DARK FUNERAL - Angelus Exuro Pro Eternus (ReRelease 2013)

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VÖ: 22.11.2013
Bandinfo: DARK FUNERAL
Genre: Black Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

Auch das letzte DARK FUNERAL-Album "Angelus Exuro Pro Eternus" kommt zu neuen Veröffentlichungsehren auf CENTURY MEDIA Rec. Seit meinem persönlichen D.F. Opus Magnum “Diabolis Interium” (2001) waren seinerzeit ja mittlerweile zwei Vierjahreszyklen verstrichen (dazwischen lag das leicht schwächere "Attera Totus Sanctus") (2005) und die Schweden schickten sich an, ein Bündel von neuen satanische Hymnen und Giftpfeilen abzufeuern. Soundtechnisch ist dieses High-Speed-Geballer wiederum ein Stück weiter weg vom Rumpel-Black Metal, das Schlagzeug hackt modern, Emperor Magus Caligula (aka Masse Broberg, der auch die ersten HYPOCRISY-Alben einsang) brüllkreischt alles in Grund und Boden und der Hitfaktor wurde ebenfalls erhöht, wie auch das Tempo stilsicher im richtigen Moment gedrosselt (etwa "My Latex Queen"), was die nötigen Akzente setzt, das Album auch mehr rocken läßt ("Demons Of Five"), und auch die Durchschlagskraft des gesamten Outputs erhöht.

Man lasse sich etwa mit dem orgiastischen Geballer "The End Of Human Race" oder "Declaration Of Hate" die Gehörgänge durchblasten oder das einprägsame "Stigmata" auf sich Wirken. Das Album beherbergte mit "My Funeral" eine tempomäßig gezügeltere Hymne samt dazugehörigem "gedreht in einem ehemaligen Irrenhaus in zensierter und unzensierter Version" Videoclip. DARK FUNERAL, sprich Lord Ahriman, hielten trotz des infernalischen Gebrülls des Fronters und des derben Geklopfes die gitarrentechnischen Melodie-Flagge hoch und verquickten diese Ingredienzen wiederum zu ihrer Version der für Legionen von Fans äußerst bekömmlich erscheinenden Black Metal-Ästhetik.

Das 20jährige Gründungsjubiläum wurde mit der Veröffentlichung dieses Albums jedenfalls würdig vollendet, schließlich sind nunmehr alle fünf Full Length-Alben (sowie die Debut-EP von 1994) wieder veröffentlicht, und auch dieses Album ist wie schon alle anderen zu einer Vollpackung aufgewertet. Die fünf Live-Tracks aus Buenos Aires finden sich zum ersten Mal auf CD wieder, wiederum sorgen Linernotes, Fotos und ein neues Layout für zusätzlichen Kaufanreiz. Das Album zeigt eine mit der Zeit mitgegangene, aber ihren Prinzipien treu gebliebene, durchschlagskräftige Band im neuen, modernen Lichte und (neben den noch aktiven Gründervätern) ganz oben an der Spitze des Genres. Sowohl der blaue Coverzyklus ist nunmehr wiederveröffentlicht, mit vorliegendem Album ist wohl auch der Rot-Zyklus vollendet, auf die Coverfarbe auf der beim neuen Plattenlabel (hoffentlich bald) erscheinenden neuen schwarzen Glanztat der schwedischen Black Metal-Institution darf man, gleich wie auf die Besetzung des vakanten Sängerpostens, sehr gespannt sein.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (12.01.2014)

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