Zombie Lake - Plague Of The Undead

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VÖ: 29.11.2013
Bandinfo: ZOMBIE LAKE
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
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Lineup  |  Trackliste

Kennt noch wer die kultigen PROTECTOR? Deren Sänger Martin Missy hat mit neuer Besetzung 2013 ein neues Album auf den Markt geworfen und außerdem mit dem Amerikaner Derek Schilling eine Thrash-Metal-Band namens ZOMBIE LAKE am Start. Diese bringt nun mit „Plague Of The Undead“ ihr erstes Album auf den Markt.

Gegründet haben die beiden die Band bereits 2003, also zehn Jahre nach und auch vor dem jeweils aktuellen PROTECTOR-Album. Inzwischen in Stockholm beheimatet, hat Sänger Martin seine Parts natürlich getrennt von Derek eingesungen, und zwar bei Tomas Skogsberg. Thematisch dreht sich hier alles um Horrorfilme, Zombies und allerlei Splatter-Kram, Titel wie „Emperor Of The Walking Dead“, „Brain Frenzy“ oder auch „Flesh For Frankenstein“ sprechen eine deutliche Sprache und auch für den schrägen Humor der Band.

Leider funktioniert die Verbindung der Texte, dem rauen, aber monotonen Organ von Martin und der musikalischen Grundlage nicht immer zu 100 Prozent. Rein musikalisch hat man es mit Rumpel-Thrash zu tun, der recht spannungsarm ist und weit hinter ähnlich gearteten Bands zurück bleibt. Zudem hört man dem Gesang an, dass er nachträglich auf die Musik gepappt wurde, gerade in den ersten Stücken wirkt die Musik irgendwie in den Hintergrund gemischt.

Auch der Sound ist nicht wirklich gut und wirkt ziemlich unprofessionell. Dass man in mehreren Sessions aufnimmt ist völlig logisch, dennoch sollte man doch etwas darauf achten, dass es keine all zu großen Unterschiede im Klang auf dem Album gibt. Hört euch bei Gelegenheit mal die enormen Unterschiede zwischen „Brain Frenzy“, „Blessed Are The Dead“, und „Strontium Dog“ an. Das klingt wie drei unterschiedliche Bands. Bei „War Of The Worlds“ scheint der Bass gar komplett zu fehlen. Kann aber auch an der schlechten Abmischung liegen. Gerade bei Stücken wie bei diesem, wo man sich deutlich an alten SLAYER orientiert (wenn nicht gar klaut, „Angel Of Death“ lässt mehrfach grüßen) verliert man deutlich an Power.

Trotz einiger Ausflüge in schon fast Death-Metal-mäßige Gefilde wie zum Beispiel in „Deceased And Obssessed“ ist „Plague Of The Undead“ eine abwechslungsarme Angelegenheit, die wohl nur bei absoluten Fanatikern, die alles haben müssen, was auch nur ansatzweise Old-School klingt, Kopfnicken auslöst.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Alex M. (11.01.2014)

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