Dragonhammer - The X Experiment

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VÖ: 02.12.2013
Bandinfo: DRAGONHAMMER
Genre: Progressive Power Metal
Label: My Kingdom Music
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Lineup  |  Trackliste

Die Italiener von DRAGONHAMMER wurden bereits 1999 geboren, doch trotz dieser Tatsache hat man es seither erst auf zwei ganze Veröffentlichungen gebracht. Grund dafür waren insbesondere Die Wechsel innerhalb des Lineups, doch dieses präsentiert sich anno 2013 nun gefestigter dennje, was es den Jungs ermöglicht hat, nach all den Jahren endlich eine neue Platte einzuspielen. "The X Experiment" ist das erste DRAGONHAMMER Album seit 2004 und anders als man es beim Bandnamen erwarten würde, erwartet den Hörer hier kein episches Power Metal Album, das sich mit glorreichen Schlachten auseinandersetzt. Stattdessen bekommt man astreinen Prog/Power Metal im Stile von SYMPHONY X serviert.

Eingeleitet wird der Neuanfang mit einem relativ unspektakulären Intro, dem ich ehrlicherweise keine große Beachtung zuteil werden ließ. Wichtiger war dann doch der Opener "The End of the World", der mich mit seinem Intro ein wenig an das "Welcome to the other side" Album von RAGE erinnert, sich dann aber eher in eine Richtung bewegt, die mir aus älteren SYMPHONY X Tagen vertraut vorkommt. Zwar sind die Strukturen weitaus weniger verschachtelt, aber Sänger Max Aguzzi trägt sein übriges dazu bei, dass dieser Vergleich alles in allem nun wirklich nicht hinkt. Seine Stimmfarbe kommt der von Russell Allen sehr nahe und auch die Instrumentalisten der Band gehen sehr versiert an ihr Werk heran! Der Song an sich kommt mit ordentlichem uptempo daher und bewegt sich mit dem Chorus doch schon eher in die Richtung des modernen Power Metals.

"Seek in the ice" variiert insbesondere in Sachen Tempo weitaus mehr und erinnert musikalisch sehr stark an den letzten Output ihrer Landsmänner DGM. Technisch zeigt man sich weiterhin auf höchstem Niveau und wenn ich den Vergleich von damals zu heute ziehe, haben die Jungs sich um WELTEN verbessert. Sowohl textlich als auch musikalisch brilliert man durchweg, auch wenn der Titeltrack sich etwas schwieriger gestaltet als die zwei vorangegangenen Nummern. Dieser ist eher einer von der Sorte "wird mit jedem Durchlauf besser", aber gerade solche Songs machen ein Album dieser Sorte erst so richtig stark. Mit "Follow your Star" gibt es noch die obligatorische Ballade auf die Ohren, in der man Max in Form von weiblichem Gesang noch Gesellschaft leistet. Wer die Junge Dame ist, kann ich an dieser Stelle leider nicht beantworten. Auch die balladesken ruhigen Töne stehen der Truppe sehr gut zu Gesicht und so deckt man quasi alles ab, was in irgendeiner Form relevant wäre für ein Album in diesem Genre.

Mir kommt "The X Experiment" fast schon wie ein Debüt von einer völlig neuen Band vor und am Ende des Tages muss ich es auch fast schon so bewerten, wenn ich den großen Sprung im Vergleich zur 2004er Platte "Time for Expiation" mal ganz nüchtern betrachte. Auf dem neuen Album macht man so einiges richtig, wobei man in der Mitte vielleicht die Qualität minimal schleifen lässt im Vergleich zu den ersten drei Nummern und dem starken Abschluss mit "Last Solution". Nichts desto trotz kann ich kaum negative Worte über diese Platte verlieren, denn was sie macht, macht sie mehr als nur gut. Wer mal wieder Bock auf eine Prog-Scheibe mit Ohrwurmcharakter hat, der wird hier sicherlich nicht zu kurz kommen!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Sonata (02.12.2013)

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