Stormwarrior - Thunder & Steele

Artikel-Bild
VÖ: 24.01.2014
Bandinfo: STORMWARRIOR
Genre: Power Metal
Label: Massacre Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

Sie sind zurück, die Speedfreaks von STORMWARRIOR präsentieren nach knapp drei Jahren ihren Nachfolger zum viel kritisierten "Heathen Warrior". So war jene Scheibe nicht nur grauenhaft produziert, sie fiel auch qualitativ deutlich ab, was die Vorgängerplatte "Heading Northe" angeht. Mit dem neuen Album will man also so einiges wieder gerade rücken und ließ verlauten, dass man zu seinen Wurzeln zurückkehren werde. Ich glaube es ist hinfällig zu erwähnen, wer für das Cover-Artwork verantwortlich war, man sieht es ja ohnehin schon...

Da STORMWARRIOR eine sehr kreative Truppe sind, haben sie es nicht nehmen lassen, ihr neues Album mit einem spektakulären Titel zu versehen, der so noch NIE da gewesen ist! "Thunder & Steele" heißt das Teil und erwartet euch ab dem 24. Januar bei jedem guten CD-Händler. Für die Produktion zeichnete sich Piet Sielck, seines Zeichens Fronter der Truppe IRON SAVIOR aus. Leider muss ich gestehen, dass mir eben jene Produktion nicht wirklich zusagt, wenn ich mal ganz nüchtern den Opener aka Titeltrack begutachte. So kommt das Ganze zwar um einiges druckvoller daher als "Heathen Warrior", offenbart aber dennoch genügend Schwachstellen wie die schlecht abgemischten Gitarren. Wenn das so klingen SOLL, will ich nichts gesagt haben, aber meinen Geschmack trifft es absolut nicht. Musikalisch DARF man von STORMWARRIOR keine großen Kunsstücke erwarten... Der Song ist schnell, die Strophen eingängig, der Refrain ebenso und damit hat es sich auch schon wieder. Zumeist wird hier nur der Songtitel gebrüllt und eventuell von ein paar netten Umrandungen umschmückt. So bewegen sich die meisten Songs im Up-Tempo-Bereich und behandeln lyrisch das, was STORMWARRIOR auch schon auf ihren vorangegangenen vier Alben behandelt haben. Qualitativ geht es zwar etwas bergauf gegenüber "Heathen Warrior", weil ein bis zwei Songs doch ganz gut im Ohr hängen bleiben, aber um ganz ehrlich zu sein, langweilt die Platte ansonsten größtenteils. Irgendwann kann jede Band mal eine frische Brise vertragen, so auch STORMWARRIOR. Es ist schön und gut, wenn man seinen Trademarks treu bleibt, was man ja schon anhand der grausigen Songtitel wie "Fyres in the Nighte" oder "Child Of Fyre" zu erkennen vermag, aber wenn man musikalisch IMMER wieder konsequent den gleichen Kram abzieht, kann man nicht allen Ernstes erwarten, dass sich der geneigte Hörer hinsetzt und vor Freude in die Hände klatscht.

Auf was soll ich hier musikalisch eingehen? Da gibt es im Prinzip nicht mehr viel! Wer die Alben eins bis vier kennt, der kennt an und für sich auch "Thunder & Steele", denn es unterscheidet sich in keinster Weise von seinen Vorgängern. Natürlich existieren Bands wie MANOWAR, die seinerzeit auch mit keinem ihrer Alben das Rad neu erfunden haben, aber die Songs hatten eine gewisse Klasse und konnten sich noch in gewisser Weise voneinander abgrenzen. Das ist hier einfach NICHT gegeben. Ich sehe hier keinen Song, den ich mit der Band in Zukunft assoziieren würde im Sinne von "Ach DAS ist doch von dieser deutschen Truppe hier...STORMWARRIOR genau!". Das kommt den Jungs völlig abhanden und trotz all der Leidenschaft, die sie in ihre Musik legen, kann ich da kaum tröstende Worte finden. Wer zum Hundersten Mal total kitschigen, klischeemäßigen Power/Speed Metal hören mag, der kann gern mal reinhören, aber ich bin an dieser Stelle raus!



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Sonata (20.01.2014)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: KREATOR - London Apocalypticon
ANZEIGE