Krisiun - Apocalyptic Revelation (Re-Release)

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VÖ: 29.11.2013
Bandinfo: KRISIUN
Genre: Death Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Nach dem markerschütterenden Debütalbum „Black Force Domain“ (1995) überließ das brasilianische Brüdertrio bei KRISIUN erst einmal nichts dem Zufall, sondern hat penibel darauf geachtet, die satanischen Botschaften weltweit auch so gut wie möglich zu verbreiten. So mussten sich die zahlreichen neu gewonnenen Fans der Jungs aus Ijuí ganze drei Jahre lang gedulden, bis der nicht minder knüppelharte Nachfolger „Apocalyptic Revelation“ eingetütet war. Auch diese schöne Stück Vergangenheit legt uns die die Westfalen-Edelschmiede Century Media Records, dankenswerter Weise mit allerlei Zusätzen angereichert, noch einmal neu auf.

Auf dem zweiten Album der Brasilianer gelang doch tatsächlich das seltene Kunststück, die irrwitzige Rasanz des Debüts noch einmal zu potenzieren und eines der allerschnellsten Schlachtschiffe seit dem legendären DEICIDE-Longplayer „Legion“ (1992) vorzulegen. Eben genannte US-Death-Legende ist sowieso ein guter Vergleich zu „Apocalyptic Revelation“, denn an Glen Benton und Co. orientierten sich KRISIUN anno 1998 gleich mehrfach. Das beginnt etwa beim Sprung von Intro zu Geknüppel in „Creation’s Scourge“, setzt sich fort bei der Prügelorgie in „Rites Of Defamation“ und endet in etwa bei Stimmlage und Solos in „Rises From Black“ – das beide Combos nur allzu gerne vom Gehörnten schwadronieren, liegt ja ohnehin auf der Hand.

Absolute abartig sind nicht nur die schier unmenschlichen Blastbeat-Stakkatos Max Colesne, sondern auch die Gitarren-Sweeping-Fähigkeiten seines Bruders Moyses, der sich hier quasi von Song zu Song selbst übertrifft und einst eine wirklich fette Duftnote im Death-Metal-Underground setzen konnte. Kein Wunder, dass KRISIUN schon damals in einem Atemzug mit INCANTATION zu den absolut derbsten Combos gezählt wurde – NILE oder HATE ETERNAL machten damals gerade ihre ersten Gehversuche. Den Schritt zu vertrackteren, in gewisser Weise mit mehr Epik durchgezogenen Hymnen fanden KRISIUN schlussendlich zur Jahrtausendwende – „Apocalyptic Revelation“ war das zweite hyperschnelle und in dieser Machart auch letzte Album der Südamerikaner. Eine schwindelerregende Entwicklung vom Debütalbum, zu richtigen Big Names in der Szene stiegen die Brasilos dann aber erst mit dem nächsten Werk auf - hier waren sie einfach noch die uneingeschränkten "Kings Of Killing".



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (28.11.2013)

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