Souldrinker - Semper Fidelis II

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VÖ: 10.01.2014
Bandinfo: SOULDRINKER
Genre: Modern Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Die “Semper Fidelis“-EP markierte heuer einen fulminanten Tonträger-Einstieg. Dass die modern klingenden, harten wie auch groovenden Songs auch live zünden, konnte ebenfalls schon unter Beweis gestellt werden, dass aber bereits kurze Zeit später schon der nächste Studio-Streich eintrudelt, war dann doch einigermaßen überraschend. Das tolle, stilvolle Albumcover ist das erste, was bei der neuen EP ins Auge sticht. Ein Blick auf den Titel und die Playlist zeigt, dass sich alle Songs der Debüt-EP (inklusive Intro) auch hier wiederfinden. Das Novum besteht allerdings darin, dass hier nur mehr Frontröhre Iris Boanta zu hören ist und als Vorbereitung auf die Bandzukunft alle Stücke ohne Growls veröffentlicht werden. Hintergrund dafür ist der Ausstieg von Growler Alex Gindu, mit dem allerdings auch weiter bestes Einvernehmen besteht, die Band jedoch zukünftig mehr in Richtung Melodik ohne Death Metal-Einfluss tendieren will. Somit gilt es nun, quasi „umzuhören“, sprich sich bezüglich der sich im Gehirn festgesetzten SOULDRINKER-Hörgewohnheiten umzuorienteren. Nach Anfangsschwierigkeiten vermag das jedoch leicht zu gelingen. Tolle, packende Songs bleiben ebensolche auch unter Verzicht auf die rauen Grunzteile, so einfach kann dieser Umstand festgehalten werden.

Fesselnde Dynamik, flüssiges Songwriting, erdiger Groove und packende Eingängigkeit des starken Songmaterials bleiben in unverminderter Qualität bestehen und man kann sich voll auf die raue, dennoch melodiöse und sehr starke Reibeisenröhre von Iris konzentrieren, die dem Sound zusätzliche Eier verpasst, wenn man dies so formulieren darf. Doch auch Neues gibt es auf „Semper Fidelis II“ zu hören. Zum geilen Groover „Damn The Machine“ wurde ja bereits ein Videoclip veröffentlicht, zudem gesellt sich der geile Brecher „Hope Is Gone“, der sich bereits nach dem ersten Hören als Livegranate herauskristallisiert - was auch beim Konzert mit POWERWOLF schon bewiesen wurde, als der Slogan „Now You Will Suffer!“ ins Auditorium dröhnte. Ich kann mich nur wiederholen, eine couragierte Plattenfirma sollte hier zupacken und diese tolle Band unter Vertrag nehmen, die auch mit den neuen Songs beweist, dass die Debüt-EP keine helle Sternschnuppe war, sondern hier mit einer gewissen Nachhaltigkeit fette, moderne Riffs und explosiven Groove-Metal mit starken Female-Vocals erwarten darf!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (01.12.2013)

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