Jorn - Traveller

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VÖ: 14.06.2013
Bandinfo: JORN
Genre: Heavy Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Er ist wohl einer der veröffentlichungsfreudigsten Künstler dieser Tage, der norwegische Über-Sänger JORN LANDE; hat man doch erst 2012 das letzte reguläre Studioalbum "Bring Heavy Rock To The Land" und Anfang 2013 ein Best-Of mit Orchesterversionen älterer Songs im Rahmen von "Symphonic" veröffentlicht, schießt der gute Herr Lande Mitte 2013 auch noch den "Traveller" nach. Und wer schon etwas mit JORN zu tun hatte, der weiß auch, was ihn hier erwartet; daran ändern auch teilweise Neubesetzungen mit Trond Holter an der Gitarre und Bernt Jansen am Bass, beide von WIG WAM, nichts.

Melodischer Rock, vornehmlich im Midtempo-Bereich angesiedelt und veredelt von der unnachahmlichen Rockröhre des Meisters; das bewährte Rezept bekommt der geneigte Fan auch auf "Traveller" kredenzt. So hebt der Opener "Overload" gleich mit einem groovigen Riff an, während sich das folgende, düstere "Cancer Demon" und das zähflüssige "Carry The Black" gefährlich durch die Boxen zu schleichen scheinen. Der Titeltrack "Traveller" rockt dagegen wieder gerade nach vorne los und kann mit einem fulminanten Chorus punkten.

Etwas flotter gehen auch der "Widowmaker" und der "Legend Man" ran, und unterstreichen die doch etwas schwermetallischere Schlagseite des neuen Albums gegenüber den Vorgängern. Klar, die bekannten WHITESNAKE- und DIO-Pfade verlässt JORN auch diesmal nicht allzu oft - aber der "Traveller" reist doch mehr auf den dunklen Regenbögen des Ronnie James, denn dem leichtfüßigeren Bluesrock von David Coverdales weißer Schlange. Nach den gefälligen Rockern "Rev On" und "Monsoon", die aber keine wirklichen Akzente setzen können, setzt dann der "Man Who Was King" einen gelungen Schlusspunkt.

Wirkliche Ausfälle hat Herr Lande auch diesmal nicht zu verzeichnen; mir persönlich gefällt "Traveller" in seiner Gesamtheit aber sogar einen Tick besser als der auch gutklassige Vorgänger. Freunde von melodischem Rock kommen derzeit ohnehin nicht um JORN herum, und auch mit "Traveller" kann man nicht viel falsch machen; ich würde mir aber fast ein wenig mehr Metal-Anteile im JORN'schen Songwriting wünschen, zumal ihm dieser Stil auch hervorragend zu Gesicht steht, und bei dem hohen Schaffenspensum des Meisters für mehr Abwechslung sorgen könnte.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (06.01.2014)

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