ICED EARTH: Jon Schaffer bekennt sich schuldig - Details des Deals mit der Regierung!

Veröffentlicht am 16.04.2021 um 18:32 Uhr

Der ICED EARTH-Gitarrist Jon Schaffer hat zugestimmt, sich für seine Rolle bei den Unruhen am 6. Januar im US-amerikanischen Kapitol schuldig zu bekennen. Im Rahmen des Plädoyers wird erwartet, dass er eine Kooperationsvereinbarung mit der Regierung abschließt.

Obwohl Schaffer ursprünglich wegen sechs Verbrechen angeklagt wurde, darunter körperliche Gewalt und gezielte Bekämpfung der Polizei mit Bärenspray, hat er zugestimmt, sich nur zu zwei Anklagen schuldig zu bekennen: Behinderung eines offiziellen Verfahrens des Kongresses; und das Betreten des Kapitols, während es mit einer tödlichen oder gefährlichen Waffe bewaffnet ist. Die erste Anklage wird mit bis zu 20 Jahren Gefängnis bestraft, während die zweite mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft wird.

Während der heutigen Anhörung soll ein Bundesrichter Schaffer gefragt haben, ob er verstanden habe, dass er sein "Recht, als unschuldig angesehen zu werden" "aufgibt". Schaffer sagte, er verstehe und stimme zu.

Die Regierung erklärte sich damit einverstanden, sich der Freilassung von Schaffer während der Urteilsphase nicht zu widersetzen.

Der 53-jährige Musiker ist der erste Angeklagte des Kapitols, der einen Plädoyer-Deal erzielt hat.

Aufgrund des Deals zwischen Schaffers Anwälten und den Behörden, drohen ihm jedoch nur zwischen 3,5 und 4,5 Jahre Haft. Die Dauer hängt dabei auch davon ab, welche Ergebnisse die Zusammenarbeit mit den Behörden liefert. Laut Richter Amit P. Mehta, wurde Schaffer im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen sogar die Aufnahme in das Zeugenschutzprogramm angeboten. Des Weiteren ist Schaffer aufgrund der getroffenen Übereinkünfte zunächst auch unter Auflagen aus der Haft entlassen worden. Die Auflagen im Einzelnen sind:

1. Er steht unter der Aufsicht des Gerichts im Northern District of Indiana
2. Er muss seinen Pass sowie alle weiteren internationalen Reisepapiere abgeben
3. Er darf sich nicht in Washingten D.C. aufhalten. Eine Ausnahme gilt für die Anhörungen vor Gericht und Treffen mit seinen Anwälten.
4. Ihm wird erlaubt, lediglich innerhalb der kontinentalen USA zu reisen, wenn er diese im Voraus den Behörden mitteilt.
5. Er darf keine Waffen und Sprengstoffe jedweder Art besitzen, auch wenn diese legal sind. Bereits in seinem Besitz befindliche Waffen müssen abgegeben werden.

Weitere Infos: ICED EARTH

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