THAUROROD - Anteinferno

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VÖ: 20.12.2013
Bandinfo: THAUROROD
Genre: Power Metal
Label: Noiseart Records
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Lineup  |  Trackliste

Nachdem man 2010 mit „Upon Haunted Battlefields“ endlich das lang ersehnte Debüt veröffentlichen konnte, dachte man, dass THAUROROD endlich angekommen seien, doch was folgte, war eine Tour voller Katastrophen. Sänger Markku Kuikka verließ die Band wegen Unstimmigkeiten während der Tour und sein Ersatz konnte sowohl Fans als auch Band nicht überzeugen. Ganz schnell machte sich das Gefühl breit, das Kapitel THAUROROD könnte wieder ad acta gelegt werden. Doch die Finnen blieben hartnäckig und konnten ihr Line-Up anno 2013 stabilisieren. Mit im Gepäck haben sie natürlich ihren neuen Sänger Andi Kravljaca und das frische Album „Anteinferno“.

Dem Album merkt man an wirklich keiner Stelle an, dass man in der Vergangenheit durch die Hölle gegangen ist, was ein stabiles Line-Up angeht. Andi hat sich nahtlos eingebracht und bereits eigene Songs für die Platte geschrieben. Los geht’s mit „Planet X“, das mit schönen ruhigen Pianoklängen eingeleitet wird, dann aber ordentlich an Fahrt aufnimmt und in astreiner Power-Metal-Manier aus den Boxen knallt. Andis Stimmfarbe erinnert mich ein wenig an den damaligen finnischen Casting-Show-Gewinner Ari Koivunen, hat dementsprechend aber auch was sehr eigenes. „Heart Of A Lion“ bremst die Geschwindigkeit ein wenig aus, wirkt aber nicht weniger catchy als der Opener. Zu „Overboard“ haben die Finnen ein Video abgedreht, was meiner Ansicht nach keine schlechte Idee war, so ist jener sicherlich der Song, der den Fans da draußen am besten gefallen wird.

Woran das liegt? Er bedient alle klassischen Klischees des epischen Power Metals und trumpft dementsprechend auch mit einem Chorus auf, der sich auf Anhieb in den Gehörgängen festsetzen wird. „Far From Home“ und „Marked For Diablo“ gehen das Geschehen weitaus ruhiger an und punkten insbesondere mit ihrer Atmosphäre. Der Long- und zugleich Titeltrack „Anteinferno“ zieht sich künstlich etwas in die Länge, weil der Nummer innerhalb der zehn Minuten doch ein wenig das gewisse Etwas abhanden kommt. Keine schlechte Nummer, unter all den Longtracks da draußen aber auch wahrlich kein Prachtstück. Gegen Ende fabriziert man mit „The Path“ dann nochmal astreinen Uptempo-Power-Metal der ersten Güte, um den Hörer aus dem Sessel zu reißen.

Alles in allem ist „Anteinferno“ ein eingängigeres Werk als sein Vorgänger, legt die progressive Seite ab, wirkt im Gegenzug aber deutlich catchier. Andi Kravljaca ist jetzt schon eine Bereicherung für die Truppe und veredelt die Nummern mit seiner einzigartigen Stimme. Allgemein tun THAUROROD nur gut daran, ihren Weg weiter zu beschreiten, denn das neue Album zeigt eindrucksvoll auf, das man noch lange nicht am Ende der Reise angelangt ist. Für die Power-Metal-Fans unter euch wäre „Anteinferno“ mit Sicherheit ein schönes Geschenk unterm Weihnachtsbaum.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: manfred (17.12.2013)

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