INVIDIOUS - In Death

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VÖ: 06.12.2013
Bandinfo: INVIDIOUS
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Sepulchral Voice Rec.
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Nichts ist in Schwedens Musikszene derzeit populärer als das ständige Berufen auf die alte Schule. Völlig egal, ob damit Rock-, Metal- oder Pop-Bands angesprochen werden – die Rückbesinnung eint alle Sparten. INVIDIOUS aus dem morbiden Uppsala (ihr wisst schon, die Heimat von WATAIN) sind eines der aktuellsten Beispiele für diese Thematik, klingen die vier Songs auf der zu beschnuppernden Einstiegs-EP „In Death“ schließlich wie eine Mischung aus alten SEPULTURA, CELTIC FROST und SARCOFAGO. Death Metal ist der kleinste gemeinsame Nenner der einzelnen Songs, doch die markante Thrash-Harke und das penetrante Schielen aus dem Schwarzwurzelbereich kann nicht abgestritten werden.

Wer nun glaubt, INVIDIOUS wären eine Haufen frischgefangener Jungspunde mit dem Ziel des Szene-Aufmischens, könnte ferner nicht liegen. Vielmehr ist das Fünf-Mann-Projekt eine zweite Spielwiese der beiden IN SOLITUDE-Brüder Pelle (voc) und Gottfrid Åhman (bass), die sich hier noch in roher und ungestreckter Kompromisslosigkeit ausleben können, während ihre Haupt-Combo langsam aber sicher durch die Decke bricht. Gemeinsam mit ein paar tatkräftigen schwedischen Underground-Metal-Heroen (unter anderem ex WATAIN-Livegitarrist Hampe Death) huldigen INVIDIOUS also der ganz alten Schule und brettern mit viel morbider Atmosphäre durch das eher mäßig produzierte Unterholz.

Die Songs überzeugen vor allem durch aggressive und ins Hirn sägende Gitarrenriffs und Pelles aus dem Hintergrund nach vor keifende Old-School-Stimme. Ein paar Blastbeats hier, partiell eingestreute Soli und Melodien da – fertig ist das akustische Süppchen für die Deibel-huldigende Kuttenträgerfraktion. Die Songs wurden übrigens schon zwischen 2005 und 2009 (anfangs sogar noch unter dem Banner KATALYSATOR) verfasst und jetzt erstmals auch auf CD zugänglich gemacht. Das feurige „Throne Of Death“ erweist sich mit seinen gespenstischen Rhythmuswechsel als eindeutiges Highlight – für eine Full-Length müsste das Songwriting aber noch ein bisschen Zwingender ausfallen. Übrigens: Das paralysierende Artwork stammt von WATAIN-Frontmann Erik Danielsson. Mag dem einen oder anderen möglicherweise dienlich sein zur Kaufentscheidung…



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (05.12.2013)

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