Funeral Circle - Funeral Circle

Artikel-Bild
VÖ: 12.11.2013
Bandinfo: Funeral Circle
Genre: Doom Metal
Label: Shadow Kingdom Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay | Webshop
Lineup  |  Trackliste

Doom Bands gibt es derzeit wie Sand am Meer, das Genre erfreut sich eines mindestens 4. Frühlings. Mit FUNERAL CIRCLE meldet sich eine 2007 gegründete, kanadische Band zu Wort, deren Herkunft man eher in Richtung England verorten würde. Mit einer interessanten Mischung aus PARADISE LOST Leads und Stimmung und Harmonien und Songarrangements die von SOLSTICE stammen könnten macht die Band vieles richtig. Genug Erfahrung haben FUNERAL CIRCLE auch, man hat immerhin neben diversen Demos auch eine Split mit den fantastischen LORD VICAR vorzuweisen.

„Scion Of Infinity“ ist eine schöne Eröffnungsnummer, die die Grundausrichtung des Albums recht unaufgeregt vorgibt, gefolgt von „Amaranthine (Wandering Dreamer)“, welches mit akustischen Gitarren aufgelockert wird. Straight Richtung alte PARADISE LOST geht’s dann mit „Corpus Of Dark Sorcery“. Dunkle, ruhige Strophen, unheilvolle Atmosphäre und tolle Greg Mackintosh Gedächtnisriffs. Lediglich der Sänger, lt. Metal Archives ein gewisser Revenant, kann nicht ganz mit Nick Holmes mithalten. Natürlich kommt kaum eine Doom-Band ohne eine Huldigung an BLACK SABBATH aus, so haben wir auf diesem Album mit „Tempus Edax Rerum“ eine tolle, wirklich gelungene „Planet Caravan“ Annäherung.

„The Charnel God“ bringt dann psychedelische Elemente ins Spiel und erinnert mehr als einmal an SOLSTICE. „Black Colossus“ bringt es zu einer kleinen Hymne, die im Mittelteil auch ordentlich Gas gibt. Das abschließende „Obelisk“ ist genau das. Ein bleischwerer Monolith, den man definitiv zwei, drei Mal hören sollte, bevor er sich komplett erschließt.

Zwar bieten FUNERAL CIRCLE, deren komplette Besetzung scheinbar nach den Aufnahmen des Albums abhanden kam, nichts wirklich Neues, dennoch macht das Album zumindest mir großen Spaß. Ich mag diese leicht winterliche, „Englische“ Atmosphäre. Man darf gespannt sein, in wie weit sich in Zukunft der Sound der Band ändert und ob es gelingt, trotz der vielen Wechsel zu den ganz Großen aufzuschließen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Alex M. (18.12.2013)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: ICONIC - Second Skin
ANZEIGE