Suicidal Angels - Divide And Conquer

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VÖ: 10.01.2013
Bandinfo: Suicidal Angels
Genre: Thrash Metal
Label: Noiseart Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Irgendwann hat die Luft ja einmal ein bisschen raus sein müssen. Nach drei nun wirklich verdammt starken Releases und der ebenfalls empfehlenswerten Wiederveröffentlichung des „Eternal Domination“-Albums, ist Gitarrist/Sänger Nick Melissourgos, Drummer Orpheas Tzortzopoulos und den beiden Neuen (Chris Tsitsis [Guitar], sowie Aggelos Lelikakis [Bass]) auf „Divide And Conquer“ ein wenig die Puste ausgegangen.

Dabei fängt alles noch so gewohnt wunderbar an: Das mit dezentem WARGASM-Riffing auftrumpfende „Marching Over Blood“ ist ein Brecher allererster Güte und auch „Seed Of Evil“ kann trotz fast sieben Minuten Laufzeit mit seiner leichten Anlehnung an MEGADETH gefallen. Auch der pfeilschnelle Titeltrack (EXODUS meets WARGASM), das kompromisslos runter-geholzte „Lost Dignity“, sowie der elegisch-atmosphärische Beginn von „Control The Twisted Mind“ werden anerkennend goutiert.

Doch gerade „Control The Twisted Mind“ zeigt trotz wirklich gutem Refrain und einem kurzen Akustik-Break gewisse Abnutzungserscheinungen und ist mit fast sieben Minuten eindeutig zu lang ausgefallen. Auch „In The Grave“ rettet sich lediglich mit einem OK über die Runden, während dem abschließende, schon an den neun Minuten kratzenden „White Wizard“ nicht einmal die oft eingestreuten WARGASM-Andenken über die Distanz helfen. Da auch die restlichen Beiträge, insbesondere das leicht fad wirkende Mid-Tempo Stück „Kneel To The Gun“, nicht wirklich gnadenlos überzeugen, darf man durchaus attestieren, dass „Divide And Conquer“ in der mächtigen SUICIDAL ANGELS-Diskografie nicht zwingend als Unverzichtbar einzustufen ist.

Versteht mich nicht falsch, „Divide And Conquer“ ist immer noch weit über dem Durchschnitt angesiedeltes Thrash-Futter. Von einer Band die mich mit einem hyper-speedigen Monster á la „Dead Again“ oder der Walze „Bloodbath“ quasi überfahren hat, bin ich aber mehr gewohnt als nur Gediegenes! Dennoch, für die Thrasher unter Euch Good Friendly Violent Fun



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (30.12.2013)

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