Killers - Murder One (Re-Release)

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VÖ: 15.11.2013
Bandinfo: Killers
Genre: Heavy Metal
Label: Metal Mind Productions
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Lineup  |  Trackliste

Paul Di'Anno kennt natürlich jeder. Der ehemalige Frontmann von IRON MAIDEN hat mit der Band um Steve Harris (Bass) seinerzeit zwei Alben für die Ewigkeit gemacht. Nach seinem Ausstieg bei IRON MAIDEN hat sich Paul leider nicht sehr glorreich weiterentwickelt, vielmehr wurden einige falsche Entscheidungen getroffen. Aus diesem Grund sind auch seine Werke unter dem Banner KILLERS nicht sonderlich bekannt geworden. An dieser Stelle muss allerdings angemerkt werden: Völlig zu unrecht!

Denn zumindest das 1992er Werk "Murder One" ist eine wirklich starke Scheibe, die so einige Kracher beheimatet, die man heute gar nicht mehr auf dem Schirm hat. Klar, Paul Di'Anno macht sich freilich seine Vergangenheit zunutze und packt eine Coverversion von "Remember Tomorrow" mit auf die Platte. Aber seien wir mal ehrlich: Wer hätte das nicht gemacht? Zumal seine Fans bei seinen aktuellen Touren immer nach den MAIDEN-Songs schreien. Und wenn die Sache dann noch gut gemacht ist, kann man durchaus sein OK geben.

Seinem Körper hat er so einiges angetan, seine Stimme war 1992 allerdings noch vollkommen auf der Höhe. Das kann man bei dem genannten Cover von "Remember Tomorrow" auch deutlich hören. Aber es soll nicht der Eindruck entstehen, dass nur dieser Song gelungen ist. Zwar gibt es noch ein Cover, nämlich "Children Of The Revolution" von T-REX (coole Version), dann aber auch deftige Kracher wie "Impaler", "The Beast Arises", "Marshall Lockjaw" oder "S&M". Auch dank einer genialen Band, die zu jeder Zeit muskalisch überzeugt, kommen die Songs verdammt cool rüber. Hier hat sich Paul damals genau die richtigen Leute ausgesucht.

Rein stilistisch gibt es einen Spagat zwischen NWOBHM und US Metal, der vom ersten Song an überzeugt. Es gibt keine Ausfälle oder schwache Nummern. KILLERS haben auf "Murder One" mächtig reingeklotzt. Kein Wunder also, dass die Platte damals von der Presse ziemlich gut aufgenommen wurde. Einen Verweis an JUDAS PRIEST ("Impaler"), ACCEPT ("The Beast Arises") oder METAL CHURCH kann man ebenfalls gut raushören.

Die Bonustracks (bis auf "Dream Keeper") sind allesamt im Proberaum aufgenommene Live-Versionen die zeigen, wie gut die Konstellation um KILLERS damals war. Die Songs hätte man so auch auf ne Live-Scheibe packen können. Das schicke Digi-Pack kann sich ebenfalls sehen lassen. Insgesamt also ein Re-Release, der seine Daseinsberechtigung hat. Wer 1992 vergessen hat, die KILLERS zu würdigen, der kann das hier nachholen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ingo Nentwig (12.12.2013)

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