Various Artists - Rainbow Bridge Revisited

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VÖ: 15.04.2013
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Gonzo Multimedia
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(Spät)Hippies feiern fröhliche Urständ. Was heute außerhalb der Erich-von-Däniken-Zielgruppe so gut wie unwahrscheinlich scheint, wurde 1972 verfilmt. „Rainbow Bridge“ nannte sich Chuck Weins Werk und wurde damals (wie heute) mit Gitarrengott JIMI HENDRIX angepriesen, was sich im Grunde aber als doppelte Mogelpackung erweist. Die Geschichte von einst in einer Kurzzusammenfassung – „Rainbow Bridge“ wurde 1970 auf der hawaiianischen Insel Maui verfilmt und handelt von einem Haufen Hippies, die sich so manch bewusstseinserweiternde Hilfsmittel reinstürzten, spirituelle Gespräche führten und angeblich so manches UFO beobachteten. Filmaufnahmen gibt es natürlich keine… Dass der Film überhaupt erschien bzw. so viel Aufmerksamkeit erregte, verdankten die Macher JIMI HENDRIX, der dort ein Gratis-Konzert spielte und sein fünftes Studioalbum danach benannte.

Knapp 40 Jahre später hatte die Musiker-Legende MERRELL FANKHAUSER – zog 1973 selbst nach Maui – nun also die Idee, ein bisschen hinter die Kulissen dieses längst vergangenen Hippie-Traums zu blicken und spannte natürlich wieder JIMI HENDRIX vor den PR-Karren, um das inhaltlich verzichtbare Werk möglichst großflächig zu verbreiten. Ein paar Sekunden Videoeinsprengsel sind alles, was der geneigte Fan zu sehen kriegt. Ansonsten interessiert die gut einstündige Dokumentation wohl nur Zeitzeugen und Hardcore-Fans. Im Endeffekt ist hier vorliegende DVD eine Mischung aus halbherzig geführten Interviews mit damaligen Protagonisten und massenhaften Surf-Szenen, die zumindest ein wehmütiges Sommer-Urlaubsfeeling hervorrufen.

Untermalt wird das Filmchen von Insidern für Insider aber zumindest von einem hervorragenden Surf/Psych-Rock-Soundtrack, der mit leichtfüßigen Songs von MERRELL FANKHAUSER, der SPACE PATROL und STEVE OMAR aufwarten kann. Die Akustik wird übrigens in einer erweiterten 12-Track-Version als Audio-CD beigelegt. Sound und Kamera sind zudem sehr amateurhaft gehandhabt und sorgen bei den nicht kundigen Interessierten nur für wenig Sehvergnügen. Im Endeffekt ist „Rainbow Bridge Revisited“ nicht nur eine Name-Dropping-Mogelpackung, sondern auch in punkto Inhalt und Aufmachung absolut unterklassig. Das geht in allen Bereichen deutlich besser.



Bewertung: 1.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (30.12.2013)

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