Demon Eye - Leave The Light

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VÖ: 24.01.2014
Bandinfo: Demon Eye
Genre: Doom Metal
Label: Soulseller Records
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Lineup  |  Trackliste

Zwischen den großartigen „In Rock“ und „Machine Head“ eingequetscht fristet der DEEP PURPLE-Release „Fireball“ völlig zu Unrecht ein gewisses Schattendasein. Die Gründe mögen sein, dass „Fireball“ gemeinhin als DEEP PURPLEs progressivstes Hardrock-Album gilt. Möglich auch, da die Hit-Single „Strange Kind of Woman“ nur auf der US-Version enthalten war. In Europa haben uns die Herren Gillan, Blackmore, Glover, Paice und Lord dagegen „Demon’s Eye“ spendiert, bis heute einer der eher dunkleren Tracks der Legende. Somit haben wir ganz elegant die Brücke zum US-Quartett von DEMON EYE geschafft, die sich – no na – nach ebendiesen DEEP PURPLE-Track benannt haben.

Einen Abklatsch der seit sage und schreibe 46 Jahren (ja, ja mit Pause(n) ich weiß!) existierenden Rock-Dinosaurier dürfen wir hier aber nicht erwarten. DEMON EYE sind zwar schön Vintage, aber eben doch mehr Metal als Rock, mehr BLACK SABBATH und/oder PENTAGRAM als PURPLE und Konsorten und obendrein versteht es Gitarrist und Sänger Erik Sugg mit seinem doch eigenen, teils leicht hohen Vocals für zusätzliche Akzente zu sorgen. Selbst möchte die Band ja gerne als Crushing Old School And Witch Crafted tituliert werden. Wer sich darunter genauso wenig vorstellen kann wie der Verfasser dieser Zeilen, dem sei gesagt, dass DEMON EYE eine echt coole Mixtur aus härteren WITCHCRAFT (daher wohl das Witch Crafted), diversen Doom-Einsprengseln, satten und auch leicht nachvollziehbaren Refrains, einer tendenziell deutlich spürbaren 70er-Affinität und von den Vocals her eine nicht wegzuleugnende TROUBLE-Schlagseite der Eric Wagner-Ära zu Tage bringen.

Voriges Jahr (im April um genau zu sein) haben die Amis mit ihrer sechs-Song-EP „Shades of Black“ schon für einen coolen Einstand gesorgt, besagte EP findet sich auch auf „Leave The Light“ wieder und wurde um fünf neue Songs ergänzt. Da merkt man dann auch schön die Entwicklung, welche diese Band in den letzten Monaten durchgemacht hat. War „Shades of Black“ noch sehr, sehr Doom-lastig, haben DEMON EYE auf den fünf neuen Songs tatsächlich das Rock-Ungetier entdeckt. Weit cooler, diffiziler um einiges schneller und auch wärmer tönen „The Banishing“, „From Beyond“, das gar speedige „Secret Sect“ (mit herrlichem Steve Harris-Gedächntis-Basslinien), das schnelle, aber dennoch cool groovende „Adversary“, sowie das eindeutige Album-Highlight „Edge Of A Knife“ aus den Speakern.

Gelungener Einstand einer Band, die irgendwo im Dunstkreis aus Doom-Heads und Vintage-affinen Hörern ihre Klientel finden sollte. Crushing Old School And Witch Crafted



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Reini (16.01.2014)

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