches Fundament oder eine Richtlinie zu geben, um die wesentliche Aura der Songs zu schaffen.
 
Die Töne, die ich beim Komponieren von „The Wailing Horizon“ suchte, sollten eine Atmosphäre ausdrücken, die ich in mir spürte, und es gab auch den Wunsch, die Musik von der allgemeinen Metal-Schablone zu trennen. Also habe ich zunächst das klassische Fundament aus verzerrten Gitarren verworfen und bin dazu übergegangen, die Arrangements/Soundlandschaften zu kreieren, mit denen ich die besagte Atmosphäre ausdrücken wollte. Um dieses innere Gefühl zu beschreiben, könnte ich Worte wie Losgelöstheit, Trennung oder Unverbundenheit verwenden.
 
Beim Komponieren lasse ich einfach die Emotionen fließen, lasse die Fantasie wandern, während ich versuche, den Prozess nicht durch zu viel Denken zu behindern. Ich agiere einfach. Wegen dieser Spontaneität muss ich einzelne Motive später bearbeiten oder sogar löschen und neue schaffen, damit sie ins Gesamtkonzept passen. So geschah es auch bei „The Wailing Horizon“. Es war der erste Song, der fertiggestellt wurde, aber gleichzeitig auch der allerletzte, an dem ich wesentliche Änderungen vorgenommen habe.
 
Technisch gesehen habe ich alles zu Hause in der Software erstellt, die ich habe, und nur die grundlegenden Plug-Ins (Reverb, Delay, Chorus) verwendet. Das Schlagzeug und die Vocals wurden im Studio aufgenommen.“
 
Die Band ergänzt: 

„Wie bereits von Ska-Gul erwähnt, gab es anfangs keine verzerrten Gitarren, die das klassische Riff-Fundament bildeten, und als Stephen Lockhart vorschlug, zusätzliche verzerrte Gitarren aufzunehmen, hatten wir ziemliche Schwierigkeiten, diese Idee zu akzeptieren. Diese Veränderung war definitiv vorteilhaft für das Material und vor allem für den Sound, denn ohne sie würde „Paradeigma“ sehr, sehr flach klingen. Stephens Vorschlag zu akzeptieren und tatsächlich seinen Wert zu sehen, hat Zeit gebraucht, weil wir so besessen von der ursprünglichen Vision waren. Das war wahrscheinlich das Schwierigste bei der Arbeit an dem Album. Im Allgemeinen flossen die neuen Ideen sehr flüssig und die eigentliche Konstruktion der Klanglandschaften und/oder des Konzepts kam nie an einen Punkt, an dem wir uns viel zu sehr abmühen mussten, um die gewünschte Vision zu erreichen oder uns mit weniger zufrieden geben mussten. Das heißt aber nicht, dass der Prozess einfach war.
 
Textlich geht es in der ersten Hälfte von „Paradeigma“ darum, das große Muster, das die gesamte Schöpfung durchdringt, sozusagen musikalisch darzustellen. Ich denke, man könnte sagen, dass „The Wailing Horizon“ - dem Titel nach zu urteilen - episch alle Möglichkeiten der Schöpfung eröffnet, eine Entfaltung der Energie, bevor die später folgenden Tracks diese Energie in eine bestimmte Richtung lenken.“

 

Quellenangabe: Debemur Morti Productions
Fotocredits: Debemur Morti Productions
Weitere Infos: Inferno

WERBUNG: Hard
ANZEIGE